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Zeugnis vom Weltjugendtag 2011

Vor einiger Zeit hatte ich die Veröffentlichung eines Weimarer Zeugnisses zum Weltjugendtag 2011 in Madrid versprochen, was sich leider ein bißchen verzögert hat, wofür ich um Entschuldigung bitten möchte!

Daher hier ohne lange Vorrede aber mit herzlichem Dank der Bericht von Valentin Kusch als Gastbeitrag:

„Als ich vom Weltjugendtag zurückkehrte und mir die Berichterstattung über ihn ansah, war ich bestürzt und empört. Ich erinnerte mich auch daran, wie wenige Deutsche am Weltjugendtag, an einem Weltjugendtag mit einem deutschen Papst, teilgenommen hatten.

Auf dieselbe Stimmung treffe ich, wenn ich mit Menschen über den Papstbesuch austausche. Da dominieren wirtschaftliche Erwägungen, teils bar jeglicher Faktendeckung das Bild. Da wird vom „letzten Aufbäumen“, vom „Ablenken von Problemen“ und von „Partyreligiösitat“ gesprochen. Da wird die „Selbstbeweihräucherung der Strukturen“ angeprangert.

Ich bin selbst mit gemischten Gefühlen auf die Wallfahrt nach Spanien gefahren. Werden wir auf offene Menschen stoßen in einem Land, das vor allem in den ländlichen Regionen teilweise noch einen recht niedrigen Lebensstandard aufweist? Wird unter Hunderttausenden, ja Millionen von Menschen ein gemeinsamer Geist zu spüren sein? Wird es dem Papst im Hinblick auf kürzliche strittige Äußerungen und Entscheidungen der Kirche gelingen, die Jugend zu erreichen und zu begeistern?

In Spanien haben wir nicht nur andere Kulturen und Sprachen, sondern auch eine andere Religiosität kennengelernt. Eine Spiritualität, die – wie ich selbst erleben durfte – den heutigen, modernen, gebildeten und aufgeklärten Menschen berührt, weil sie ihn begreift und anspricht als das was er ist – ein Mensch. Und als dieser zeigte sich uns der Papst: demütig in der Ansprache, zurückhaltend in der liturgischen Handlung und nah bei den Mitmenschen. Ich bin dankbar für diese Erfahrung und freue mich auf den Papstbesuch.“

 

Ich finde, der Beitrag hat auch, vielleicht gerade, nach dem Papstbesuch nichts an Relevanz eingebüßt, denn über die vielfach einfach peinlichen Reaktionen im Vorfeld des Besuchs sollte sich auch das nichtkatholische Deutschland nach wie vor Gedanken machen.

Gedanken machen können und sollten wir uns aber auch über die pfarrliche Begleitung dieser Fahrt „unserer“ Jugendlichen.

Es gab, auf Initiative der Jugendlichen selbst, im Anschluß eine Dankandacht, die Kaplan Messer gehalten hat.

Es gab keinen Aussendungs- oder Begrüßungsgottesdienst. Ich weiß von einem Mal, daß Pfr. Riethmüller für die abwesenden Jugendlichen im Gottesdienst gebetet hat (wir selber waren zu der Zeit in Dresden, in der dort besuchten Messe wurde ganz selbstverständlich und ausführlich für die Teilnehmer der dortigen Gemeinde gebetet und die Begrüßung schon angekündigt).

Warum, warum nur sind wir hier in einer solchen Sache so indifferent – oder sind die Verhältnisse wirklich so „kalt“ (L. Vollmer)?

Der nächste WJT ist übrigens 2013 in Rio de Janeiro. Die Zeit läuft…

Ha!

Liebe PuLa –Leser, begrüßen Sie mit mir voller Freude ein neues Mitglied der Blogozese:

Divus Thomas Monacensis

widmet sich alt-neuestem Denken und das auf einem Niveau, daß sich „Nicht-Philosophen“ ein bißchen „strecken“ müssen…

Aber Sätze wie die folgenden sind einfach Balsam für jemanden, der vor kurzem schon mal schrieb: „das (philosophische) Denken hat sich gewandelt“ und meint, es sei dringend an der Zeit, den Kopf hochzunehmen und über den Tellerrand zu gucken und daher sage ich: Ha!

„Dies alles sollte uns Europäern zu denken geben. Wenn unsere Kirche und ihre Philosophie und Theologie wieder zu ihrer beachtenswerten Größe und Überzeugungskraft zurückkehren und nicht in einem weltanschaulichen Nischendasein versinken wollen, dann ist es m.E. unerläßlich, sich diesen Entwicklungen im angelsächsischen Raum anzuschließen. Modernes Denken muß für christliche Denker nicht „Modernismus“ bedeuten oder ein Nachlaufen hinter der postmodernen Destruktion aller abendländischer Denktradition, sondern modernes Denken kann das Denken der alten philosophia perennis sein, der sich durch alle Zeiten hindurchtragenden Philosophie des Platon, Aristoteles, Augustinus und Thomas, upgraded durch die modernste Strömung der gegenwärtigen Philosophie. Dies bedeutet dann auch umgekehrt keine pauschale Restauration, sondern ein wesentliches Voranbringen des Alten durch das Neue: Vetera novis augere.

Tja! Und außerdem darf man ja nie vergessen: Wir sprechen beim Hl. Thomas nicht bloß von einem der größten Denker, sondern eben von einem Heiligen!

Und das bietet die schlicht unschätzbare Chance, ihn um Fürsprache anzurufen, wenn man etwas nicht versteht, z.B. mit Hilfe einer Novene.

Versuchen Sie das mal bei Heidegger… 😉

Sketch des Monats – Der hohe Besuch

Sanft glänzt das herbstliche Mondlicht über den Dächern von Wundersdorf und in den märkischen Kiefern glitzern die Tautropfen in den Spinnweben.

Aber ob es unter den Dächern auch so friedlich ist?

 

Der hohe Besuch

Ein Sketch für neun Personen und beliebig viele Statisten

 

(In der Pfarrkirche „Maria hilf!“ ist die Heilige Messe in vollem Gange. Gerade ist Hochwürden Conrad Kneif mit seiner Predigt fertig geworden, reicht der Küsterin das Mikrofon zurück und schreitet die Altarstufen empor.)

 

Hochwürden Kneif: Laßt uns nun unseren Glauben bekennen.

(Alle sprechen das Glaubensbekenntnis. Beim „Amen“ schreitet Corinna an den Ambo und schickt sich an, die Fürbitten zu verlesen.)

Edith (in der Bank, stöhnt): Oh, nein!

Silke (dreht sich zu ihr um, nickt verständnisvoll und zuckt resigniert mit den Achseln)

Corinna (salbungsvoll): Herr, unser Gott! Wir alle machen Fehler. Schenke uns die Kraft zur Vergebung und Versöhnung. (Nach einer kurzen Pause) Wwww …

Die Gemeinde: …Wir bitten dich, erhöre uns.

Hanna (aus der Bank hinter Edith, kopfschüttelnd): Wer sich so alles traut, solche Fürbitten zu sprechen…

Corinna (wie vorher): Herr unser Gott! Morgen dürfen wir den Tag der Deutschen Einheit feiern. Dafür danken wir dir. Und wir bitten dich: Schenke auch unserer Gemeinde Einheit und Frieden. Wwww …

Gemeinde: … Wir bitten dich, …

(Ein Brausen erhebt sich. Von der Orgelempore her erstrahlt ein gleißendes Licht. Alle wenden sich erschrocken um, springen auf oder reagieren sonst wie auf die Erscheinung. Hochwürden allerdings bleibt sitzen. Auch Corinna fährt völlig ungestört fort. Eine dröhnende Stimme beginnt zu sprechen und spricht.)

Die dröhnende Stimme: Was wird hier erbeten?

Hanna (mittlerweile auf den Knien, flüsternd zu Karl): Warum kommt das Licht denn nicht aus der Apsis?

Die dröhnende Stimme (flüstert zurück): Weil eure Kirche falschrum steht, das weißt du doch!

Edith (erschrocken): Er hört wirklich alles!

Die dröhnende Stimme (flüsternd): Was dachtest du denn?! (wieder dröhnend): Wer bittet mich hier um Einheit und Frieden und spinnt, kaum daß die Messe aus ist, gleich wieder an der nächsten Intrige?

Kneif (steht auf, ins Mikrofon): Wer redet denn hier so laut in meine Messe rein? Das ist meine Kirche, hier rede ich!

Corinna (irritiert, zu einer der zitternden Meßdienerinnen): Was haben die denn plötzlich alle?

Die Meßdienerin: Sehen Sie das denn nicht? Dieses Licht …

Corinna: Nö! Welches Licht?

Die dröhnende Stimme: Wer ruft mich an um Vergebung und Versöhnung und droht ständig sofort schriftlich mit dem Anwalt?

Corinna (fährt mit den Fürbitten fort, mit unveränderter Stimme): Herr unser Gott!

Die Meßdienerin (fast weinend): Hören Sie denn nicht … ? Diese Stimme …

Die dröhnende Stimme: Und übrigens will ich, daß mein Stellvertreter auf Erden hier in Zukunft gebührend verehrt wird! (Ein Blitz zuckt hernieder. Eine weiße Taube schwebt durch das Kirchenschiff und setzt sich auf den Ambo.)

Corinna: Iiih! Ein Vogel! Haben wir einen Dachschaden oder hat Ella wieder vergessen, das Fenster in der Empore zu schließen? (Sie rennt in die Sakristei um einen Besen).

Hanna: (als Corinna das Tier mit dem Besen verscheuchen will, schreiend): Nicht! Das ist der Heilige Geist!

Corinna: Tauben darf man jetzt umbringen! Sie sind Schädlinge! Das ist richterlich beschlossen! (Sie zieht der Taube eins mit dem Besen über. Die fliegt unverletzt auf, dreht eine Runde unter der Kuppel und entschwebt durch ein geschlossenes Fenster.)

Hochwürden: Können wir jetzt endlich weiter machen?

Edith (völlig verstört): Weiter machen wie bisher?

(Plötzlich erscheint auf der Orgelempore der Titularorganist der Pfarrkirche und intoniert das „dies irae“.)

Der Organist (in den Orgelklang hinein): Seid wachsam, denn die Stunde ist nah!

Edith (schreit): Nein! Nein!

***

Richard (rüttelt Edith wach): Edith! Wach auf!

Edith (setzt sich im Bett auf): Wo bin ich?

Richard: Im Bett. Und das ist auch gut so, es ist nämlich erst halb vier.

Edith (läßt sich wieder in die Kissen fallen, stöhnt): Ich hab geträumt…

Richard: Das hat man gehört, du Arme! Du hast gerufen und geweint. (Er streichelt ihr über den Kopf) Du bist ja ganz verstört. … Willst du mir den Traum erzählen?

Edith: Ich weiß nicht … es ging um … irgendwie war da ein Licht … und die Orgel … der Organist … und Corinna hat eine Taube gejagt…(fängt plötzlich an zu lächeln) aber eigentlich ging es darum, daß uns der HERR wirklich ganz nahe ist!

Richard: Na, das steht fest! Aber jetzt erzähl…

 

Cornelie Becker-Lamers

 

 

Ja, so geht’s zu in Wundersdorf!

Hoffen wir, daß in Weimar alle (Alp-) Träume, die sich um Kirche ranken auch so versöhnlich enden!

Eine Papstmesse ist eine Papstmesse, ist eine Papstmesse!

Und ich habe noch niemanden gehört, der dort war und den Weg bedauert hätte!

Aber in etlichen Gesprächen ist auch deutlich geworden: So manche(r) hatte nach Ende der Veranstaltung ein etwas diffuses Gefühl, so ein bißchen wie: „War’s das denn jetzt?“ bzw. „War das alles?“ Ich kann das gut verstehen und möchte einige Betrachtungen dazu mit Ihnen teilen.

Damit von vornherein kein Mißverständnis aufkommt: PuLa schmeichelt sich, der papstreueste Blog an der unteren Ilm zu sein (vielleicht sogar an der ganzen!) aber ich möchte auch einen nüchternen Blick wahren (und bin mir darin der Übereinstimmung mit dem Gelehrten Josef Ratzinger gewiß! ;-)).

Zu Beginn muß man einfach feststellen: Der Hl. Vater hat schon mitreißender gesprochen, er hat sich überdurchschnittlich oft „verhaspelt“ und er wirkte körperlich schwach, was viele mit Anteilnahme und Sorge zur Kenntnis genommen haben.

Nun, ich glaube zum letzten Punkt fällt die Beruhigung am leichtesten, denn wer anschließend die Bilder aus Freiburg gesehen hat, sah da einen viel frischeren Benedikt, der das dortige Mammutprogramm offenbar bestens durchgestanden hat.

Aber, so könnte man jetzt einwenden, das macht die Sache ja nur schlimmer: Hatte der Hl. Vater etwa nicht soviel Interesse an Erfurt?

Nein, so war es ganz gewiß nicht!

Aber betrachten wir doch zunächst einmal die äußeren Umstände. Hinter Benedikt lagen an diesem Samstagmorgen mit dem Augustinerkloster, vor allem aber der Begegnung mit den Mißbrauchsopfern zwei Termine mit ganz ungewöhnlicher Anspannung und, was den letzteren angeht, auch seelischer Belastung!

Und dann muß man doch eingestehen, daß die Begrüßung auf dem Domplatz eher höflich als begeistert ausfiel, oder? Das ist auch leicht erklärbar: Nicht nur hatten die Menschen vorher stundenlang in bitterer Kälte gestanden, nein, das sehr ordentliche und professionell gemachte aber eben auch typisch deutsche Vorprogramm (voller „Themen“ und auch  „Probleme“) war nicht gerade zum „Einheizen“ angetan…

Und schließlich sind sicherlich viele der begeisterungsfähigsten Katholiken gerade auch von außerhalb der Diözese nach Etzelsbach gefahren, was man ihnen angesichts der Erfurter Sicherheitsaufstands und der Platzbegrenzungen auch nicht verdenken kann. Ich habe auf dem Domplatz dementsprechend viele Menschen erlebt, für die das Ganze tatsächlich ein „Event“ war, die vielleicht evangelisch, in großer Zahl aber nichtgläubig waren. Und wie still und diszipliniert sich gerade auch diese Menschen während der langen Messe verhalten haben, das stellt ihnen ebenso ein gutes Zeugnis aus, wie der Fähigkeit Benedikts, auch Leute zu fesseln, die gar nicht so recht verstehen, was da eigentlich gesagt wird (unabhängig von der Frage übrigens, daß auch in Latein gebetet wurde, wozu es leider viele deplazierte Bemerkungen prominenter Protestanten gibt).

Ob weiterhin alles in der liturgischen und musikalischen Gestaltung der Messe den Papst besonders inspiriert hat, möchte ich dahingestellt sein lassen und lieber zum Kernpunkt kommen, der hier zu behandeln ist: Der Predigt.

Da ist ja nun auch gerade sogar in der FAZ wieder geschrieben worden: Dieser Papst schreibt alle seine Reden selbst. Das wären dann 18 Stück im Verlauf dieses Besuchs gewesen.

Mit Verlaub: Das halte ich für Unsinn und wenn es so wäre, müßte man den armen Hl. Vater bedauern und den Vatikan beschimpfen, denn das wäre wahrlich keine sinnvolle Zeiteinteilung für das Oberhaupt der Weltkirche!

Richtig ist, und das merkt man den Reden/Predigten Benedikts auch genau an, er macht sich die Texte, die er vorträgt in ungewöhnlicher Weise zu eigen und ja, etliche schreibt er bestimmt weitestgehend alleine. Aber das schließt doch selbstverständlich nicht aus, daß er auch von hilfreichen Geistern Entwürfe erhält, dafür gibt es doch Mitarbeiter!

Und genauso wirkt der vorab veröffentlichte Text der Erfurter Predigt: Wie ein solider Entwurf, in dem alles drin stand, was gesagt werden sollte und mußte (NS-Zeit, DDR, Dank für Standhaftigkeit, die Heiligen des Landes und Ermutigung). Aber ein inspirierter Text entsteht so nur sehr selten.

Meine These ist nun, daß der Hl. Vater dies erst relativ spät gemerkt hat, denn der inhaltliche Schwerpunkt für Thüringen lag eben im Augustinerkloster und das Treffen mit den Mißbrauchsopfern hat, am Abend zumal, stark belastet.

Man kann, wenn man den „Entwurf“ mit der Tonaufzeichnung vergleicht, ganz genau hören, wo Benedikt persönlich redigiert und ergänzt hat. An diesen Stellen verändert sich jeweils sein Vortrag und wird so, wie wir ihn kennen, leise, milde aber unglaublich lebendig und mitreißend. Aber zur Umgestaltung der ganzen Predigt fehlte, so glaube ich, schlicht die Zeit!

Und was war der Inhalt dessen, was er uns eigentlich noch intensiver hatte sagen wollen? Das war echter Benedikt; So typisch für diesen Papst wie nur etwas!

Lassen wir ihn selbst zu Wort kommen, in den Abschnitten, in denen er besonders stark vom „Entwurf“ abgewichen ist:

„Liebe Schwestern und Brüder.“

Man beachte die Reihenfolge dieser ersten Anrede.

„Aber die Frage steht natürlich vor uns: Haben diese Möglichkeiten uns auch ein Mehr an Glaube gebracht? Ist der Wurzelgrund des Glaubens und des christlichen Lebens nicht tiefer als in der gesellschaftlichen Freiheit zu suchen? Viele entschiedene Katholiken sind gerade in der schwierigen Situation einer äußeren Bedrängnis Christus und der Kirche treu geblieben. Wo stehen wir heute?“

Wichtig hier ist die spezifische Vortragsweise des Hl. Vaters in Frage-Stellungen wichtig auch das „tiefer“, wo in mancher veröffentlichten Fassung ein „ ganz woanders“ steht, was ja nun ganz was anderes ist.

„Die heilige Elisabeth wird auch von evangelischen Christen sehr geschätzt; sie kann uns allen helfen, die Fülle des Glaubens, seine Schönheit und seine Tiefe und seine verwandelnde und reinigende Kraft zu entdecken und in unseren Alltag zu übersetzen.“

“Schönheit und Tiefe“ fehlen im „Entwurf“ und mancher veröffentlichten Fassung.

„Der Missionsbischof Bonifatius war aus England gekommen, und zu seinem Arbeitsstil gehörte es, daß er in wesentlicher Einheit und in enger Verbindung [wörtl. „Einheit“] mit dem Bischof von Rom, dem Nachfolger des heiligen Petrus wirkte; er wußte, daß die Kirche eins sein muß um Petrus herum.“

Die Betonung der auch heute notwendigen Verbindung mit dem Petrusamt fehlt auch mal.

„Dieses große „Mit“, ohne das es keinen persönlichen Glauben geben kann, ist die Kirche. Und diese Kirche macht nicht vor Ländergrenzen halt, das zeigen uns die Nationalitäten der Heiligen, die ich genannt habe: Ungarn, England, Irland, Italien. Hier zeigt sich, wie wichtig der geistliche Austausch ist, der sich über die ganze Weltkirche erstreckt, er war grundlegend für das Werden der Kirche in unserem Land, er bleibt grundlegend für alle Zeiten: daß wir miteinander über die Kontinente hin glauben und voneinander glauben lernen.“

Nicht nur das „große“, sondern auch der Schluß des Abschnitts, der die Weltkirche betont und ihre, unsere!, heutige und immerwährende Öffnung auf das Glauben, die Glaubensweise in anderen Kontinenten, werden gern unterschlagen.

„Wir wollen, wie die Heiligen Kilian, Bonifatius, Adelar, Eoban und Elisabeth von Thüringen als Christen auf unsere Mitbürger zugehen und sie einladen, mit uns die Fülle der Frohen Botschaft, ihre Gegenwart und ihre Lebenskraft und Schönheit zu entdecken.“

„Gegenwart“, „Lebenskraft“ und „Schönheit“ werden manchmal weggelassen.

„Sie [sc. die Gloriosa] möge uns dazu ermuntern, nach dem Beispiel der Heiligen das Zeugnis sichtbar und hörbar zu machen in der Welt, die Herrlichkeit Gottes hörbar und schaubar zu machen und so zu leben in einer Welt, in der Gott da ist und Leben schön und sinnvoll werden läßt. Amen.“

Die „Herrlichkeit“, das „schöne und sinnvolle Leben“ und der „anwesende Gott“  ganz zum Schluß der Predigt fehlen ebenfalls gelegentlich.

Hinzu kamen etliche Stellen, an denen der Hl. Vater durch kleine Veränderungen den Vortrag viel lebendiger (manchmal vielleicht auch „bayerischer“) gemacht hat, und an denen er häufig im Vortrag „hängengeblieben“ ist. Für mich ein deutliches Anzeichen von handschriftlicher Überarbeitung „im letzten Moment“, die ja nun einmal die Lesbarkeit des Vortragsmanuskripts nicht erhöht!

Also, die Weltkirche und ihre Folgerungen, die heute notwendige Verbindung mit dem Petrusamt sowie Schönheit, Tiefe und Herrlichkeit des Lebens aus dem Glauben, das waren die Elemente, die, musikalisch gesprochen „Themen“, der großen Gesamt-Ansprache an die deutsche Kirche, die sich der Papst für Erfurt vorgenommen hatte.

Und damit hat er ganz präzise Dinge angesprochen, die uns hier in der Diaspora in besonderer Weise drängen (sollten)! Hier hören wir gelegentlich auch aus dem Mund von Geistlichen das Wort von den „weltkirchlichen Vorgaben“ als seien diese eine Last und nicht Aufgabe und Chance! Hier kennen wir die Menschen, die meinen, die Renovierung des Kirchenfußbodens sei doch eigentlich das gleiche wie die ihres Küchenbodens, was ja nun unter fast jedem denkbaren Aspekt Unsinn ist und wir kennen vor allem die Menschen, die denken „Schönheit“ sei ja nicht „wesentlich“ bzw. eigentlich sogar ein bißchen verdächtig.

Und wer jetzt denkt, „Da sieht er ja wieder Gespenster…“, der möge mir die Frage beantworten, warum die „gekürzte“ Wiedergabe der Predigt in der heutigen (1. Oktober) Beilage zum „Tag des Herren“ akkurat die o.g. Teile rausgekürzt hat! Allein dreimal (!) „Schönheit“, bzw. „schön“ fehlen, obwohl aber nun wirklich jeder, der sich auch nur einen Hauch mit der Theologie J. Ratzingers/Benedikt XVI. beschäftigt hat, weiß, das Thema ist für ihn gerade keine Nebensache! Zufall?

Im Leben nicht!

Ach ja, zum Schluß könnte sich die Frage stellen, woher ich mich denn so gut im Arbeitsablauf vor so einer Rede auskenne. Vertraulicher Anruf aus Rom?? 😉 Nein, aber ich war einige Jahre zuständig für die Regierungserklärungen unseres Ministerpräsidenten (B. Vogel), will sagen, ich habe selbst Entwürfe für Texte von vergleichbarer Komplexität geschrieben und ich kenne die Abläufe drumherum daher wirklich gut.

Im Ergebnis dürfen wir also beruhigt feststellen, daß der Hl. Vater sich über unsere besondere Situation ganz genau Gedanken gemacht hat, daß er der Predigt in Erfurt im Crescendo der Ermahnung an die Kirche in Deutschland präzise ihren besonderen Platz zugewiesen hat und so kann sich auch jeder, der sich zurecht von seinem Dank für die Standhaftigkeit angesprochen fühlen darf, darüber herzlich freuen!

Meine Empfehlung ist, drucken Sie sich den folgenden Predigttext aus, den PuLa (auf Basis von Kathnet, Danke!) erstellt hat aus und hören Sie sich die Predigt noch einmal in Ruhe an (am besten hier auf domradio). Sie werden sehen, die Rede gewinnt und, so hoffe ich zuversichtlich, Sie werden noch lieber an dieses große Erlebnis zurückdenken!

 

Predigt auf dem Domplatz (gesprochenes Wort/kathnet/PuLa)

Liebe Schwestern und Brüder!

 

„Preiset den Herrn zu aller Zeit, denn er ist gut“. So haben wir eben vor dem Evangelium gesungen. Ja, wir haben wirklich Grund, Gott von ganzem Herzen zu danken. Wenn wir uns in diese Stadt zurückversetzen in das Elisabethjahr 1981 vor 30 Jahren, zur Zeit der DDR – wer hätte geahnt, daß wenige Jahre später Mauer und Stacheldraht an den Grenzen fallen würden? Und wenn wir noch weiter zurückgehen, etwa 70 Jahre, bis in das Jahr 1941, zur Zeit des Nationalsozialismus, im großen Krieg – wer hätte voraussagen können, daß das „Tausendjährige Reich“ schon vier Jahre später in Schutt und Asche versinken sollte?

Liebe Brüder und Schwestern, hier in Thüringen und in der früheren DDR, habt ihr eine braune und eine rote Diktatur ertragen müssen, die für den christlichen Glauben wie saurer Regen wirkte. Viele Spätfolgen dieser Zeit sind noch aufzuarbeiten, vor allem im geistigen und im religiösen Bereich. Die Mehrzahl der Menschen in diesem Lande lebt mittlerweile fern vom Glauben an Christus und von der Gemeinschaft der Kirche. Doch zeigen die letzten beiden Jahrzehnte auch gute Erfahrungen: Ein erweiterter Horizont, ein Austausch über Grenzen hinweg, eine gläubige Zuversicht, daß Gott uns nicht im Stich läßt und uns neue Wege führt. „Wo Gott ist, da ist Zukunft“.

Wir alle sind davon überzeugt, daß die neue Freiheit geholfen hat, den Menschen größere Würde und vielfältige neue Möglichkeiten zu eröffnen. Viele Erleichterungen dürfen wir seitens der Kirche dankbar hervorheben, seien es neue Möglichkeiten der pfarrlichen Aktivitäten, seien es Renovierung und Erweiterung von Kirchen und Gemeindezentren, seien es diözesane Initiativen von pastoraler oder kultureller Art. Aber die Frage steht natürlich vor uns: Haben diese Möglichkeiten uns auch ein Mehr an Glaube gebracht? Ist der Wurzelgrund des Glaubens und des christlichen Lebens nicht tiefer als in der gesellschaftlichen Freiheit zu suchen? Viele entschiedene Katholiken sind gerade in der schwierigen Situation einer äußeren Bedrängnis Christus und der Kirche treu geblieben. Wo stehen wir heute?

Diese Menschen haben persönliche Nachteile in Kauf genommen, um ihren Glauben zu leben. Danken möchte ich hier den Priestern und ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aus jener Zeit. Erinnern möchte ich besonders an die Flüchtlingsseelsorge unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg: Da haben viele Geistliche und Laien Großartiges geleistet, um die Not der Vertriebenen zu lindern und ihnen eine neue Heimat zu schenken. Aufrichtiger Dank gilt nicht zuletzt den Eltern, die inmitten der Diaspora und in einem kirchenfeindlichen politischen Umfeld ihre Kinder im katholischen Glauben erzogen haben.

Mit Dankbarkeit möchte ich an die Religiösen Kinderwochen in den Ferien erinnern sowie an die fruchtbare Arbeit der katholischen Jugendhäuser „Sankt Sebastian“ in Erfurt und „Marcel Callo“ in Heiligenstadt. Besonders im Eichsfeld widerstanden viele katholische Christen der kommunistischen Ideologie. Gott möge die Treue im Glauben allen reich vergelten. Das mutige Zeugnis und das geduldige Leben mit ihm und das geduldige Vertrauen auf die Führung Gottes sind wie ein kostbarer Same, der für die Zukunft eine reiche Frucht verheißt.

Die Gegenwart Gottes zeigt sich immer besonders deutlich in den Heiligen.

Ihr Glaubenszeugnis kann uns auch heute Mut machen zu einem neuen Aufbruch. Denken wir hier vor allem an die Schutzheiligen des Bistums Erfurt: die Heiligen Elisabeth von Thüringen, Bonifatius und Kilian. Elisabeth kam aus einem fremden Land, aus Ungarn, auf die Wartburg nach Thüringen. Sie führte ein intensives Leben des Gebets, verbunden mit dem Geist der Buße und der Armut des Evangeliums. Regelmäßig stieg sie aus ihrer Burg hinab in die Stadt Eisenach, um dort persönlich Arme und Kranke zu pflegen. Ihr Leben auf dieser Erde war nur kurz – sie wurde nur vierundzwanzig Jahre alt –, aber die Frucht ihrer Heiligkeit reicht über die Jahrhunderte hin. Die heilige Elisabeth wird auch von evangelischen Christen sehr geschätzt; sie kann uns allen helfen, die Fülle des Glaubens, seine Schönheit und seine Tiefe und seine verwandelnde und reinigende Kraft zu entdecken und in unseren Alltag zu übersetzen.

Auf die christlichen Wurzeln unseres Landes weist auch die Gründung des Bistums Erfurt im Jahre 742 durch den heiligen Bonifatius hin. Dieses Ereignis bildet gleichzeitig die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Erfurt.

Der Missionsbischof Bonifatius war aus England gekommen, und zu seinem Arbeitsstil gehörte es, daß er in wesentlicher Einheit und in enger Verbindung [wörtl. „Einheit“] mit dem Bischof von Rom, dem Nachfolger des heiligen Petrus wirkte; er wußte, daß die Kirche eins sein muß um Petrus herum. Wir verehren ihn als „Apostel Deutschlands“; er starb als Märtyrer. Zwei seiner Gefährten, die das Blutzeugnis für den christlichen Glauben mit ihm teilten [wörtl. „weitergaben“], sind hier im Erfurter Dom begraben: die Heiligen Eoban und Adelar.

Schon vor den angelsächsischen Missionaren hat der heilige Kilian in Thüringen gewirkt, ein Wandermissionar aus Irland. Gemeinsam mit zwei Gefährten starb er in Würzburg als Märtyrer, weil er das moralische Fehlverhalten des dort ansässigen thüringischen Herzogs kritisierte. Und nicht vergessen wollen wir schließlich den hl. Severus, den Schutzheiligen der Severi-Kirche hier am Domplatz: Im vierten Jahrhundert war er Bischof von Ravenna; seine Gebeine wurden im Jahre 836 nach Erfurt gebracht, um den christlichen Glauben in dieser Gegend tiefer zu verankern. Von den Toten ging doch das lebendige Zeugnis der immerwährenden Kirche hinaus, des Glaubens, der alle Zeiten befruchtet und der uns den Weg des Lebens zeigt.

Fragen wir: Was haben diese Heiligen gemeinsam? Wie können wir das Besondere ihres Lebens beschreiben und doch verstehen, daß es uns angeht und in unser Leben hineinwirken kann?

Die Heiligen zeigen uns zunächst, daß es möglich und gut ist, in der Beziehung zu Gott zu leben und diese Beziehung radikal zu leben, sie an die erste Stelle zu setzen, nicht irgendwo auch noch ein Eck für ihn auszusparen.

Die Heiligen verdeutlichen uns die Tatsache, daß seinerseits Gott sich uns zuerst zugewandt hat. Wir könnten nicht zu ihm hinreichen und uns irgendwie ins Unbekannte hinein ausstrecken, wenn er nicht zuerst uns geliebt hätte, wenn er nicht zuerst uns entgegengegangen wäre. Nachdem er schon den Vätern in den Worten der Berufung entgegengegangen war, hat er sich uns in Jesus Christus selbst gezeigt und zeigt sich uns immerfort in ihm. Christus kommt auch heute auf uns zu, er spricht jeden einzelnen an, wie er es eben im Evangelium getan hat, und lädt jeden von uns ein, ihm zuzuhören, ihn verstehen zu lernen und ihm nachzufolgen. Diesen Anruf und diese Chance haben die Heiligen genutzt, den konkreten Gott haben sie anerkannt, ihn gesehen und gehört und sind auf ihn zugegangen, mit ihm gegangen; sie haben sich von innen her sozusagen von ihm anstecken lassen und haben sich ausgestreckt auf ihn – in der beständigen Zwiesprache des Gebets – und von ihm das Licht erhalten, das ihnen das wahre Leben erschließt.

Glaube ist immer auch wesentlich ein Mitglauben. Niemand kann allein glauben. Wir empfangen den Glauben – so sagt uns Paulus – durch das Hören, und Hören ist ein Vorgang des Miteinanderseins, geistig und leiblich. Nur in dem großen Miteinander der Glaubenden aller Zeiten, die Christus gefunden haben, von ihm gefunden worden sind, kann ich glauben. Daß ich glauben kann, verdanke ich zunächst Gott, der sich mir zuwendet und meinen Glauben sozusagen „anzündet“. Aber ganz praktisch verdanke ich meinen Glauben meinen Mitmenschen, die vor mir geglaubt haben und mit mir glauben.

Dieses große „Mit“, ohne das es keinen persönlichen Glauben geben kann, ist die Kirche.

Und diese Kirche macht nicht vor Ländergrenzen halt, das zeigen uns die Nationalitäten der Heiligen, die ich genannt habe: Ungarn, England, Irland, Italien. Hier zeigt sich, wie wichtig der geistliche Austausch ist, der sich über die ganze Weltkirche erstreckt, er war grundlegend für das Werden der Kirche in unserem Land, er bleibt grundlegend für alle Zeiten: daß wir miteinander über die Kontinente hin glauben und voneinander glauben lernen.

Wenn wir uns dem ganzen Glauben in der ganzen Geschichte und dessen Bezeugung in der ganzen Kirche öffnen, dann hat der katholische Glaube auch als öffentliche Kraft in Deutschland Zukunft. Zugleich zeigen uns die Heiligengestalten, von denen ich sprach, die große Fruchtbarkeit eines Lebens mit Gott, die Fruchtbarkeit dieser radikalen Liebe zu Gott und zum Nächsten. Heilige, selbst wo es nur wenige sind, verändern die Welt, und die großen Heiligen bleiben verändernde Kräfte alle Zeiten hindurch.

So waren die politischen Veränderungen des Jahres 1989 in unserem Land nicht nur durch das Verlangen nach Wohlstand und Reisefreiheit motiviert, sondern entscheidend durch die Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit.

Diese Sehnsucht wurde unter anderem durch Menschen wachgehalten, die ganz im Dienst für Gott und den Nächsten standen und bereit waren, ihr Leben zu opfern. Sie und die erwähnten Heiligen geben uns Mut, die neue Situation zu nutzen. Wir wollen uns nicht in einem bloß privaten Glauben verstecken, sondern die gewonnene Freiheit verantwortlich gestalten. Wir wollen, wie die Heiligen Kilian, Bonifatius, Adelar, Eoban und Elisabeth von Thüringen als Christen auf unsere Mitbürger zugehen und sie einladen, mit uns die Fülle der Frohen Botschaft, ihre Gegenwart und ihre Lebenskraft und Schönheit zu entdecken.

Dann gleichen wir der berühmten Glocke des Erfurter Domes, die den Namen „Gloriosa“ trägt, die „Glorreiche“. Sie gilt als größte freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt. Sie ist ein lebendiges [wörtl. „lebendes“] Zeichen für unsere tiefe Verwurzelung in der christlichen Überlieferung, aber auch ein Signal des Aufbruchs und der missionarischen Einladung. Sie wird auch heute in dieser Festmesse an ihrem Ende erklingen. Sie möge uns dazu ermuntern, nach dem Beispiel der Heiligen das Zeugnis sichtbar und hörbar zu machen in der Welt, die Herrlichkeit Gottes hörbar und schaubar zu machen und so zu leben in einer Welt, in der Gott da ist und Leben schön und sinnvoll werden läßt.

Amen.

„Immenser Anspruch“

Ursula Kuhn hat PuLa den folgenden Gastbeitrag zur Verfügung gestellt, für den ich sehr dankbar bin, weil ich für ein Mehr an echtem, inhaltlichem Austausch bin.

Es würde mich natürlich drängen zum Inhalt Stellung zu nehmen, aber ich verzichte zunächst darauf und würde mich vielmehr über Kommentare freuen!

In diesem Zusammenhang nochmals der Hinweis: Sie können die Kommentarfunktion auch nutzen, um mir lediglich eine Nachricht zukommen zu lassen, oder überhaupt Kontakt aufzunehmen, selbstverständlich auch vertraulich! Nur wer möchte, daß sein Beitrag veröffentlicht wird, muß auch öffentlich dazu stehen, ansonsten ist Vertraulichkeit Ehrensache.

Aber jetzt der Text von Frau Kuhn:

Als „Pulchra ut Luna“ an den „Start“ ging, glaubte ich ein Forum zu finden über Theologie und die Möglichkeit des Glaubens in dieser Welt. Eine gute Idee.

Es ist leider zunehmend eine weltweite (!) Plattform geworden für innerpfarrliche Auseinandersetzungen und Querelen, und ich bin bestürzt über das Ausmass an Emotionen, das oft in verletzender und sarkastischer Form zutage tritt.

Es gibt Spannungen und Fehlentwicklungen in dieser Gemeinde, die Manchen in die „Emigration“ treiben, aber ich glaube nicht, dass eine Internet-Plattform der rechte Platz ist, um Befindlichkeiten aller Art zur Schau zu stellen – vor allem deshalb, weil damit Gräben zementiert werden, die im persönlichen Gespräch zu überschreiten wären.

Es geht doch hier ausnahmslos um Menschen, die versuchen, im Geist Jesu zu leben und am Leben der Gemeinde mitzuwirken, jeder auf seine Weise -diese anzuerkennen, Verschiedenheiten zu diskutieren, Andersartigkeit auszuhalten und Wege des gemeinsamen Tuns zu finden, das ist unsere Aufgabe!

Ich denke, es wäre hilfreich, den Text aus dem Philipperbrief neben die Tastatur des Computers zu legen und das, was man sagen möchte, an diesem

Maßstab zu messen – dann haben wir alle eine gute Chance!

„Seid eines Sinnes, in Liebe verbunden, einmütig und einträchtig, dass ihr nichts aus Ehrgeiz und nichts aus Prahlerei tut.

Sondern in Demut schätze einer den anderen höher ein als sich selbst. Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl,

sondern auch auf das des anderen. Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht! PHIL 2, 1-11

Auch die Rede des Apostels Paulus an die Kolosser wäre als Richtschnur nicht schlecht:

„Bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Milde, Geduld. Ertragt euch gegenseitig in Liebe und vergebt einander,

wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat. Vor allem aber: Liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles vollkommen macht.“

Der Anspruch ist sicherlich immens, aber es gibt keinen anderen Weg!

 

Ursula Kuhn

 

Der Weg zum Himmel – Gedicht zum Tage

In uns allen (jedenfalls allen, die dort waren…) schwingt sicherlich der Besuch von Papst Benedikt in Deutschland, in Thüringen noch nach.

Manchen hallen wahrscheinlich auch seine Worte noch immer in den Ohren, was gewiß Absicht gewesen sein dürfte… 😉

Jedenfalls: Die Ernte ist groß und sie will in Ruhe gesichtet werden, wir sind hier schließlich keine Tageszeitung, die man ja ob ihres Zwangs zur Aktualität nur bedauern kann. Und danach sind leider auch etliche Kommentare. Aber es gibt positive Ausnahmen, z.B. den CICERO, hier.

Ich meine ja auf dem Domplatz auch noch anderes und mehr gehört zu haben, als in der veröffentlichten Fassung steht, und zwar Worte, die uns sehr wohl angehen als Kirche in Deutschland allgemein und als „Diaspora“-Kirche im besonderen. Ich muß wohl die Aufzeichnungen anschauen, um zu klären, ob ich das nur herbeiphantasiert habe, aber das ist ja alles andere als eine unangenehme Aufgabe!

Weil das alles Zeit kosten wird, heute nur voller Dankbarkeit ein Gedicht  zum Stichwort der „Ent-Weltlichung“ (Rede in Freiburg, dort auch der Download aller Reden/Predigten), für das ich persönlich dem Hl. Vater ja sofort den Ring küssen würde! (Ok, ok, hätte ich auch sowieso getan :-))

Es stammt vom großen, immer wieder unterschätzten und völlig unverwüstlichen Joseph Karl Benedikt (!) Freiherr von Eichendorff:

 

Wegweiser

Jetzt mußt du rechts dich schlagen,

Schleich dort und lausche hier,

Dann schnell drauflos im Jagen –

So wird noch was aus dir.

 

Dank! doch durchs Weltengewimmel,

Sagt mir, ihr weisen Herrn,

Wo geht der Weg zum Himmel?

Das eine wüßt ich gern.

Morgen in aller Frühe…

Papstbesuch

400 Weimarer Gläubige auf dem Weg nach Erfurt

23.09.11, 14.58 Uhr

(wkna) Weimar, Erfurt

Ungefähr 400 Weimarer Gläubige werden sich nach letzten Informationen morgen in aller Frühe auf den Weg machen, um auf dem Erfurter Domplatz mit Papst Benedikt XVI eine Heilige Messe zu feiern. Mit dabei sind allein 16 Meßdiener aus der Herz-Jesu-Gemeinde. Nicht dabei sein wird hingegen der Weimarer Ortspfarrer C. Kämpf, der Anfang August bereits in lokalen Medien ankündigte, in dieser Woche nicht in Thüringen sein zu wollen. Aus Kreisen der Katholischen Jugend der Gemeinde, gerade zurückgekehrt vom Weltjugendtag in Madrid, vernahm man Vorfreude: [O-Ton] „Und [so] zeigte sich uns der Papst: demütig in der Ansprache, zurückhaltend in der liturgischen Handlung und nah bei den Mitmenschen. Ich bin dankbar für diese Erfahrung und freue mich auf den Papstbesuch.“

 

Ja, so hätte es wohl die „wkna“, die „Weimarer Katholische Nachrichtenagentur“ formulieren können. 😉

Nach dem großartig gelungenen Auftakt des Papstbesuchs in Deutschland und noch bevor wir die geistliche (und geistige!) Ernte des Besuchs auch nur ansatzweise haben sichten können, freue ich mich darauf, morgen möglichst viele von diesen 400 zu sehen, um uns gemeinsam davon zu überzeugen, wie „nachhaltig“ solch ein Erlebnis werden kann.

Bei dem Wetter, das wir dann ab morgen nur noch „Papstwetter“ nennen werden, nicht? 🙂

Und in der kommenden Woche wird PuLa das vollständige Zeugnis vom Weltjugendtag veröffentlichen, denn wo er schon kaum gemeindlich vorbereitet worden ist, gibt es doch allen Grund dankbar darauf zurückzublicken!

Der Papst kommt – Na sowas! Medientip(s) aus aktuellem Anlaß

Heute abend bringt der MDR eine Diskussionssendung zum Papstbesuch, was soweit ja nichts Außergewöhnliches ist, so wenige Tage vor dem Ereignis.

Aber der Titel hat mich Schmunzeln gemacht:

Fakt ist…! Aus Erfurt

Der Papst kommt – na und?

Woher kommt uns das bekannt vor?

Naja, als die Kollegen vom MDR anriefen, habe ich ihnen natürlich gerne erlaubt, die PuLa-Formulierung nachzunutzen, ist doch Ehrensache 😉

Hingewiesen auf den Beitrag hat der Pressesprecher des Bistums, Peter Weidemann in seinem immer wieder hilfreichen „Newsletter mit Ouvertüre“, den man hier abonnieren kann.

Kollege Weidemann und PuLa sind vermutlich kirchenpolitisch nicht immer einer Meinung, aber der Newsletter gehört zu den, wie sagt man heute in Medienkreisen, „must reads“ internetaffiner Katholiken im Bistum Erfurt!

Und wer es noch rechtzeitig schafft, ab 19.30 Uhr kann man Herrn Weidemann beim Chat zur Sendung unterstützen!

Weitere Neuigkeiten zum Papstbesuch mit Bezug auf unsere Gemeinde?

Oh ja!

Der in bewährter (?) Weise anonyme Leitartikel der aktuellen Vermeldungen spricht unter der Überschrift. „Er kommt!“ von „Verbundenheit und Gehorsam“ gegenüber dem Hl. Vater. Und er zitiert dabei doch glatt den Hl. Augustinus.

Na sowas! Schön, schön!

Vor allen Dingen, weil es da um Betrachtungen des großen Kirchenlehrers zum Inhalt des priesterlichen Diensts geht. (Da fällt mir ein, irgendwo hab‘ ich doch so einen tollen Beichtspiegel für Priester gefunden, ganz aktuell. Wenn diese Thematik interessiert könnte PuLa ja mal Auszüge daraus bringen. Wahrhaft hohe Maßstäbe werden da angelegt. Der Respekt vor den Priestern steigt bei der Lektüre nochmal enorm!)

Ach ja, und Pfr. Kämpf setzt seine Ankündigung, zum Papstbesuch nicht im Lande sein zu wollen, auch konsequent um.

Von den 192 Stunden der Woche vom 18. bis zum 25. September ist er ca. 173  Stunden nicht da (vgl. Gottesdienstplan).

[Edit: Die wie immer zauberhafte „Else Franke“ hat dankenswerterweise umgehend auf einen Rechenfehler in der ursprünglichen Version aufmerksam gemacht: Von Sonntag zu Sontag sind es natürlich 8 mal 24 Stunden, sorry. Ich habe die Rechnung angepaßt, was an der Aussage freilich nichts ändert…]

So kann man allerdings „Ermutigung, Bestätigung und Zuspruch durch den Besuch des Papstes“ , wie die Vermeldungen es  so richtig formulieren, leider nicht „erfahren“.

Ein bißchen Inkonsequenz (Bereitschaft zur Umkehr?) wäre PuLa sympathischer gewesen.

 

Sketch des Monats – Der Hauptgewinn

Die Gemeinde Maria hilf! in Wundersdorf feiert am 12. September (zum Fest Mariä Namen) Patronats- und Gemeindefest.

Und die Vorbereitungen sind im vollen Gange…

 

Der Hauptgewinn

Ein Sketch für drei Personen

 

(Edith und ihre Tochter Emily sitzen zuhause am großen Wohnzimmertisch. Um sie herum liegen Blätter von Tonpapier, Klebestifte, Scheren und andere Bastelutensilien. Sie schnippeln und kleben eifrig an einer großen Arbeit herum. Man hört die Haus- bzw. Wohnungstür gehen.)

 

Edith (ruft): Haaaalloooo! Da bist du ja schooooon!

Emily (läuft zur Tür): Hallo Papi!!!

Richard (tapst herein. Emily steht auf seinen Füßen und hält sich an ihm fest): Hallo Emily, hallo Mama! (Er begrüßt Edith). Wo ist Teresa?

Edith: Drüben bei Violetta. Wie geht’s dir? Wie war’s?

Richard: Danke, nix Besonderes. Die kleine Anfrage von Sascha Steuer in Sachen Schulpolitik hat ein paar Wellen geschlagen.

(Emily setzt sich wieder an ihre Bastelarbeit und summt leise vor sich hin.)

Edith: Wegen Zöllners neuer Sexualkunde-Idee?

Richard: „Schulfach schwul“ – genau. Bin ich froh, daß wir schon zu Brandenburg gehören! Da müssen wir nicht allen Quatsch brühwarm mitmachen. – Aber sagt mal, was macht ihr hier eigentlich?

Emily: Wir basteln ein riesiges Einweckglas! (Sie richtet eine am Boden liegende Pappe auf) Guck!

Richard: Ah! Toll! Wirklich riesig! – Aber warum macht ihr das?

Edith (grinst): Fürs Gemeindefest.

Richard (überlegt kurz): Ich versteh überhaupt nichts. Aber jetzt zieh ich mir erst mal den Mantel aus. (Er bringt seinen Trenchcoat zur Garderobe im Flur)

Edith (als Richard wieder im Raum ist und sich an den Tisch gesetzt hat): Das wird für die Tombola.

Richard (fragend): Aha.

Edith: Das Weckglas ist ein Bild unserer Gemeinde.

Richard (lacht heraus): Ach so! In Anspielung auf die Gemeindemodelle, die der Köpenicker Dechant letztes Jahr in seinem Vortrag vorgestellt hat?

Edith: Genau.

Richard: Ihr habt natürlich vollkommen Recht! Wenn irgendetwas auf die Wundersdorfer Gemeinde passt, dann das Weckglas, in dem man im eigenen Saft kocht.

Edith: Eben.

Richard: Und? Wie viele Plätze siehst du im Glas vor? Eigentlich nur zwei, oder?

Edith: Naja, zwei Logenplätze, ja. Aber im Parkett dürfen zur Not ja noch die paar Leute stehen, die sich zuverlässig klaglos herumkommandieren lassen.

Richard: Ok. Aber was soll das bei der Tombola? Wer will denn so etwas ersteigern?

Edith: Nee! Nicht ersteigern! Andersrum! Unsere Bastelei dient nur der Veranschaulichung. Der erste Preis ist ein Platz im Weckglas!

Richard: Das gibt’s doch nicht! Im inner circle?

Edith (mit wichtiger Miene): Jaaa! Mit Befähigung zum Ehrenamt und monatlicher Betreuung der ehrenamtlichen Arbeit, freiem Informationsfluß etc. pp.

Richard: Donnerwetter!

Edith: Inklusive Nicht-Boykottierungs-Garantie seitens des Pfarrers, homepage-login für den Text- und Bild-Bereich der eigenen Gruppe und einem Schlüssel für den Gemeinderaum, den man mit seiner Gruppe immer nutzt.

Richard (mit wachsendem Erstaunen): Schlüssel auch noch? Um Himmels willen! Und man kann im eigenen Beritt Einfluß auf die Formulierungen der homepage nehmen? Ja – Kruzifix! Da entsteht ja geradezu ein Kontrollvakuum! (Er lehnt sich fassungslos zurück).

Edith (beschwichtigend): Naja … Deshalb ist der Hauptgewinn ja auch peinlich genau auf ein Jahr begrenzt. Wenn er genug Geld in die Kasse gespült hat, wird er beim nächsten Gemeindefest neu versteigert.

Richard: Was soll so ein Los denn kosten?

Edith: Die mit Option auf den Hauptgewinn 50 Euro.

Richard: Heißa! Das ist ja richtig Geld! – Aber so wahnsinnig, wie einen das ewige zeitraubende Gezerre hier macht, sind sicherlich Etliche bereit, die Summe zu riskieren …

Edith: Jau. Das glauben wir auch, und das war auch genau der Punkt, der Corinna zum Einlenken bewogen hat.

Richard: Das wäre jetzt genau meine nächste Frage gewesen…

Edith: Ich sage nur:  „Handwerkerrechnungen…!“

Richard: Ah! Daher weht der Wind: Da muß die Lage ja ernst sein und der Druck vom Bistum groß, daß sogar „unkontrollierte“  ehrenamtliche Arbeit zugelassen werden soll!

Emily: Apropos Finanzlücken stopfen … Kennt ihr den neuesten Witz?

Edith und Richard: Nein. – Erzähl!

Emily: Es werden doch jetzt Handarbeitskurse angeboten. Themen u.a.:  Den Pfarrer umgarnen – sich in Widersprüche verstricken – Kritik abbügeln.

(Edith und Richard lachen.)

Richard: Bitter, aber gut!

(Es klingelt)

Edith: Emily, bist du so gut und machst auf. Das wird Teresa sein. (Sie sieht zur Uhr) Mensch, es ist ja auch schon wieder fast sieben. Wir müssen zusammenpacken und Abendbrot machen!

Richard: Beim Aufräumen von dem Zeug kann ich euch aber nicht helfen. (Er geht auf den Flur, um Teresa zu begrüßen) Hallo Teresa!

Edith: Nein, nein, ist schon in Ordnung. Ich rufe dich, wenn alles fertig ist.

(Während sie Papiere zusammenschiebt, fällt der Vorhang)

 

 

Cornelie Becker-Lamers, Weimar

 

Ja, so geht’s zu in Wundersdorf! Ob wir in Weimar die begonnene Diskussion über die zukünftige Gestaltung des Ehrenamts mal fortsetzen?

 

PuLa hinter den Kulissen

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht anfangen zu berichten, ob ich gelegentlich auch im Bademantel an der Tastatur sitze (und auch nicht über den letzten Anruf aus dem Vatikan 😉 ).

Nein, der Anlaß die verehrte Leserschaft ausnahmsweise einmal teilhaben zu lassen am Management der Kommentare ist eigentlich ein bißchen unerfreulich.

Sie kennen ja schon den Kommentar von Frau Annemarie Kliegel (hier) und was ich darauf geschrieben habe.

Darauf meldete sich am 6. September „elsefranke[at]gmx.de“:

„Frau Annemarie Kliegel ist römisch-katholischer Konfession. PuLa ist einfach unglaubwürdig. Peinlich, peinlich, Herr Besserwisser! Wie wäre es mit einer Entschuldigung?“

Ich habe umgehend per Mail geantwortet:

„Sehr geehrte Frau Franke,

vielen Dank für Ihren Beitrag.

Falls ich mich geirrt haben sollte, werde ich das selbstverständlich richtigstellen, ob das aber gleich ein Grund für eine Entschuldigung ist?

Der Ton Ihres Beitrags ist ein bißchen aggressiv, aber wenn Sie es sich nicht noch anders überlegen, werde ich ihn, wie gesagt nach Klärung des Sachverhalts, gerne veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen

G. Lamers“

Darauf kam heute morgen folgendes:

„PuLa kann sehr schnell öffentlich angreifen und persönlich verletzen.

Eigene Fehler öffentlich eingestehen kann PuLa nicht.

Selbstgerechtigkeit zum Erbrechen.“

Nun, was den „Sachverhalt“ angeht, also die Frage, welcher Konfession Frau Annemarie Kliegel angehört, so kann ich nur sagen, daß ich zwei voneinander unabhängige seriöse Quellen habe, auf deren Zeugnis hin ich dies geschrieben habe. Da es sich dabei um persönliche Daten handelt, habe ich naturgemäß keine objektive Möglichkeit der Überprüfung (Kirchenbücher oder Einwohnermeldeverzeichnisse).

Bitte, Frau Kliegel, Sie täten der Angelegenheit glaube ich einen Dienst, wenn Sie nach Ihrem ersten Kommentar nochmals zur Tastatur griffen, um die Sache einfach selber aufzuklären.

Dessenungeachtet war es wahrscheinlich unnötig und vielleicht sogar ungeschickt, dieses eigentlich periphere Detail zu erwähnen. Sollte das für Irritationen gesorgt haben, so tut mir das leid.

Freilich sehe ich zu einer „Entschuldigung“ keinen Anlaß, oder findet jemand, es ist eine Beleidigung zu sagen: „Sie sind Protestant.“ Also ich nicht.

Interessanter hätte ich es übrigens gefunden, wenn sich „Frau Franke“ nicht an diesem Detail aufgehalten, sondern zum Inhalt meiner Reaktion Stellung genommen hätte.

Stattdessen verschärft sich der Ton noch weiter, wobei ich die Bewertung dieser Entwicklung getrost meinen Lesern überlasse.

Also, keine Sorge, mit solch unerfreulichen Details und bloßen Nebenkriegsschauplätzen werde ich Sie künftig möglichst verschonen.

Es gibt ja auch wirklich viel spannendere Themen! Googeln Sie mal „Brummer + Chrismon“, um einen Eindruck von der aktuellen ökumenischen Lage im unmittelbaren Vorfeld des Papstbesuchs zu erhalten oder gucken einfach zum Einstieg beim domradio vorbei (Frau Kliegel, da kommt auch Heiner Geißler wieder vor! 🙂 ).

Ich sage nur, da werden aber in der „Ökumene der Profile“ (Wolfgang Huber) die Profile geschärft, daß sie schon eher Klingen ähneln. Aber das trägt zur Scheidung der Geister bei, und daran wird sich PuLa weiterhin mit Vergnügen beteiligen (und wenn ich jetzt dennoch ein persönliches Detail einflechten darf: Vielleicht ist es ja doch kein Zufall, daß ich so gerne meine (Küchen-)Messer selber schärfe…).