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Bäckerhandwerk Pro Papa!

Mag sein, es gibt immer noch Menschen, die bezweifeln die „Nachhaltigkeit“ des Papstbesuchs im vergangenen Herbst. Nun, wie solchen Zweifeln ernstlich zu begegnen wäre, das hat uns der Bischof in seinem Fastenhirtenbrief (vgl. voriger Beitrag) ja aufgezeigt.

Aber: PuLa kann nachweisen, es gibt auch eine nachhaltige Wirkung diesseits geistlicher Bemühungen. Ja, der Besuch des Hl. Vaters ist in der Erfurter Bevölkerung präsent, auch über den Bereich der engagierten Katholiken hinaus und zwar in geradezu laibhaftiger Art und Weise!

Am 27. Mai vergangenen Jahres hatte ich erstmals getitelt: „Bäckerhandwerk Pro Papa?“ mit einem Fragezeichen.

Und heute? Heute kann man ein Ausrufezeichen machen, aber sehen Sie selbst:

Benediktbrot im Regal, 15. Februar 2012

Ist das nicht schön? Und nach Auskunft der freundlichen Bäckereifachverkäuferin (die natürlich auch das Photo genehmigt hat!), erfreut sich das Brot lebhafter Nachfrage!

Sehr zurecht, denn es ist köstlich. Glückwunsch, Herr Lobenstein!

Aber wie es da so banal im Regal lag, umgeben von lauter profanem Backwerk, ob das nicht besser geht mit der Präsentation?

Wie fänden Sie das?

Benediktbrot im Bloggerhaushalt

Sozusagen ein modernes Stilleben mit Benediktbrot aus dem Bloggerhaushalt 😉 (fehlt nur noch die/der richtige Grappa, aber es ist ja Fastenzeit).

Ein Sonntagmorgen voller guter Laune!

Weil es heute so einen schönen Hirtenbrief unseres Bischofs gab!

Zugegeben: Für die Kinder war es lang, aber das Zuhören lohnte und das Nachlesen tut es auch, der Text verdient die Verbreitung über die Grenzen unseres Bistums hinaus!

Kostprobe gefällig?

„Wer in Ruhe noch einmal die Thüringer Predigten des Papstes nachliest, spürt, wie eindringlich er auf den Quellgrund unseres Glaubens, unsere bleibende Verbundenheit mit Jesus Christus hingewiesen hat. […] In seiner Erfurter Predigt hat der Papst auf die Heiligen unseres Thüringer Landes hingewiesen. In ihren Biographien, so sagte er, zeige sich, dass es „möglich und gut [GL: Und „schön“!, vgl. z.B. den Abschnitt über die Hl. Elisabeth, hier] ist, in der Beziehung zu Gott zu leben“, nicht zuletzt durch „die beständige Zwiesprache des Gebets“, aus dem diese Frauen und Männer wie aus einer ständig sprudelnden Quelle Kraft und Zuversicht für ihr Lebenswerk geschöpft haben.

Ich bin fest davon überzeugt: Die Erneuerung der Kirche und meines persönlichen Christseins beginnt von innen her. […] In die Gebetsschule des Herrn gehen – das ist eine Aufgabe, die vor allen anderen Aufgaben, die wir in unseren Gemeinden zu erledigen haben, Vorrang hat. Ja, erst so können die sonstigen kirchlichen Aktivitäten, die auch wichtig und notwendig sind, nachhaltig und fruchtbar werden, etwa die Sorge um den Nächsten, um Gottesdienste, um religiöse Bildung oder Gremienarbeit. Es ist wie mit dem Grundwasser. Man sieht es nicht, aber erst sein Vorhandensein macht einen Garten oder einen Acker fruchtbar. […]

Ich persönlich habe mit folgender Gebetspraxis gute Erfahrungen gemacht: dem Beten mit kurzen Schriftworten. Ich suche mir kurze Worte aus der Heiligen Schrift, die ich als Gebetsanrufungen in meinen Tag einbaue. Ich nenne diese Worte Situationsgebete. Sie beleuchten bestimmte Alltagssituationen und tauchen sie in ein neues Licht. Sie sind für mich so etwas wie geistliche „Tiefenbohrungen“, besonders in Situationen, in denen es sehr profan zugeht und Gott weit weg zu sein scheint. […]

Es gibt sicher viele andere Themen, die in der Kirche überlegt und diskutiert werden müssen. Ich habe bewusst das Thema Beten für diesen Hirtenbrief gewählt. Denn für unsere derzeitige geistliche Not in der Kirche gibt es meiner Meinung nach keine bessere Therapie als das Gebet. Wir brauchen geistliches Grundwasser – dann kann vieles in der Kirche wieder neu zum Blühen kommen. Darum lasst uns in der vor uns liegenden österlichen Bußzeit mit neuem Mut das Beten wagen!“ [Hervorhebungen von mir]

Wie schön und wie (lebens-) praktisch! Und wie wohltuend die Erinnerung an den Besuch des Hl. Vaters. Wenn Sie sich den ganzen Text gönnen, werden Sie obendrein feststellen, wie elegant der Bischof das ihm so liebgewordene Bild des geistlichen Grundwassers gewissermaßen durch verschiedene Variationen und (scheinbar) paradoxe Bilder entwickelt.

Danke, Herr Bischof!

Sketch des Monats: Die Hilfskräfte

Wußten Sie schon, daß in der Pfarrkirche Maria-Hilf in Wundersdorf eine bedeutende historische Orgel steht? Oh ja! Vermutlich sogar ein Instrument von Johann Simon Buchholz (*1758, Schloßvippach [!!], +1825, Berlin)! Daher ist die Orgel auch einbezogen in die entsprechenden Studiengänge des Instituts für Alte Musik und des Bereichs Tasteninstrumente an der Universität der Künste in Berlin.

Warum wir trotzdem schneller als erwartet wieder einmal auf die Umgebung von Wundersdorf blicken? Lassen Sie sich überraschen…

Die Hilfskräfte

Ein Sketchlet für fünf Schafe und beliebig viele Schafstatisten

 

(Auf der uns schon aus dem Advent bekannten Weide vor den Toren von Wundersdorf grasen die Schäfchen friedlich vor sich hin und denken sich weiter nichts. Da kommt ein offener Pritschenwagen den Feldweg entlanggetuckert und hält mit quietschenden Bremsen. Laut singend und jubilierend springen Wolle, Flocke und Kohle von der Ladefläche und gesellen sich zurück zu ihrer Herde.)

Wolle: Eh- he – he – heeeee …

Flocke (im Quintabstand folgend): …. Eh- he – he – heee …

Kohle (in der Baßlinie): … Eh- he – he – heeeere! Eeeeeeeeeeeeeeee ….

Wolle: Ehre sei Gott!

Flocke: Eeeeeeehre! Eeeeeeehre!

Kohle: Gott in der Höhe!

Wolle: Goooooooooo ….

Flocke: Gott in der Hööööööööööööööööö …

Kohle: Gott in der Höh’ sei Ehr!

(Die Schafe werden aufmerksam und traben auf die drei Neuankömmlinge zu. Nur Krutzi bleibt abseits stehen und versucht, die drei nicht zu beachten.)

Blütenweiß: Was singt ihr denn da Schönes?

Kohle: Das ist eine Doppelfuge …

Wolle: … aus der Markuspassion …

Flocke: … von Dietrich Ixtebude.

Blütenweiß (zieht eine Augenbraue hoch): Kann eigentlich nicht sein …

Grauchen: … In einer Passion kommt normal kein Gloria vor.

Wolle: Äh …

Flocke: … hier kannst du aber auch nicht mal so einfach …

Kohle: Ihr kennt euch verdammt gut aus!

Wolle (anerkennend): Durch die Bank fit im Kopf, die Wundersdorfer Schäfchen!

Blütenweiß: Tja!

Flocke: Also, ich glaube, am Schluß hat er noch was anderes geübt …

Kohle: … bestimmt dann schon für Ostern …

Wolle: Eh- he – he – heeee …

Flocke: Jetzt is’ gut!

Blütenweiß: Warum seid ihr noch mal in der Kirche gewesen?

Kohle: Bischöflich-schäfliche Hilfskräfte.

Wolle: Wir ersetzen die Heizung für die Organisten.

Flocke: Bei der Lausekälte kann vielleicht ein Student seine Unterrichtsstunde durchhalten …

Kohle: … aber der Professor nicht fünf hintereinander!

Grauchen: Ist die Kirche denn nicht heizbar?

Kohle: Die Kirche schon …

Wolle: … aber Corinna gewissermaßen nicht …

Kohle: … die ist nur reizbar.

Blütenweiß: Was hat denn Corinna damit zu tun?

(Wolle, Flocke und Kohle blicken Blütenweiß tiefsinnig in die Augen, sagen aber nichts.)

Blütenweiß: Ok, ok, verstehe, die Kontrolle – und die Kosten …

Kohle: Hätte das Denkmalamt übernommen.

Wolle: War schon als Extraposten eingestellt.

Flocke: Zehn Euro im Jahr zusätzlich.

Grauchen: Ui! Da geht es ja um richtige Summen!

Wolle: Du sagst es!

Blütenweiß: Dann ist doch alles in Ordnung. Warum brauchen sie dann euch?

Kohle: Irgendwie gab es Probleme mit dem Stromzähler …

Wolle: … oder dem Öfchen …

Flocke: … jedenfalls sollte es nicht.

Kohle: Und nachdem Professor Ehrlich eines Tages vor der Kirche irrtümlich von einem Polizisten angehalten worden ist …

Blütenweiß: … um Gottes Willen!

Wolle: … weil er ganz eingemummelt war und auch eine Gesichtsmaske trug …

Flocke: … haben Hochschule und Denkmalamt beschlossen, über außergewöhnliche Maßnahmen nachzudenken.

Blütenweiß: Aber, hat Herr Ehrlich denn dem Polizisten nicht gesagt, daß er der Orgelprofessor ist?

Flocke: Doch, klar!

Grauchen: Und?

Wolle: Der Polizist hat geantwortet: „Und ich bin der Kaiser von China!“

Blütenweiß: Der Kaiser von China? Echt? Der arbeitet hier bei der Polizei?

Kohle (stöhnt): Natürlich nicht!

Wolle: Das war ein dummer Spruch.

Blütenweiß: Ach so!

Grauchen: Verstehe!

Blütenweiß: Er hat ihm nicht geglaubt.

Wolle: Du hast’s erfaßt.

Flocke: Naja, und nachdem auf der Wache die Personalien festgestellt worden waren und Herr Ehrlich nach Hause gehen konnte, hat er an uns gedacht.

Wolle: Und jetzt werden wir immer, wenn er unterrichtet, nach Wundersdorf in die Kirche gefahren …

Kohle: … und legen uns dem Professor um die Füße und zur Seite.

Flocke: Dann hat er’s warm!

Blütenweiß: Ihr kreist ihn ein?

Grauchen: Das ist ja eine beliebte Methode! (Grinst.)

Kohle (grinst auch): So ist es!

Flocke: Aber jetzt will ich was essen!

Wolle: Ich auch! Hab Riesenkohldampf.

Blütenweiß: Klar! Singen macht hungrig und durstig!

(Alle traben zur Tränke und auf die Weide zurück und die drei bischäflichen Hilfskräfte beginnen zu grasen.)

 

ENDE

 

Cornelie Becker-Lamers, Weimar

 

Ja, ohne die Schafe geht es einfach nicht in Wundersdorf!

Bloß gut, daß unsere Weimarer Orgel so funkelnagelneu ist und der Einbau einer geeigneten Heizung beim besten Willen kein unüberwindliches Problem sein kann.

 

PS: Eigentlich dachten wir ja, wir bringen der geschätzten Leserschaft einen Beitrag aus der Sitzung des Wundersdorfer Gemeindefaschings, der PuLa vorliegt.

Was da los war! Wenn Sie wüßten! Schieflage auf dem Traumschiff, sozusagen.

Aber dann haben unsere Freunde von dort oben uns gebeten, das lieber doch diskret zu behandeln und sanftmütig wie wir sind…

„Demütiges Selbstbewußtsein“

Unter dieser Überschrift gibt es heute ein schönes kleines Interview mit Bischof Wanke im Domradio, das PuLa sehr empfehlen möchte, hier.

Der Titel nimmt Bezug auf die Frage, woran man sich festhalten könne:

„Wir brauchen sicher eine sehr starke geistliche Stärkung der Personen, also, ein demütiges Selbstbewußtsein, sage ich gern, braucht heute ein katholischer, ein evangelischer Christ. Selbstbewußtsein in dem Sinne: Uns ist etwas geschenkt, was reine Gabe ist und für alle wichtig ist. Demütig aber, weil wir wissen, es ist in der Tat eine Gabe und nicht unser Verdienst.“

Aber mindestens so schön finde ich diese Antwort auf die Frage nach der Möglichkeit, wie jeder das Evangelium gelingend verkünden könne:

„[Erstens:]Indem wir selber auf das Evangelium hören. Wir haben anderen prinzipiell nichts voraus. Nur vielleicht das Privileg, daß Gott uns dauernd unsere Erbärmlichkeit vor Augen führt, und daß wir auf seine Hilfe angewiesen sind.“

Das Privileg!

Eine schöne Einstimmung auch auf die vor uns liegende Fastenzeit, findet PuLa.

Danke, Herr Bischof!

Rumms!

Derlei Lautmalerisches fällt einem ein, wenn man einen Beitrag von Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller, Regensburg vom vorgestrigen Tage liest. Unter der Überschrift:

„Gebunden an Wort und Tradition – Warum die Protestantisierung der katholischen Kirche ein ökumenischer Holzweg ist – Eine Antwort an Norbert Lammert.“

wird so zauberhaft Klartext geredet, daß PuLa von seiner sonst gepflegten Übung, nicht alles, was andere Blogs und Medien schon verbreitet haben auch noch einmal zu bringen abweicht; DAS muß man einfach gelesen haben!

Kostprobe gefällig?

„Bei diesem vom Evangelium emanzipierten, auf Moral reduzierten „Protestantismus“ bleibt als einigende Klammer nur der Antikatholizismus übrig, der in Form des kulturellen Überlegenheitsgefühls daherstolziert und Ökumene für Katholiken zu einer Geduldsprobe macht.“ (zur „Geduldsprobe“ vgl. auch hier)

Huch, könnte jetzt mancher verschreckt rufen, und DER ist der Ökumene-Beauftragte der DBK?

Ja, genau dieser Bischof, denn man muß (wie fast immer) weiterlesen:

„Diese Rationalisierung, Moralisierung und Psychologisierung der Offenbarung steht jedoch im Widerspruch zu den Glaubensüberzeugungen des evangelisch-reformatorischen Christentums. Das an Schrift und Bekenntnis gebundene evangelische Christentum steht nicht mit dem liberalen Protestantismus gegen die katholische Lehre, sondern teilt mit ihr den Glauben an die Tatsächlichkeit der geschichtlichen Selbstoffenbarung Gottes als Wahrheit und Heil, an die Inkarnation, an die Geistsendung, an die Heilsbedeutung der Zugehörigkeit zur Kirche – selbst wenn es ein unterschiedliches Verständnis gibt über ihr Wesen und ihre Sendung –, das ewige Leben, die Rechtfertigung des Sünders aus Gnade im Glauben an den einzigen Erlöser Jesus Christus.“

Ich füge in aller Bescheidenheit hinzu, mit dem Anführungszeichen-Protestantismus kann und wird es ohnehin keine Ökumene geben, weil er selbst die Grundlagen dafür verschüttet hat, zu der zweiten Form hingegen bekennt sich PuLa von Herzen und aus eigener, schöner und bereichernder Erfahrung (vgl. auch hier).

Danke, Herr Bischof!

Ganzer Text hier bei KathNet.

PS: Stichwort andere Medien: Wäre so etwas nicht auch mal was für die Web-Lese auf „BEA“, lieber Herr Weidemann??

Priestermangel?

Das vergangene Wochenende haben wir, bei zauberhaftestem Winterwetter, in einer der vielen wunderschönen Urlaubsregionen unseres Zwerg- Freistaats Thüringen verbracht, leider kann ich nicht verraten, in welcher; warum wird gleich klar werden.

Jedenfalls haben wir dort natürlich auch die Hl. Messe am Sonntag besucht. Meine „Große“ hat ministriert, wäre sonst keiner dagewesen, und zwar in „Zivil“, denn ein Gewand in ihrer Größe gab es nicht; manchmal ist Diaspora hart, oder? 😉

Und in diesem Zusammenhang gab es höchst interessanten und vor allem sehr konkreten Anschauungsunterricht zum Thema „Priestermangel“. Sie wissen ja, dieses Stichwort ist in der Blogozese ein Reizwort. Hier ist jeder jederzeit bereit für Berufungen zu beten, aber allgemein ist man erstmal skeptisch, ob denn die Lage angesichts der (demographischen) Entwicklung des Kirchbesuchs wirklich gar so dramatisch ist, vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, daß „Priestermangel“ gerne zum Kampfruf aller möglichen „Reformer“ wird, allen voran der unsäglichen österreichischen „Priester-Initiative“ (Liebe Schwestern und Brüder in Österreich: Wir beten für Euch und Eure Bischöfe!) Aktuelles zu diesem Thema hier, hier und hier.

Getreu dem alten PuLa-Motto: „Global Kosmisch glauben, lokal was sagen“ will ich mich aber nicht mit Österreich beschäftigen und überhaupt nicht vorwiegend nacherzählen, was irgendwo anders schlimm ist, dazu gibt es katholische Nachrichtenagenturen wie KathNet, die können das eh besser.

Aber hier mußten wir nun leider in unserem Bistum feststellen, daß die katholische Kirche am Ort ohne Not regelmäßig am Sonntag geschlossen bleibt (unsere Feier war eine genehmigte Ausnahme), obwohl ein Ruhestandspfarrer gern zelebrieren würde! Ja, es gibt die Vorabendmesse, das sei ausdrücklich gesagt, aber Sonntag bleibt Sonntag, oder? Und in einem touristischen Ort gibt es regelmäßig mehr Katholiken als in der Wohnbevölkerung, die das tendenziell genauso empfinden dürften.

Also, was soll das? Ich habe im vorliegenden Fall sehr wohl eine Idee, woran es liegen dürfte, aber die behalte ich mal lieber für mich. Klar ist aber wohl auf jeden Fall, daß es sich einfach verbietet das Wort vom Priestermangel in den Mund zu nehmen, solange es solche Phänomene gibt. In einer Pfarrei wohlgemerkt, in der jedes Wochenende eine „Wort-Gottes-Feier“, stattfindet. Das geht nicht!

Und genausowenig kann das gelegentlich zum Schreckens-Popanz aufgeblasene Wort von der „Strukturveränderung“ (vgl. auch hier) einen Vorwand liefern, den unveränderlichen Vorrang und die einzigartige Sonderstellung der Eucharistie zu relativieren!

Das funktioniert bei uns in Weimar übrigens wirklich ohne jede Einschränkung hervorragend! Der Einsatz unserer beiden Ruheständler ist bewunderungswürdig. Ich nutze diese Gelegenheit daher sehr, sehr gerne, um Hw. Klemm und Hw. Dr. Pittner (in alphabetischer Reihenfolge) für Ihren Dienst auch einmal öffentlich aus tiefem Herzen zu danken!

Tun wir alles uns mögliche, daß es so bleibt, zuvörderst im Gebet für unsere Priester und dann in großer Wachsamkeit!

Kölsch und Grappa

Kennen Sie den? Rheinische Dialektik:

„These: Mir jeet et jood!

Antithese: Ja, ewwer wat es, wenn ich nur denken et jeet mer jood, ewwer in Wahrheit, da jeet et mer schleech?

Synthese: Soffort Kölsch un Jrappa, weil, dann es et ejaal!“

Das war so die Sorte Humor, die ich brauchte, als ich in der gestrigen FAZ entdeckte, daß der diesjährige „Premio Nonino“, vergeben von der bekannten Grappa-Destillerie, an Hans Küng geht, neben, u.a., einem Zichoriensalat in Rosenform! Echt! Der Artikel ist zum Glück online zugänglich: „Spiritus cum spiritu“.

Bei der Lektüre wurde die Sache nicht besser:

„Antonella Nonino. „Wir sind katholisch und brauchen die Botschaft Christi, wie er sich dem Menschen nähert, und nicht die Botschaft der Kirche, die uns Schuldgefühle gibt. Viele in Italien sind trotz des Papstes, aber wegen Küng in der Kirche.“

Das wirft immerhin mal ein völlig neues Bild auf die italienische Frömmigkeit, wohingegen H.K. erwartungsgemäß nichts Neues zusagen hatte:

„Die Regierung Berlusconi stürzte Italien in die Krise, und Benedikt XVI. sagte dazu nicht eine Silbe. Hoffentlich unterstützt die Kirche jetzt Monti.“

Später am Abend, so die FAZ, warf er der Kirche vor, mit Verboten zu agieren. Aber eine Autorität gebe sich selbst auf, wenn sie den Menschen nicht die Freiheit lasse. Er sehe sich im loyalen Streit mit dem Papst, sagte er. Das „römische System“ habe keine Zukunft mehr, es lebe abgeschlossen wie einst der Kreml: „Diese Kirche geht dem Bankrott entgegen, aber die katholische Kirchengemeinschaft lebt.“

Angeblicher Höhepunkt des Abends: Die drei Töchter Nonino sollen zu Küngs Füßen hockend dessen Interpretation einer Bibelstelle zu einem weiblichen Apostel gelauscht haben.

Die Dankesworte des Zichoriensalats hatten gewiß einen höheren Neuigkeitswert, aber leider wird von ihnen nichts berichtet (blöde Mainstreammedien aber auch ;-))

Aber mir scheint, hier muß jetzt dringend die Blogozese ran!

Fragen an „Elsa“: Welchen Grappa kann ein papsttreuer Mensch künftig noch trinken; am besten: welchen Grappa trinkt der Papst selbst??!

Weiter: Ist mein Eindruck richtig, daß die Nonino-Sisters, wenn sie nicht gerade H.K. zu Füßen sitzen oder dekorativ in der Lederschürze posieren vorwiegend als Partygirls unterwegs sind? Italienische Blogs scheinen das zu suggerieren, aber was weiß denn ich.

Frage an Hw. Alipius: Ist es an der Zeit das Anathema über die Destillierie auszusprechen? Ich bitte um Prüfung! (Und mache dreist post festum Vorschlag Nr. 176 „Dem Papst nur rechtgläubig zuprostende Glamour Verächter)

Aber jetzt trinke ich erstmal einen (polnischen) Wodka (oder auch zwei…)

„Ikonen sind Fenster zur Ewigkeit“

Nein, liebe Leser, leider nichts zum faszinierenden Thema der ja auch vom Hl. Vater so geschätzten Ikonentheologie, sondern nur ein Gedankensplitter aus aktuellem Anlaß.

Mit diesen Worten beginnt nämlich Pfr. Dr. Frank Hiddemann, Kulturbeauftragter der EKM und Pfarrer an St. Salvator in Gera seine aktuelle Rundmail vom 27. Januar. Pfr. Hiddemann ist sicherlich vielen Weimarern noch bekannt, denn vor seiner Geraer Zeit war er hier bei uns tätig und hat in der Stadtkirche St. Peter und Paul (vulgo: „Herderkirche“) seine Ordination gefeiert, an der wir damals teilgenommen haben (Doch, doch: Gelegentlich besuche ich tatsächlich evangelische Gottesdienste, ehrlich ;-)) und etliche werden auch seine Frau, die Tanzlehrerin Tanja Matjas, noch in guter Erinnerung haben.

Er fährt fort:

„Allerdings schauen wir nicht durch diese Fenster in die Ewigkeit, sondern wir werden durch sie angesehen. Gott schaut uns durch die Ikone an. Das ist die Vorstellung, die zur Bildfrömmigkeit der Ostkirchen gehört. Am 14. März stelle ich ein Buch vor, das diese Sicht faszinierend ausführt und begründet: „Die umgekehrte Perspektive“ von Pavel Florenkij (Link). Am 15. März 2012 um 18.30 Uhr beginnt in unseren Gemeinderäumen ein Kurs, in dem die Teilnehmer gemeinsam eine Ikone schreiben. Die Malerin Ute Rueckert leitet ihn an. Hier steht Näheres: (Link)

*****

Ich sende Ihnen meine Rundmails, weil ich denke, daß Sie sich immer mal wieder für eine unserer Veranstaltungen interessieren. Wenn das nicht stimmt, dann senden Sie mir bitte ein kurzes Mail mit dem Betreff „Adresse streichen“. Dann lasse ich Sie in Ruhe. Wenn Sie aber meinen, diese Information interessiert nicht nur Sie, sondern auch einige Ihrer Freundinnen und Freunde, dann leiten Sie sie doch bitte weiter! Sie ist weder vertraulich noch geheim.

Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

http://www.st-salvator-gera.de

Nicolaistrasse 2, 07545 Gera

fon 0 36 5 – 800 15 17

FAX 0 36 5 – 214 70 71

mobil 0172 – *** ****** (von mir gelöscht, GL)

Ihre Mail an pfarrer@st-salvator-gera.de lese ich auch unterwegs!“

 

Ist das nicht unter mehreren Aspekten interessant? Schon formal finde ich so einen regelmäßigen inhaltsorientierten Newsletter (wie die üppigen Kontaktmöglichkeiten) eine richtig gute Idee.

Auch könnte ein bißchen neidvoll (aber nicht mißgünstig!) der Gedanke aufkommen, warum so was eigentlich nicht bei uns in Weimar stattfindet, wo wir doch die orthodoxe Gemeinde am Ort haben.

Aber richtig spannend ist etwas anderes: Man sieht hier wieder einmal, wie gerade die ebenso energische wie selbstverständliche Beibehaltung eigener spiritueller Traditionen der Ökumene dient und akkurat nicht deren besinnungsloses Über-Bord-Werfen, wie es der nachkonziliare Katholizismus vielfach getan hat, oder jedenfalls getan zu haben schien. Ein trauriges Beispiel dafür ist natürlich die Marienfrömmigkeit, um die, so scheint es, sich aus Thüringen heraus mittlerweile eher die Protestanten kümmern, vgl. hier.

Nur wer als Gesprächspartner Profil bietet darf auf einen Austausch mit Gehalt rechnen! Das gilt überall, auch in der „Provinz“.

 

Boshaft?

Der folgende Kommentar zum Sketch des Monats Januar ist wieder einmal viel zu aufschlußreich, um ihn bloß im Kommentarbereich abzuhandeln:

„Else fragt sich so langsam, wie tief [hier stand meine dienstliche Amtsbezeichnung, die auf einem rein privaten Projekt aber nichts zu suchen hat, GL] Lamers noch sinken möchte, wenn er seine Ehefrau weiterhin soviel unsachliche Boshaftigkeiten veröffentlichen lässt. Die Betrachterin von außen kann da nur den Kopf schütteln. Seit Monaten fragt sich Else, wie lange sich eine Kirchengemeinde sowas stillschweigend gefallen lässt.“

Werte Else,

auch wenn man Sie ja, leider, offenbar nicht zu den Fans von PuLa zählen darf, eine der treuesten Leserinnen und Kommentarschreiberinnen sind Sie auf jeden Fall. Daher gibt es heute auch eine besondere Überraschung für Sie, am Ende dieses Eintrags!

Wir kennen Sie nicht, aber heute lernen wir immerhin ein bißchen über Sie: Sie betrachten, was auf PuLa verhandelt wird „von außen“, kennen also, wie wir, die Gemeinden in Wundersdorf und in Weimar und nehmen an den Geschehnissen dort Anteil.

Allerdings scheinen Sie mit ganz anderen Leuten in den beiden Orten zu sprechen, denn wir erhalten aus Wundersdorf (wie aus Weimar) regelmäßig Dank und Äußerungen der Erleichterung über das, was hier so geschrieben wird.

Wie schade, daß sie den letzten Sketch über die Wundersdorfer Verhältnisse als „unsachlich“ und „boshaft“ empfunden haben! Freilich, das „unsachliche“ gehört sozusagen zum Wesen der literarischen Form „Sketch“, nicht wahr? Und was das „boshaft“ angeht: Was meinen Sie, was in Wundersdorf wirklich alles so los ist!

Wenn Sie wüßten!

Wenn wir das alles „sachlich“, also nicht verfremdet und ohne ein Augenzwinkern aufschrieben, was da los wäre! Die Sketche sind also alles andere als boshaft, sie sind vielmehr ein Versuch der Schonung.

In einem ganz anderen, nämlich dem Weimarer Zusammenhang hat PuLa ja auch schon mal Klartext geschrieben (mit Ansage übrigens) das hat auch ziemlich Wellen geschlagen, sicher erinnern Sie sich. Und das wollen wir unseren Wundersdorfer Schwestern und Brüdern, diesem liebenswerten Völkchen, eigentlich nicht zumuten. Hoffen wir, die Situation dort oben spitzt sich nicht so zu, daß man dazu gezwungen wird!

Nun steht ja jetzt der Fasching, bzw. der Karneval bevor. Und das ist traditionell die Zeit, in der Mißstände auch mal deutlicher benannt werden dürfen, in humoristischer Form; mal sehen, was da noch so kommt 😉

Aber jetzt das „Else-Special“:

 

 

Ach Elslein, liebes Elslein mein,

Wie gern wär ich bei dir!

So sein zwei tiefe Wasser

Wohl zwischen dir und mir.

 

Das bringt mir große Schmerzen,

Herzallerliebster Gsell!

Und ich von ganzem Herzen

Halt’s für groß Ungefäll.

 

Hoff, Zeit wird es wohl enden,

Hoff, Glück wird kommen drein,

Sich in all’s Gut verwenden,

Herzliebstes Elselein.

 

Johann Otts Sammlung „121 newe Lieder“, Nürnberg 1534

Sketch des Monats: Das Copy-right

Wer etwa glaubte (hoffte?) der Nachrichtenfluß über unsere Brüder und Schwestern aus Wundersdorf sei versiegt, weil der Sketch des Monats diesmal so spät kommt, der irrt!

Ganz im Gegenteil: Es haben sich so viele wunderliche, ja absurde Ereignisse zugetragen, daß die Auswahl zwischen einem guten halben Dutzend Texten richtig schwer fiel; aber die sind ja nicht verloren…

Jedenfalls scheinen die Nerven der „Gemeindeleitung“ dort ziemlich blank zu liegen, so zwischen widerborstigen Schafen und renitenten Ehrenamtlern. Traurig nur, daß andere den Kontrollfimmel ausbaden müssen…

 

 

Das Copyright

Ein Sketch für vier Personen

Wundersorf im Oderbruch. Das Pfarrbüro der Gemeinde Maria Hilf! Frau Schramm, die neue Pfarrsekretärin, sitzt am Computer und telefoniert parallel. Hanna und Edith betreten das Büro.

 

Hanna und Edith: Guten Morgen! (Hanna kramt aus ihrer Tasche zwei Blatt Papier.)

Frau Schramm (nickt ihnen zu; ins Telefon): Ja, da schau ich gleich mal nach! (Sie macht sich Notizen).

Hanna und Edith (gestikulieren, um deutlich zu machen, daß sie im Nebenraum kopieren gehen.)

Frau Schramm (hält den Hörer zu): Warten Sie damit bitte noch!

Hanna und Edith warten und schauen aus dem Fenster, während Frau Schramm ihr Telefonat beendet.

Frau Schramm: Das machen jetzt nur noch wir! (Sie erhebt sich und nimmt Hanna die Blätter aus der Hand.)

Hanna (verblüfft): Seit wann das denn?

Frau Schramm (ihre Verlegenheit überspielend): Eigentlich schon immer, hieß es. Das war nur … (Sie verschwindet im Nebenraum. Ruft): Beides einmal?

Hanna: 25 mal bitte, werden Handzettel. Sie müßten bitte erst die kleinen Vorlagen erstellen, indem Sie zweimal von A3 auf A4 verkleinern. Und das Ganze dann auf das gelbe Papier, wenn’s geht! (Sie schließt die Tür zwischen beiden Büros.): Na, dann muß sie sich wenigstens nicht mehr irgendeine Scheintätigkeit suchen, wenn ich drüben drin bin.

Edith (mit verschränkten Armen): Is passiert?

Hanna: Die letzten paar Male, ja. Da hat sie Papier aus- und wieder eingepackt, während ich kopiert habe. (Beide lachen.)

Edith: Die Arme! Die letzten Meter vor der Rente und dann ausgerechnet unsere Pfarrei!

Frau Schramm kommt wieder ins Büro gestürmt und läuft ziellos herum. Von nebenan hört man den Kopierer arbeiten.

Hanna (sachlich): Entschuldigen Sie, daß ich die Tür zu gemacht habe. Das hat uns Monique antrainiert, weil hier geheizt ist und drüben nicht.

Frau Schramm (verlegen): Jaja, ist schon recht, das war jetzt nicht deswegen … (Sie geht nach nebenan, stößt die Tür dabei aber ganz auf.)

Es klopft und Hedwig betritt den Raum. Sie legt einen Stapel Papier auf den Schreibtisch, während sie sich den Schal aufknüpft.

Hedwig: Guten Morgen allerseits!

Hanna und Edith: Grüß dich!

Hedwig: Ich wollte eben die Noten für den Unterricht kopieren.

Hanna: Da mußt du warten, das ist ab jetzt eine geheime Staatsaktion.

Hedwig: Wie bitte?

Edith: Macht nur noch die Sekretärin.

Hedwig: Oh Mensch, schafft sie das denn alles?

Frau Schramm (kommt wieder rein): So, bitte. (Sie händigt Hanna zwei Kopienstapel aus. Das Telefon klingelt. Während sie abnimmt noch rasch): Kleinen Moment, Frau Sommer, ich bin gleich für Sie da.

Hanna: Ich geh dann mal eben die Handzettel schneiden.

Frau Schramm (hält die Hörermuschel zu und schreit): Nein! Halt! Die Schneidemaschine steht doch im oberen Büro! (Ins Telefon): Entschuldigung, wie sagten Sie gerade? – Ja, das wäre nett! (Sie schreibt eine Telefonnummer auf) – Ja, habe ich mir notiert! – Ja. Ich rufe Sie gleich zurück! Auf Wiederhören. (Sie legt auf.)

Hedwig (hält ihr den Blätterstapel hin): Könnten Sie parallel – ich muß zum Zug…

Das Telefon klingelt. Frau Schramm hebt ab und sucht jemandem etwas aus einer Computerdatei.

Hanna: Also, bis morgen wollte ich hier auch nicht stehen. (Sie nimmt sich die beiden gelben Stapel und verläßt den Raum in Richtung oberes Büro.)

Hedwig: Ich muß jetzt zum Zug. (Sie nimmt sich ihre Blätter und läßt sie durch den Kopierer laufen).

Frau Schramm (schmeißt den Hörer auf die Gabel): Nein! Halt! (Sie läuft hinter Hanna her.)

Edith (nimmt sich einen dicken Kugelschreiber und spricht wie eine Sportmoderatorin in ein gedachtes Mikrofon): Ah! Drei Räume – drei Ehrenamtler! Wird Frau Schramm es schaffen, sie alle gleichzeitig zu überwachen?

Frau Schramm (kommt die Treppe heruntergestürmt und wirft ein Auge auf den Kopiervorgang. Schwer atmend): Furchtbar! Und Sie machen sich auch noch über mich lustig! (Sie läßt sich auf ihren Schreibtischstuhl fallen und bricht in Tränen aus.)

Edith (sofort ganz lieb): Aber Frau Schramm! Ich habe doch nur Spaß gemacht!

Hanna und Hedwig (kommen mit ihren Papierstapeln ins Büro zurück): Frau Schramm! Was ist denn los?

Frau Schramm (sucht nach einem Taschentuch.): Huhuhuhuhu!

Edith (erschrocken): Um Gottes Willen, sie ist ja völlig fertig! Ich hol mal ein Glas Wasser! (Sie greift zur Türklinke)

Frau Schramm: Die Küche – h – h – die Küche ist abgeschlossen! (Sie beginnt wieder zu weinen.)

Edith: Dann geh ich in den Toilettenraum. Darf ich da alleine hingehen?

Hanna (grinsend): Mach! Wir stehen Schmiere!

Hedwig: Sie Arme! Auf Ihre alten Tage noch so einen Streß!

Hanna: Wirklich! So kurz vor der Rente, und Sie landen ausgerechnet in unserem Pfarrbüro…

Frau Schramm: Das Arbeitsamt … Sie hielten das hier für eine zumutbare Tätigkeit.

Hedwig: Da hatten die Vermittler leider Recht. Unsere Pfarrei ist zur Zeit wirklich eine Zumutung – für jeden, der damit zu tun hat…

Edith (kommt mit einem Glas Wasser zurück): So, Frau Schramm, bitte! (Sie stellt das Glas auf den Schreibtisch.)

Hedwig: Ich muß los! Alles Gute, Frau Schramm! (Zu allen) Bis morgen!

Hanna und Edith: Tschüß, bis morgen! (zu Frau Schramm) Können wir Sie denn jetzt allein lassen?

Das Telefon klingelt.

Frau Schramm (hat sich halbwegs gefangen): Ja, danke! Es geht schon wieder! Ich hab ja bald Feierabend! (Sie hebt das Telefon ab und meldet sich.)

Hanna und Edith packen ihre Handzettel zusammen und verlassen mit der Hand grüßend den Raum.

 

ENDE

 

Cornelie Becker-Lamers

 

Ja, so geht’s zu in Wundersdorf! Bloß gut, daß wir in Weimar so gute und belastbare Sekretärinnen haben – ganz abgesehen davon daß es hier ja auch Ehrenamtliche gibt, die über einen Generalschlüssel verfügen und damit ihre Arbeit in der Gemeinde jederzeit (zu jeder-Zeit!) in Selbstbedienung ausführen können. Von Kontrolle ist dann übrigens keine Rede – komisch eigentlich.