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„A knight of Faith“: Theodor Haecker (Los Wochos Ferienlektüre, Ergebnisse)

„A knight of faith“, einen “Ritter des Glaubens”, so nannte sein englischer Übersetzer, Alexander Dru, Theodor Haecker (4.6.1879 – 9.4.1945).

Vor 81 Jahren erschien, aus Anlaß des Gedenkens an die 2.000te Wiederkehr von dessen Geburt, sein schmales Büchlein, „Vergil, Vater des Abendlands“.

Wie beim Start von „Los Wochos, Ferienlektüre“ erwähnt, verdanke ich den Hinweis auf dieses Buch in erster Linie der vor kurzem erschienenen Autobiographie von R. Spaemann und in zweiter Linie „pro spe salutis“.

Spaemann könnte die 140 Seiten wie ich in der Ausgabe von 1947 der „Hegner-Bücherei, Bei Josef Kösel in München“ gelesen haben, mit der Druckerlaubnis der alliierten Militärregierung…

Und ganz ohne Zweifel tat man damals gut daran, die Stimme dieses Autors wieder (?) laut werden zu lassen, dem die Nazis Publikationsverbot erteilt hatten, der aber in der „inneren Emigration“ auf seine Art zu reagieren wußte und so zu einem geistigen Vater der „Weißen Rose“ wurde:

„Ich habe nicht die Macht zu verhindern, daß heute das Gesindel die Welt regiert, aber gegen eines kann ich mich Gott sei Dank doch wehren, so schwach ich auch bin, daß mir nämlich das Gesindel die Welt erklärt.“

Es gereicht denjenigen zur Ehre, die sich um die Geschichte dieser jugendlichen Widerstandsbewegung bemühen, daß sie auch Haeckers gedenken!

Denn, auch wenn ihm die Stadt seiner Jugend, Esslingen, den Theodor-Haecker-Preis gewidmet hat, der seit 1995 an Menschenrechtler weltweit vergeben wird, Haecker ist ein weitgehend vergessener Autor. Auch ich hatte, ich gestehe es freimütig, bis dato nicht wirklich eine Vorstellung von ihm. Das verstehe ich nach der faszinierenden Lektüre auch.

Haecker gehört nämlich in jene Kategorie von Schriftstellern und Denkern, Denkern und Schriftstellern (wie etwa auch Josef Pieper), die, ich glaube man kann es gar nicht anders sagen, den intellektuellen Deutschen in den „wunderbaren“ 60er Jahren einfach „peinlich“ geworden sind, weil sie den „hohen Ton“, der dort angeschlagen wurde, nicht mehr zu goutieren wußten, vor allem aber vermutlich, weil Haecker-Lektüre dazu angetan gewesen wäre, der damaligen blinden Moderne-Verliebtheit (um nicht zu sagen – Besoffenheit) einen tiefgründenden Spiegel vorzuhalten. Und diese Generation, die in unserem Land unseligerweise immer noch an den Hebeln der veröffentlichten Meinung sitzt und an den „Sixties“ mit einer gepflegt unreflektierten Affenliebe hängt, hat ihren Kindern diese Bücher eben „höchst wohlmeinend“ vorenthalten…

Nun, das hat für uns heute immerhin den Vorteil, daß wir die Werke zu einem Spottpreis antiquarisch erstehen können, und dazu kann ich nur lebhaft ermuntern! Denn mittlerweile kann ich erahnen, warum Spaemann dieses Buch zu seinen einflußreichen Leseerlebnissen zählt: Es atmet einen tief freien Geist, voll Bewunderung, ja Ehrfurcht, dort, wo wir sie fast verlernt haben (bzw. nie ge-lernt haben, oder nicht haben lernen dürfen) und erfrischend Respekt-los gegenüber dem, was auch heute noch beweihräuchert wird, ohne es zu verdienen. Ein fulminantes Buch!

„So ist der Inhalt der Aeneis auch eine inchoative, verschwommene, des zeugenden Geistes harrende Theologie, deren das Heidentum in der Fülle der Zeit fähig war. Das Heidentum vor Christus ist genauso unwiederbringlich wie das Judentum vor Christus.

Das ist der gewaltige Unterschied der obedientiellen adventistischen Humanität eines Vergil und des verblaßten, abgefallenen Humanismus der sogenannten Humanisten der Renaissance: jene war ein mütterlicher Boden, der des sprengenden Samens harrte; dieser eine Gärtnerei, die sich mit Setzlingen schöner Topfpflanzen weiterbringt; jene ein Abgrund der Sehnsucht, der nach dem Abgrund der Erfüllung verlangt, der ihr auch antwortete; dieser eine Vorsichtsmaßregel, die vielleicht, wenn es hochkommt, und der Zufall so fällt, einige Jahrhunderte hilft, die Augen zu schließen vor kommenden Katastrophen; – das Groteske dabei ist, daß Klassizisten in Vergil ihre eigenen Karikatur sehen wollten, während doch er nichts, nicht das Geringste von dem Seinen, von der Tragik und Schuld aufgegeben hatte, sie dagegen in den letzten Dingen die Vergangenheit ihrer Väter oft verraten haben und daher in der Zukunft, die unser harrt, kaum sehr viel mitzureden haben, sondern verraten sein werden durch sich selbst, ihre Söhne und ihre Enkel.

Ein der Theologie entleerter Humanismus wird nicht standhalten. Man sucht heute krampfhaft nach dem ‚Menschen‘, aber man sucht etwas, das es überhaupt nicht gibt: den autonomen Menschen. Den ganzen Menschen im Auge haben, heißt nicht nur, daß man nicht Teile seiner für das Ganze nehme, sondern, was viel wesentlicher und entscheidender ist, daß man seine Ganzheit darin erkenne, daß er, ‚der Mensch‘, die ganze Kreatur ist, also unaufhörlich nach dem Kreator schreit, wenn er nicht bei ihm ist, wie das Kind nach der Mutter, wenn sie nicht bei ihm ist.“

(Abschluß des sechsten Kapitels, Odysseus und Aeneas, S. 95f., Hervorhebungen des Autors)

Und dazu ein gläubiges, ausgesprochen katholisches Buch des Konvertiten Haecker, der auch den sel. Kardinal Newman ins Deutsche übertragen hat (OCC-Check: 10 Punkte!)

PuLa sagt: Lesen, bedenken, kaufen, weitergeben!

Los Wochos Ferienlektüre, (Zwischen-) Bilanz

Ein dickes „Dankeschön“ an alle, die sich an „Los Wochos Ferienlektüre“ beteiligt haben! Meine jüngste Recherche ergab immerhin 12 Treffer (und immerhin bereits eine eigene Google-Bildersuche-Seite… 😉 ).

Ich bin sehr zufrieden und freue mich, denn ich finde das Ergebnis genauso interessant, wie ich es mir erhofft habe! Ich habe sogar (für mich) neue Blogs entdeckt, womit ich nicht unbedingt gerechnet hatte. Außerdem bot der Start der Aktion wieder mal Gelegenheit, eigenen Kleinmut zu überwinden (freilich nicht ohne blogoezesane Hilfe; Danke nochmal an…!).

Unten folgt eine Liste der einschlägigen Blogeinträge mit Links, bitte unbedingt melden, wenn ich etwas übersehen habe!

Nächstes Jahr werde ich die Regeln um den Punkt: „Denkt an den Trackback!“ ergänzen, womit ich mir aber auch selbst an die Nase packen muß…

Hingegen finde ich es zwar grundsätzlich eine hervorragende Idee, über die gelesenen Bücher auch so etwas wie eine Besprechung zu veröffentlichen, möchte das aber ausdrücklich nicht „verpflichtend“ vorschlagen. Die Blogoezese ist schließlich kein wissenschaftliches Institut… Aber wer meint, er könne so etwas wie einen „hilfreichen Eindruck“ wiedergeben, der sollte das m.E. unbedingt tun. Ich will versuchen, mit gutem Beispiel voranzugehen, und werde morgen [Edit: oder Übermorgen] ein klein wenig über Haeckers „Vergil, Vater des Abendlands“ schreiben und wenn’s soweit ist auch über Fiedrowicz‘ „Theologie der Kirchenväter“ (Andreas: Bisher sehr vielversprechend!).

Und schließlich: Nachdem ich gelernt habe, daß „Sommer“-Lektüre für etliche nicht identisch ist mit „Ferien“-Lektüre, wird der Titel der Aktion beim nächsten Mal ergänzt werden.

Hier also die Liste (in keiner besonderen Reihenfolge):

Frischer Wind

Pro Spe Salutis

St. Dymphnas Gedankenwelt

Musa sapient(i)um

[Edit:] Morgenländers Notizbuch

Weihrausch und Gnadenvergiftung

o crux, ave spes unica!

Gretchenfrage

Invenimus Messiam

Richelieu´s Sammelsurium

5 Brote 2 Fische

Das hörende Herz

Pietate et sapientia

Wahlen, Urlaubspause

Auf vielfachen Wunsch (und meinen eigenen 😉 ) unterbricht PuLa diese und wahrscheinlich auch noch nächste Woche die Abfolge der Beiträge zu den bevorstehenden Wahlen an Dienstagen. Ich gebe zu, das Thema, das für heute vorgesehen war, im Urlaub zu bearbeiten, habe ich mich dann doch nicht überwinden können.

Dabei ist es wichtig! Es geht um die Frage, wie es sich mit der von manchen Leuten immer wieder so geradezu inbrünstig beschworenen Vertraulichkeit der Arbeit des Kirchenvorstands verhält, was deren tatsächliche kirchenrechtliche Grundlagen sind und wie es um die Abgrenzung zu dem berechtigten Interesse aller Gemeindemitglieder an den Vorgängen dort steht. Und es geht darum, ob es vielleicht auch sachfremde Gründe geben könnte, weshalb man manchmal das Gefühl nicht loswird, es solle von den dort gefaßten (oder eben auch nicht gefaßten!) Beschlüssen möglichst niemand etwas erfahren.

Nun, wie gesagt, später! Bis dahin morgen oder übermorgen eine Übersicht zu dem mittlerweile doch erfreulichen Stand zu den „Los Wochos Ferienlektüre“, natürlich nicht ohne eine erste Lesefrucht, und, wer weiß, vielleicht gibt es in den kommenden zwei Wochen ja auch noch eine (literarische) Überraschung?

Oschersleben. Oschersleben? Oschersleben!

Puh, ist das anstrengend, bevor man mal gut im Urlaub ist, und die Erholung einsetzen kann… 😉 Aber jetzt sind wir gut im Ausseer Land (nördliche Steiermark/steirisches Salzkammergut) angekommen und waren sogar schon baden im See!

Ach, Sie dachten nach der Überschrift, wir wären eher im nördlichen Sachsen-Anhalt gelandet, in Oschersleben eben? Nein, nein, doch es gibt etwas zu erzählen über Oschersleben, aber schön der Reihe nach.

Es begann mit der Lektüre eines Artikels aus dem „Tag des Herren“ (unserer lokalen Erscheinungsform der Kirchenzeitung) über die Klosterkirche in Hamersleben.

Wenn sich die Redaktion mit den dortigen Umständen näher beschäftigt hätte, ob sie dann auch diesen Bericht gebracht hätte? Aber ich greife schon wieder vor.

Dort gab es jedenfalls einen Beitrag, in dem ein Pfr. im Ruhestand etwas über die wunderschöne und durchaus bedeutsame romanische Kirche erzählt. Und meine Reaktion nach dem ersten, flüchtigen Anschauen war so, wie sie es eigentlich immer ist, wenn ich von solchen Sakralbauten in Mitteldeutschland höre: Ich warte schon auf den in mancherlei Variationen wiederkehrenden Satz von der „Einführung“ der Reformation 15xx und wie sich dann der bedeutende örtliche Kleinadelige Friedrich von Schießmichtot aus tiefspirituellen Gründen das Kirchenvermögen angeeignet hat, um damit entweder den Nachbarn Graf von Greifschnellerzu mit Krieg zu überziehen, oder sich, im besseren Fall, ein Renaissanceschloß zu errichten, das noch heute den 5 – 6 besten Kennern der nordwest-sachsen-anhaltinischen Architekturgeschichte von 1505-1575 gut bekannt ist, nachdem 1883 eine Dissertation (53 Seiten mit Literaturverzeichnis) darüber erschienen ist, das sich aber leider, nachdem die DDR darin ein Gefängnis betrieben hat in einem deplorablen Zustand befindet…

Hand aufs Herz, wen überfällt bei solchen Geschichten nicht eine leise Trauer? Oder wer leidet nicht still, wenn er solch wunderbare Kirchenräume betritt, in denen kein ewiges Licht brennt? Aber hier ist es anders! Die Kirche ist, wie andere, ähnliche mehr ganz in der Nähe, katholisch! Schier ein Wunder.

Klosterkirche St. Pancratius, Hamersleben

Aber, als wäre das nicht schon erfreulich genug, habe ich mich ein wenig auf der Homepage der Pfarrei St. Marien, Oschersleben umgeschaut. Erst recht, nachdem ich feststellte, daß man dort mit einem Zitat von Nicolás Gómez-Dávila begrüßt wird. Das hat natürlich neugierig gemacht!

Auf diesen gut gepflegten und umfangreichen Seiten traf ich auf die Widerspiegelung eines scheint’s durchaus intensiven Gemeindelebens (sehen Sie sich doch mal dieses reizende Bild aus dem Bereich „Jugend“ [vorletzte Reihe, erstes Bild] an!) vor allem aber auf den Leiter des Pfarrverbunds, Pfr. Christoph Sperling, der unter der Rubrik, „Worte des Pfarrers“, erfrischend deutliche Worte findet, z.B. zum „Tag des Herren“, genauer der reichlich mißglückten Beantwortung einer Frage in der Weihnachtszeit: „Ich bedaure daher, aus seelsorglicher Verantwortung die Frage stellen zu müssen, ob Katholiken noch länger diese Zeitung abonnieren und dadurch unterstützen können.“

Holla, die Waldfee, sage ich da nur!

Oder der folgende Abschnitt aus seiner ganz hervorragenden und in Gänze lesenswerten Predigt zur Pfarreigründung, die bei aller Ernsthaftigkeit und Offenheit auch hinsichtlich der schmerzhaften Elemente von „Strukturreform“ so gar nichts jammeriges an sich hat, aber auch nichts betuliches nach dem Motto: „Wird schon gut gehen“. Einfach prima! (Und übrigens, da wird auch schon mal ein Psalm nach der Vulgata zitiert…): „Wir dürfen Zion tiefer verstehen als ein Bild der Kirche. In einem anderen Psalm wird dieses Zion die „Mutter der Völker“ genannt und es heißt dort: „…von Zion wird man sagen: Jeder ist dort geboren..“ Und deswegen auch: „Alle meine Quellen entspringen in dir.“ (Ps 87) In wem? Kann man eine Stadt mit Du anreden? Die Tochter Zion ist tiefer gesehen niemand anders als Maria. Maria, die Unbefleckte Empfängnis, die Patronin dieser Pfarrkirche und der ganzen neuen Pfarrei, die Mutter Christi, unsere Mutter, das heile Herz der Kirche. Alle unsere Quellen entspringen in ihr, weil aus ihr Christus geboren wird.“

Ob das Bistum Magdeburg da aus schierer Personalnot einen „alten Herrn“ hingeschickt hat, der sich von solch „altmodischem“ Gedankengut noch nicht hat trennen wollen? Ganz im Gegenteil! Schauen Sie sich Pfr. Sperling an, hier auf den Seiten der Malteser, bzw. denen einer lokalen Zeitung; Ob Hochwürden die 40 schon erreicht haben?

PuLa sagt nur:

  1. The times, they are a’changing.
  2. Die Wüste Diaspora lebt.
  3. Danke, Herr Pfarrer!

 

PS: Und natürlich fahren wir da doch mal hin, am besten zu einem Marienfest, da können wir dann nämlich live studieren, wie man so etwas auch in der Diaspora feiern kann (ob Pfr. Sperling zu dem Thema Weiterbildungen anbietet, so über Bistumsgrenzen hinaus?? 😉 )

Wahlen, Teil 6: Die endgültigen Listen stehen fest!

Wie im letzten Einleger zum Pfarrbrief angekündigt, sind die endgültigen Listen für die Wahlen zu den Gremien Anfang September veröffentlicht worden. Das heißt, sie hängen an den Gottesdienstorten aus und sie sind auf der Homepage der Gemeinde verfügbar, mit Bild und (sehr schön!) auch wieder mit einem Link von der Startseite aus!

Nach meiner Übersicht haben sich im Vergleich zu den vorläufigen Listen vier Veränderungen ergeben, die alle die Wahlen zum Pfarrgemeinderat betreffen.

Es kandidieren zusätzlich:

  • Frau Amei Mende
  • Frau Anna Hermes-Schmitz
  • Frau Dr. Cornelie Becker-Lamers
  • Frau Claudia Brockhaus

In (min.) zwei Fällen erfolgte die Aufnahme auf die Listen im Wege des Verfahrens nach § 6, Abs. 5 WoPGR, d.h. es wurden Listen mit Unterstützungsunterschriften eingereicht (nach PuLa vorliegenden Informationen mit jeweils deutlich mehr als den minimal notwendigen 20 Unterschriften).

Damit kandidieren jedenfalls für den PGR deutlich mehr Kandidatinnen und Kandidaten als Plätze zu besetzen sind (19 für 10 zu wählende Plätze).

Und das ist eine gute Sache! Zeigt es doch, daß das Interesse am Engagement in gemeindlicher Arbeit erheblich ist.

Und natürlich bringen auch alle, die da kandidieren ihre eigenen Vorstellungen, ihr eigenes Profil mit!

Daher ist es zu bedauern, daß eine öffentliche Vorstellungsveranstaltung mit den Kandidaten nicht vorgesehen ist. Da gibt es offenbar immer noch die Vorstellung, so etwas wie „Wahlkampf“ sei etwas schlimmes, das zu einer christlichen Gemeinschaft nicht paßt.

Nun, es gibt sicherlich Phänomene in weltlich-politischen Wahlkämpfen, auf die sollten wir verzichten, aber es heißt, sich Sand in die Augen streuen (lassen), wenn man die Tatsache übersieht, daß es das Ringen um den richtigen Weg in dieser Welt eben auch in der Kirche gibt.

Statt sich vorzumachen (machen zu lassen) , es gäbe keine Auseinandersetzungen, sollte man seine Kraft darein setzen, den Stil der Debatten so zu gestalten, daß er zu uns, oder jedenfalls zu unserem Anspruch, paßt!

Und siehe da, es gibt auch schon erste zarte Pflänzchen einer solchen Kirchenkompatiblen Art von „Wahlkampf“, das Bemühen sich vorzustellen und darzulegen, wofür, für welches „Programm“, welche Ideen und Grundüberzeugungen man steht; PuLa bleibt dran, vielleicht können wir ja schon bald etwas konkreter werden!

Bis dahin können wir mit dem großen Heiligen des heutigen Tages für die Kandidatinnen und Kandidaten sprechen (und für sie beten):

„Die meisten Menschen ahnen nicht, was Gott aus ihnen machen könnte, wenn sie sich ihm nur zur Verfügung stellen würden.“

Hl. Ignatius v. Loyola, bitte für uns!

 

 

Danke!

Ziemlich ruhig hier in letzter Zeit? Stimmt! Dafür gibt es mancherlei Gründe, erfreuliche wie weniger erfreuliche aber keine Sorge/falsche Hoffnung 😉 : Es liegt nicht an mangelnden Ideen oder mangelnder Lust am Bloggen!

Heute heißt es aber erstmal Danke sagen! Schauen Sie nur:

Ich bin immer noch ganz baff und weiß nicht recht, was ich sagen soll (seltener Zustand? Jaja, schon gut!)

Jedenfalls habe ich mich wirklich sehr gefreut und bedanke mich bei:

  • Dem hw. Herrn Alipius für Idee, Durchführung, Organisation, Design…, kurz, die umfassende Mentorschaft über das Projekt und all die Arbeit, die das bedeutet!
  • Denjenigen, die PuLa vorgeschlagen haben! Die Anerkennung und (vor allem) das Verständnis für das spezielle Anliegen und die besondere Lage tun sehr gut!
  • Allen Gratulantinnen und Gratulanten, die sich seit Bekanntgabe Ende letzter Woche schon bei mir gemeldet haben!

Tja, bei solchem Ansporn, da freue ich mich schon auf die kommenden Jahre!

Und weil es so wichtig ist auch an dieser Stelle nochmal der ganz ausdrückliche Hinweis darauf, daß PuLa in keiner Weise Probleme hat mit der mitteldeutschen Diaspora-Kirche als solcher! Bitte ggf. nochmals den „Offenen Brief“ zu diesem Thema lesen und auch die Kommentare dazu!

So, aber morgen ist erstmal wieder „Wahl-Dienstag“ (doch, Andreas, doch! 🙂 ), es hat sich allerlei getan!

Wahlen, Teil 5: Neues zur Briefwahl

Die Anforderungen und das Verfahren zur Ausübung des Wahlrechts zu den Gremienwahlen Anfang September per Briefwahl werden klarer!

Ein Einleger zu den aktuellen Vermeldungen gibt weiteren Aufschluß. Den gibt’s auch auf der Homepage der Gemeinde, allerdings ein wenig versteckt (aktuell letzter Link). Leider wird auch von der Startseite nicht mehr auf die Dokumente zur Wahl verlinkt, sondern auf einen Termineintrag (natürlich in der vielsagenden Kategorie „Sonstiges“ 😉 )

Nach der Veröffentlichung der endgültigen Kandidatenlisten, voraussichtlich 28./29. Juli, können (auf seitens des Bistums vorgegeben Formularen) Anträge auf Erteilung eines Briefwahlscheins gestellt werden. Diese Formulare können bis zum 25./26. August im Pfarrbüro oder in den Sakristeien aller Gottesdienstorte abgeholt werden. Dort können jeweils auch die eigentlichen Briefwahl-Unterlagen in Empfang genommen werden.

Bitte sehen Sie sich bei Interesse wie immer den offiziellen Text genau an und fragen Sie ggf.- nach!

Von der Möglichkeit der Ergänzung der vorläufigen Kandidatenlisten ist offenbar zweimal Gebrauch gemacht worden (PuLa hatte eigentlich mit min. einer weiteren Ergänzung gerechnet, mal schauen…)

Und schließlich: Ich weiß ja, daß ich mit der „Wahlberichterstattung“ einigen außerhalb Weimars ein bißchen auf den Nerv gehe; bitte liebe externe PuLa-Leser, habt ein wenig Geduld! Es ist aber nicht so, daß das Thema nicht auch auf Interesse stieße: Es gibt neue Kommentare zu der Frage der Neugründung der Gemeinden (hier)!

 

Weichen und Zunder!

Hach, ist so ein freier Tag zu Hause schön! Prima Wetter (mit dem wir in letzter Zeit nicht gerade verwöhnt wurden…), der Geruch von frisch gehobeltem Eichenholz, Schellack und Leinöl, in Ruhe den Angelus beten und mitten am Tag bloggen, einfach wunderbar…

Ja, und dann geschehen in Herz-Jesu-Weimar glatt „Zeichen und Wunder“!

Doch wirklich: Die Titelseite der Vermeldungen der laufenden Woche ist nicht anonym erschienen. Donnerwetter! Ob das ein Zeichen zu einer Wende in der Veröffentlichungspolitik ist? Wir werden sehen, denn PuLa bleibt dran…

Aber für heute hat die Veröffentlichung den großen Vorteil, daß das dort behandelte Thema auch für Nicht-Weimarer von Interesse sein kann, und in gewisser Weise an einen kürzlich hier erschienenen Beitrag anknüpft.

Die Autorin, bis vor kurzem (also, solange es das Gremium noch gab) Mitglied unseres Kirchenvorstands, schildert anläßlich des Todes von Konrad Feiereis ihre Erfahrungen mit Kursen, die Prof. Feiereis in den 70er und 80er Jahren für Jugendliche im Erfurter Sebastian-Haus gab, und wie dort eine Art geistiger Widerstand gegen die Zumutungen des staatlich verordneten Materialismus/ Atheismus eingeübt wurde (offenbar ziemlich intensiv: „Er führte uns in die Tiefen christlicher Philosophie.“ Hui! 😉 ).

Durchaus lesenswert für diejenigen, die den „Offenen Brief“, den ich hier vor kurzem i.S. Eigenheiten der mitteldeutschen Diaspora-Kirche „vorsichtig“ geschrieben habe,  interessant fanden (aber Sie müssen sich ggf. beeilen, denn das Pfarrbriefarchiv ist ja bedauerlicherweise abgeschafft worden!).

So, genug für heute, die Sonne scheint, und morgen gibt’s wieder Betrachtungen und Überlegungen zum allseits beliebten Thema: „Gremienwahlen“ 🙂 !

 

Prof. Dr. Konrad Feiereis, R.I.P.

 

Los Wochos: Ferienlektüre

Ok, nachdem experimentell bestätigt wurde, daß das Los Wochos Format auch nördlich der deutsch-österreichischen Grenze ausgerufen werden kann 😉 und ich (nicht ohne liebe Hilfe!) die Sorge überwunden beiseite gelassen habe, ab sofort wieder mal für einen blöden intellektuellen Snob gehalten zu werden (das ist meine Urlaubslektüre, mit und ohne Veröffentlichung), traue ich mich einfach:

Mich interessiert die Urlaubslektüre in der Blogoeszese! Nennen Sie/nennt 1 – 5 Bücher, die Sie/Ihr in diesen Ferien zu lesen versuchen werdet (bzw. schon angefangen habt) möglichst mit Bild.

Die Regeln:

1. Bei mindestens einem Buch sollte der OCC (obligatory catholic content) gegeben sein.

2. Die bibliographischen Angaben müssen soweit stimmen, daß man das Buch danach finden kann (denn darum, den Austausch geht es ja eigentlich…)

3. Jeder Teilnehmer verpflichtet sich, einmal den Ps. 16 (15…) zu beten, mit dem wunderbaren Vers 7: „Ich preise den HErrn, der mir Einsicht verliehen und mich beraten hat * ja mehr noch, bis in die Nacht mahnt mich mein Inneres“

Ferienlektüre A.D. 2012

 

Michael Fiedrowicz, Theologie der Kirchenväter: Grundlagen frühchristlicher Glaubensreflexion, Freiburg 2007

Theodor Haecker, Vergil, Vater des Abendlands, München 1947 (nur antiquarisch, Dank an R. Spaemann und pro spe salutis…)

Alasdair McIntyre, After Virtue: A Study in Moral Theory, 3. Aufl. Notre Dame In. 2007


7 Benedicam Dominum qui tribuit mihi intellectum; insuper et usque ad noctem increpuerunt me renes mei. 8 Providebam Dominum in conspectu meo semper : quoniam a dextris est mihi, ne commovear. 9 Propter hoc lætatum est cor meum, et exsultavit lingua mea; insuper et caro mea requiescet in spe.

Das Grauen schläft nicht!

Nein, es lauert im Münsterland und produziert Videos.

Die bevorstehende 50te Wiederkehr der Eröffnung des zweiten Vatikanums zieht ja schon jetzt allerlei Aktivitäten nach sich, seriöse, weniger seriöse (wie z.B. die end-peinliche Eröffnung der „Konzils-Gala“ auf dem Katholikentag) und solche Schocker wie das folgende.

Ich weigere mich ganz entschieden, solches Bildmaterial hier zu veröffentlichen! Man hat ja eine Verantwortung für seine Leser. Denn das, was dort unter der scheinbar harmlosen Adresse „Konzilsvaeter.de“ zu finden ist, wird liturgisch oder einfach nur ästhetisch sensiblen Naturen heftig auf den Magen schlagen; halten Sie ggf. einen Rosenkranz und/oder ein Weihwasserfläschchen bereit!

Ok? Hier lang.

Na, zuviel versprochen? Auf SOWAS wird von seriös (scheinenden?) Seiten verlinkt! (Wir kommen darauf zurück)

Ich finde, DAS hat das arme Konzil nicht verdient!

Tja, vielleicht hätte man damals nicht nur den Charakter der erarbeiteten Dokumente präziser bestimmen, sondern auch die Bezeichnung als „geschütztes Warenzeichen“ eintragen lassen sollen… 😉

Hl. Charlotte Thouret, bitte für uns!

Die Märtyrerinnen von Compiègne

PS: Hier der Vollständigkeit halber der Link zur DVD mit Tracklist und hier zum Video, das ich mir aber nicht ganz angucken konnte, sonst wäre ich jetzt vermutlich dienstunfähig…