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Archiv Kategorien: Ökumene

Bröckelt die “Mafia”?

Über eine Konversion im Mai 2020 Am gestrigen 24. Mai machte eine 61-jährige promovierte Juristin über ihren Instagram-Account bekannt, daß sie in der Christkönig Kirche in München-Nymphenburg das Sakrament der Firmung empfangen habe und damit in den Schoß der Kirche aufgenommen worden sei: Angekommen! Angenommen. Segen und Kraft und Freude in einer Welt, die oft […]

Entwicklung und Identität ohne Gegensatz

Worin wir nach den Gründen fragen Österliche Fragen zur Übersetzung der Heiligen Schrift 3/3  Gestern waren wir zu dem Ergebnis gelangt, daß verbreitet das Reden vom ‘Urtext’ eher Verdacht auslösen muß und alles dafür zu sprechen scheint, daß man nach wie vor das griechische ‘diaphthora’ und das hebräische ‘shachath’ gemeinsam mit “Verwesung” übersetzen, und so […]

Urtext und shachath

Worin dann auch ‘diaphthora’ endlich vorkommt! Österliche Fragen zur Übersetzung der Heiligen Schrift 2/3  Gestern hatten wir festgestellt, daß es seit Jahrzehnten in der wohl meist gelesenen katholischen deutschen Bibelübersetzung in Bezug auf zwei wichtige aufeinander bezogene Bibelstellen, die zentral sind für den österlichen Auferstehungsglauben, einen Widerspruch gibt, der auch die Bezogenheit von AT und […]

„Se taire“ heißt „schweigen“

Nein. Der Name Taizé hat nichts mit dem französischen „se taire“ (von lat. „tacere“) und dem Ausruf „taisez-vous!“ („schweigt!“/„Ruhe!“) zu tun. Wenn ich richtig sehe, taucht er in der mittelalterlichen Stiftungsurkunde seiner einst dem Heiligen Martin, heute Maria Magdalena geweihten Kirche als das dem Kloster Cluny zugehörige Dorf Tasiacum auf. Aber wissen Sie – ich hatte […]

„Katholiken waren immer wenige“

Interessiert blättert der zierliche alte Herr in den Publikationen und Aufführungslisten, die ich zum Gemeindefest auf dem Infotisch der Cäcilini ausgelegt habe. Ich erzähle, daß ich u.a. deswegen begonnen habe, für diese Gruppe zu komponieren, weil die Musicals und Singspiele, die die Verlage anbieten, in aller Regel wesentlich mehr Mitwirkende voraussetzen. „Es kommt doch niemand […]

Alles klar?

Amöbe auf Augenhöhe Die Amöbe ist in der vorgestern verlinkten Predigt von Hw. Dr. Kreier das Bild für uns „unsichtbare“ Christen, die wir, so Kreier im Jahr 2010, mit weitaus weniger „Ehrfurcht und Ernsthaftigkeit“ ihren Glauben leben als viele Muslime dies tun – vor allem, was das Bekenntnis in der Öffentlichkeit anbelangt (vgl. die Worte […]

239. Eine Zahl, die gute Laune macht

Rechenspiele und ein kleiner Erfahrungsbericht zum Thema Kirchenaustritte Von der Suggestivkraft hoher Zahlen „Typisch, daß dir sowas auffällt“, sagt Gereon, als ich über den Zahlenreihen in Fabian Klaus‘ TLZ-Artikel „Eine Zahl, die weh tut“ zum Thema Kirchenaustritte zu stutzen beginne. Er hat Recht: Es ist typisch. Zahlen mag ich gern. Die fallen mir immer auf […]

„als Gegenstück zu katholischen Maiandachten“

Plaudereien zu einem bekannten Gute-Laune-Lied 3/3 Die Vertonungen des „Sommer-Gesangs“ Womit wir endlich wieder bei unserem eigentlichen Thema, dem Lied nach dem „Sommer-Gesang“ Paul Gerhardts, wären. Man liest von mindestens 40 Vertonungen, wobei den Anfang mal wieder die Adaption einer Melodie machte, die für einen anderen Text komponiert worden und schon eingeführt war. Sowas kennt […]

„Eine katholische Rezeption gibt es nicht“

Plaudereien zu einem bekannten Gute-Laune-Lied 2/3 Natürlich war mir klar, daß ich zu Gerhardts „Sommer-Gesang“ etwas im „Geistlichen Wunderhorn“ finden würde – einem sehr empfehlenswerten Buch, das wir schon zur Besprechung von Bonhoeffers „guten Mächten“ herangezogen haben. „ö“ – „(ö)“ – — öööööö…? ? Zunächst aber stolperte ich über das „ö“. Genauer: über das fehlende […]

Wie die Steinlaus im Pschyrembel

Sensationeller Fund im Lochamer Liederbuch Weimar. Musikwissenschaftlern des Sonderforschungsbereichs 482 “Ereignis Weimar–Jena. Kultur um 1800” der Deutschen Forschungsgemeinschaft ist am Wochenende ein sensationeller Fund gelungen: In einer bisher unbekannten Ausgabe des Lochamer Liederbuchs, die die Cotta’sche Verlagsbuchhandlung im Jahre 1802 vorgenommen hat, fand eine Doktorandin das Manuskript einer frühneuhochdeutschen Vater-Unser-Abschrift. Ersten vorsichtigen Schätzungen zufolge könnte […]