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Der Auftakt III, Falsche „Normalität“

Wir haben das angekündigt, vor genau einem Jahr (hier): So lange, bis sich die Situation rund um die Orgel in unserer Pfarrkirche Herz-Jesu Weimar nicht grundlegend gebessert hat, nein, bis sie wirklich gut ist, gut in jeder Hinsicht, so lange werden wir zu jedem Jahrestag der Weihe des Instruments am 8. Mai 2011 den „Auftakt“ wiederholen! (zum ersten Mal hier)

Und von einer grundlegenden Besserung kann im Mai 2015 keinesfalls die Rede sein. Vielmehr warf ein Vorfall aus der jüngsten Vergangenheit erneut ein grelles Schlaglicht  auf die verkorkste Lage.

Da hatten wir vor kurzem nämlich erneut eine „Kopf-Wende-Messe“, das Phänomen, daß sich erhebliche Teile der gottesdienstlichen Versammlung ebenso überrascht wie beglückt umwenden, um zu sehen, wer denn da auf einmal so gekonnt und schön orgelt – zur höheren Ehre Gottes und zur Förderung ihrer Andacht! (zum Begriff vgl. hier)

Allein, der Freude und dem Dank, die im Anschluß an den Gottesdienst etliche erfreute Teilnehmer dem Organisten gegenüber äußerten, wurde jäh ein Dämpfer verpaßt, als sie mitanhören mußten, wie die Vorbereitung auf die musikalische Begleitung des folgenden Hochamts frech als „Rückkehr zur Normalität“ bezeichnet wurde.

Das ist ebenso unsäglich wie bezeichnend für den Ungeist, wie er hier in so vielen Belangen eingerissen ist, denn was nun folgen sollte wird ganz sicher nicht die musikalische Qualität gehabt haben, wie das, was vorangegangen war, eine ganz und gar der Liturgie dienende musikalische Qualität war das, wohlgemerkt, keine virtuose Spielerei!

Es geht dabei nun gewiß nicht in erster Linie um Personen, das ist bloß ein Nebenaspekt, schon weil der solchermaßen außerhalb der vermeintlichen „Normalität“ gestellte zuverlässig weiß, wie er das einzuordnen hat und weiß, welchen Rückhalts er sich erfreut.
Es geht auch überhaupt nicht etwa darum, teils jahrzehntelanges ehrenamtliches kirchenmusikalisches Engagement zu entwerten. Diesen durchsichtigen und  unsinnigen Vorwurf setzen nur diejenigen in die Welt, die um alles in Welt ( in der ‚Welt‘…) verhindern wollen, daß sich hier etwas zum Besseren, zum Richtigen hin verändert.

Nein, es geht darum, was dieser Gebrauch des Wortes ‚Normalität‘ über die Maßstäbe sagt, die manche hier an Handeln im kirchlichen Raum anlegen. Die total verschobenen Maßstäbe!
Dabei ist es doch ganz, ganz einfach: Teil des Gottesdienstes, der Liturgie ist immer die Verehrung des Allerhöchsten. Die Dankbarkeit dafür, daß wir das dürfen (!), verpflichtet uns, unser Bestes zu tun, individuell und kollektiv.
DAS ist die ‚Norm‘, die hier im Raume steht und nichts weniger kann auch nur ansatzweise genügen. Allein von hier aus definiert sich, was „Norm-alität“ bedeuten kann, gerade auch im Bereich der Kirchenmusik.

Natürlich, dieses „Beste“ ist abhängig von den Bedingungen, unter denen Kirche agiert, den Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen: Wer einem verstimmten Harmonium in der katholischen „Wüste“ Nordskandinaviens vor ein paar Jahrzehnten (denn die Zeiten ändern sich!, vgl. hier) einigermaßen stimmungsvolle Töne entlockt hat, der hat dort das „Beste“ getan – und wird dafür nicht ohne Lohn bleiben!

Wer aber im Weimar, gesegnet mit einer Musikhochschule und vielen anderen Talenten die sich daraus ergebenden Möglichkeiten nicht nutzt, ja, diese Nutzung aktiv und auf vielerlei Weise seit Jahren hintertreibt, um, so kann man nur schließen, seine kleine clanartig verfestigte Welt künstlich am Leben zu erhalten und ein paar Euro zu sparen für persönliche Prestigeprojekte, der hat von dem, was Kirchenmusik wirklich bedeutet, überhaupt nichts begriffen, nichts begriffen von der heiligen Verpflichtung, die in ihrer Pflege liegt.
Und, ja, der wird dafür auch nicht ohne „Lohn“ bleiben…

Aber darauf werden wir nicht warten.

 

Qui habet aures audiendi...

Qui habet aures audiendi…

PS: Wie man so hört, soll sich der Kirchenvorstand ermannt haben, eine Kommission für die weiteren Verhandlungen mit der Musikhochschule (in deren Eigentum ja die Orgel steht!) zu bilden. Hoffen wir, die Mannhaftigkeit hat gereicht, um die personelle Zusammensetzung dieser Gruppe so zu gestalten, daß die bisher in diesem Zusammenhang (wie in so vielen anderen!) dem Vernehmen nach weitgehend allein handelnde Person nicht dazu gehört; PuLa bleibt für Sie dran!

 

 

 

 

 

„Der Pfarrgemeinderat tritt wenigstens vierteljährlich zusammen.“ Stichworte zum Zustand unseres PGR

„Wäre es da

Nicht doch einfacher, die Regierung

Löste das Volk auf und

Wählte ein anderes?“

(B. Brecht)

Unseres Wissens nach war es am 3. Februar 2015 und damit vor 91 Tagen bzw. genau einem Vierteljahr, seit unser Pfarrgemeinderat zuletzt zusammenkam. Es muß hoch hergegangen sein in dieser Sitzung, denn verdiente Ehrenamtliche, die sich als Gäste eingefunden hatten, wurden des Saales verwiesen, nachdem es während der Sitzung zu – unserer Kenntnis nach unberechtigten – Anschuldigungen der Vertreterin des Kirchenvorstands im PGR gegenüber einem hauptamtlichen Mitarbeiter der Pfarrei gekommen war.

Nach dieser Sitzung war zu hören, betreffende Vertreterin des KV habe diese Funktion niedergelegt (was allerdings auf der Homepage der Pfarrei bis heute vormittag nicht zu verifizieren war), und der Pfarrer wolle nun künftig nicht mehr an den Sitzungen des PGR teilnehmen.

Der Gemeinde wurde von alledem nichts offiziell bekanntgegeben.

Ein Protokoll der betreffenden Sitzung ist unseres Wissens bis heute nicht bekanntgemacht worden, ob es erst gar keines gab oder wer es „anhält“, darüber kann man nur spekulieren.

Ein Vierteljahr ist vergangen, seit das Gremium (dessen Vorstand offenbar nicht an einen Rücktritt denkt) sich zuletzt getroffen hat. Nun freilich muß es sich nach der „Ordnung für den Pfarrgemeinderat im Bistum Erfurt“ (§ 13) treffen. Daher wurde angeblich für den heutigen Abend eingeladen. Allerdings bloß „informell“, denn der Gemeindeöffentlichkeit wurde die Sitzung entgegen den Vorschriften (§14) weder mündlich in den Gottesdiensten noch schriftlich via Vermeldungen bekanntgegeben.

Diese Tatsachen, die bereits des öfteren mündlich angesprochen wurden, lassen Zweifel daran aufkommen, inwieweit sich dieses Vorgehen noch mit den Anforderungen an einen funktionierenden Pfarrgemeinderat, an funktionierende Gremienarbeit überhaupt, deckt.

Wir möchten eine Diskussion darüber anregen, wie beispielsweise, wenn diese Informationen zutreffen, ein Pfarrer, der künftig an den Sitzungen des PGR nicht mehr teilzunehmen beabsichtigt, in der Lage sein soll, die rechtlich erforderlichen Sitzungsprotokolle freizugeben? Aber das ist nur eine Irritation unter vielen.

Die Grundlagen für eine solche Diskussion finden Sie eben in der „Ordnung für den Pfarrgemeinderat im Bistum Erfurt“ (gültig seit 30. April 2012), die Sie hier nachlesen können.

Abschließend einige den derzeitigen Zustand betreffende Zitate aus der genannten Ordnung:

„I. Auftrag, Aufgaben, Zusammensetzung und Wahl

§ 1 Vorbemerkung

(1) Der Pfarrgemeinderat dient dem Aufbau einer lebendigen Pfarrgemeinde zur Verwirklichung des Heils- und Weltauftrages der Kirche. Er stellt in der konkreten Gemeinde die Sendung aller Glieder der Kirche dar.

(2) Er hat gemäß dem Dekret des II. Vatikanischen Konzils „Apostolicam Actuositatem“ über das Laienapostolat vom 18. November 1965 das Recht und die Pflicht, das Leben in der Gemeinde mitzugestalten und Sorge für alle Gemeindemitglieder zu tragen.

§ 3 Aufgaben

(2) Der Pfarrgemeinderat informiert die Gemeindemitglieder über seine Aktivitäten und nimmt deren Anregungen auf. Er ist Ansprechpartner für ehrenamtlich Engagierte in der Gemeinde und steht den Gemeindemitgliedern für Auskünfte hinsichtlich Einrichtungen, Gruppen und Möglichkeiten zum Engagement zur Verfügung.

III. Ablauf von Sitzungen

§ 13 Einberufung

Der Pfarrgemeinderat tritt wenigstens vierteljährlich zusammen.

§ 14 Einladung und Öffentlichkeit

(1) […] Die Sitzungen sind in den Gemeindevermeldungen bekanntzugeben.

(2) Die Sitzungen des Pfarrgemeinderates sind pfarrgemeindeöffentlich.

§ 16 Sitzungsprotokoll

(1) Über jede Sitzung ist nach Erledigung der Tagesordnung unverzüglich ein Protokoll anzufertigen. Das Protokoll ist nach dem Verlesen von den Mitgliedern zu bestätigen und vom Pfarrer und dem Vorsitzenden zu unterzeichnen. Es gehört zu den amtlichen Akten und unterliegt der kirchlichen Visitation. Das Sitzungsprotokoll ist auf geeignete Weise am Pfarreiort und in den Filialgemeinden zu veröffentlichen.

(2) Im Protokoll sind alle Beschlüsse aufzuführen.“

(Alle Hervorhebungen von uns)

Die Seite Eins, Ein Sketch zum Tag der Pressefreiheit (Vorabend)

Die Seite Eins

Ein Sketch für vier Personen

 

Wundersdorf, Oderbruch. In der Dienstwohnung von Hochwürden Conrad Kneif im katholischen Pfarrhaus. Im Wohnzimmer sitzen Corinna und der Regionalredakteur des Petershagener Boten.

Corinna: Unbedingt! Das muß morgen in der Zeitung stehen.

Der Redakteur: Corinna … Es ist Sonntagnachmittag um halb fünf. Das wird zu knapp. Die Kreisseiten müssen immer als erste fertig sein.

Corinna: Ich will auf Seite Eins!

Der Redakteur: Meinetwegen … obwohl das eigentlich ein bißchen unangemessen ist …

(Corinna blickt ihn mit gespielter Entgeisterung drohend an)

Der Redakteur (rasch): Selbstverständlich! Seite Eins! Aber ich kann jetzt kaum noch mit jemand anderem reden.

Corinna: Mit wem willst du denn noch reden? Ich hab dir doch alles erzählt.

Der Redakteur: Wenn man einen Konflikt schildert, müßte man ja eigentlich schon … die andere Seite … (Corinna verzieht verächtlich-drohend die Miene) oder zumindest jemand aus dem Pfarrgemeinderat?

Corinna (prustet los): Der Pfarrgemeinderat! (schroff) Völlig sinnlos! Von dem habe ich mich abgewandt, der ist also von jeglicher Information abgeschnitten.

Der Redakteur: Naja, von den Informationen aus dem Pfarrhaus, klar. Aber von den Informationen aus der Gemeinde …?

Corinna (kalt): Dafür haben die sich noch nie interessiert. Dafür habe ich schon gesorgt!

Der Redakteur (gibt klein bei): Ok … (blickt auf seinen Notizblock) Ääääähm … Du sagtest, Pfarrer Kneif wollte nicht mit eiserner Faust regieren, sondern freie Entfaltung zulassen … Kannst du dazu noch ein bißchen mehr sagen? – Also: Wer alles konnte sich entfalten?

Corinna (hat wieder Oberwasser): Na, ich konnte mich entfalten. Ich mache doch hier alles. (Sie grinst) Deswegen sitzen wir ja jetzt auch hier. (Sie macht eine wegwerfende Handbewegung) Das wird zu viel, wenn wir das alles aufzählen, die ganzen Bauprojekte … (salbungsvoll) da ich ja jemand bin, dem es wirklich um die Kirche geht, fehlt unserem Gotteshaus äußerlich ja jetzt wirklich gar nichts.

Der Redakteur: Fehlte denn früher etwas?

Corinna: Nö, eigentlich auch nicht. Aber jetzt ist alles neu.

Der Redakteur (notiert): Kirche … äußerlich fehlt nichts …

Corinna: Na, und meine ganzen Ämter und Dienste (eifrig): Am Karfreitag durfte ich sogar den Jesus sprechen – ha! das war mir wie auf den Leib geschrieben (salbungsvoll): „Ich gab dir Gnaden ohne Zahl; du schlägst mich an des Kreuzes Pfahl. O du mein Volk“ … (jovial): Also, ich finde das großartig!

Der Redakteur (schreibt Stichpunkte mit, ein wenig peinlich berührt): Hm. Ja. (wie für sich) … Orgel … Ich notiere mir nur eben ein paar Stichpunkte der Sachen, die du alle gemacht hast. (Blickt auf) Aber du hast recht, das sind viel zu viele Beispiele, das können wir nicht alles aufzählen.

Corinna (schneidend): Um Himmels willen! Das hab ich doch nicht über die Jahre sorgsam geheimgehalten, damit du jetzt einen Artikel draus machst! (Sie beugt sich vor und streckt die Hand aus. Scharf): Reiß das Blatt heraus und gib es mir!

Der Redakteur: Meine Recherchen …

Corinna (unterbricht ihn, scharf): Reiß das Blatt heraus und gib es mir!

Der Redakteur (reißt errötend das Blatt aus dem Notizblock und gibt es ihr): Na gut … hier! … Ein letztes noch: Ich verstehe nicht … wenn mit diesen Erzkonservativen da, wenn mit denen, wie du vorhin sagtest, schon längst überhaupt niemand mehr spricht … warum ist es dann so relevant, was sie sagen?

Corinna (von oben herab): Thorben! Du mußt dich in so einen Pfarrer doch mal hineinversetzen. Er steht immer vor dieser riesigen Gemeinde, weiß, da sitzen Leute, die mich kriti … äh … die ihn kritisieren, und er hat keinerlei Möglichkeiten, sich irgendwie zur Wehr zu setzen! (quatscht den Redakteur zu.) Und die Mitbrüder! Kein Verlaß, sag ich dir! Alle haben sie im Laufe der Zeit die Zustände im Pfarrhaus kritisiert. ‚Conrad, du mußt mal eine Gemeindeversammlung einberufen‘, ‚Conrad, du mußt mit ein paar Leuten reden‘, Conrad hier, Conrad da … der Arme mußte ja irgendwann das Gefühl gekriegt haben, er ist nicht mehr Herr im eigenen Haus!

Der Redakteur (blickt auf): Wo ist Herr Kneif eigentlich jetzt gerade?

Corinna: Ach – dem hab ich gesagt, ich krieg das hier ganz gut ohne ihn hin, für uns – äh, für ihn ist es jetzt ja viel wichtiger, daß er draußen bei den Familien noch ein bißchen nett ist.

Der Redakteur (beugt sich wieder über seine Notizen und brummelt mit): Aaalso nochmal: „… nicht mehr Herr im eigenen Haus“ … (er blickt auf) darf ich dich da zitieren?

Corinna (verächtlich): Thorben! Willst du weiterhin Insiderinfos aus dem Pfarrhaus haben oder nicht? Ich möchte selbstverständlich an keiner Stelle genannt werden!

Der Redakteur (errötend): Gut, dann machen wir das so. (Vorsichtig): Aber vergiß nicht, daß die Pressefreiheit …

Corinna (unterbricht ihn, schneidend): Die Pressefreiheit endet da, wo meine Freiheit beginnt. Das weiß hier jeder! Das haben wir in den Publikationen der Pfarrei konsequent so gehalten und das wird der Petershagener Bote jetzt nicht plötzlich anders handhaben. (drohend) In deinem Artikel darf kein Wort über mich und meine vielfältigen Aufgaben in der Pfarrei fallen! Das lenkt nur vom eigentlichen Problem ab! Verstanden?

***

Nacht ist es über Wundersdorf.

Im nahen Petershagen rattern die Druckmaschinen. Als Hanna und Edith sich zum Frühstück treffen, stolpern sie schon auf der ersten Seite ihrer Lokalzeitung über Artikel und Kommentar, die aus einem ziemlich alltäglichen, ein knappes halbes Jahr in der Zukunft liegenden Vorgang ein Top-Skandal-Thema machen – und das, ohne den eigentlichen Skandal auch nur zu benennen.

Edith (gibt Hanna seufzend die Zeitung zurück): „Conrad, sprach die Frau Mama, du gehst fort und ich bleib da!“

Hanna (nickt): Mhm! Das Zitat geht ja eigentlich andersrum …

Edith: Tja … schön wär’s!

Hanna: In unserer Pfarrei stimmt halt einfach gar nichts mehr!

Edith: Wenn der neue Pfarrer Corinna nicht endlich wieder auf Normalmaß herunterstutzt, war Kneifs Weggang jedenfalls völlig umsonst.

Hanna (nickt): Corinnas Bauernopfer!

 

ENDE

Cornelie Becker-Lamers, Weimar

Gegrüßet seist du, Maria!

Gegrüßet seist du, Maria!

Ein Bild zum Beginn des Marienmonats Mai

 

In Weimar wird die Netzlandschaft ausgebaut. Das bringt es mit sich, daß in etlichen Häusern der Stadt immer mal wieder der Internetzugang lahmgelegt wird. So auch am gestrigen Tag. Wir freuen uns, daß wir zum Beginn des Marienmonats Mai wieder online sind und so wie geplant ein Bild posten können, das so schön zum ewigen Understatement (aka „Demut“) und der wahren Größe der Gottesmutter paßt. Ich habe es im August 2013 in der Erfurter Johannesstraße fotografiert.

Hier ist sie, die „kleine Rose“:

 

Cornelie Becker-Lamers

Haus 'Kleine Rose' (eigenes Bild)

Haus ‚Kleine Rose‘ (eigenes Bild)

 

O, ja! Weimar baut die Netzlandschaft aus – und das wird auch Zeit! PuLa wird, so hoffen wir zuversichtlich, davon profitieren, u.a. von kürzeren Upload-Zeiten. Damit wir in Zukunft noch besser und schneller in der Lage sind, darüber zu berichten, wie das ist: ‚Katholisch in Weimar‘ 😎

Wahrheit und Hoffnung

Am Ende eines Tages, der ein guter Tag war für die Wahrheit, und der die Hoffnung gestärkt hat, mit den Worten des Psalmisten:

Scuto circumdabit te veritas eius * et sub pennis eius sperabis.

(Ps 90, 5a:4b Vg.)

Dem Schilde gleich wird dich Seine Wahrheit umgeben und unter Seinen Schwingen wirst Du hoffen.
(Eigene Übertragung aus der Vulgata)

Veränderungen in der Personalsituation der Pfarrei Herz-Jesu, Weimar

Um der Chronistenpflicht vor allem gegenüber unseren Lesern außerhalb des Bistums zu genügen, weisen wir darauf hin, daß die aktuellen „Vermeldungen“ (hier) seit kurzem (in einer seit der ursprünglichen Veröffentlichung veränderten Version) die Meldung bringen, daß Hw. Pfr. Carsten Kämpf die Pfarrei Herz-Jesu, Weimar zum 31. August d.J. verlassen wird:

„Zum 31.08.2015 wird Pfarrer Carsten Kämpf die Pfarrei Weimar verlassen. Er bereitet sich auf eine künftige Tätigkeit in der Klinikseelsorge im Eichsfeld vor. Neuer Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde „Herz Jesu“ Weimar wird zum 01.09.2015 Diözesanjugendseelsorger Timo Gothe.“

(Die Homepage der Gemeinde weist nach unserer Übersicht hingegen bisher? nicht darauf hin.)

Diese Tatsache wurde Samstagabend beginnend zu den Gottesdiensten verkündet.

Seit heute (13.4.2015)  früh hat auch die Thüringer Presse die Angelegenheit aufgegriffen. In der Weimarer Ausgabe der TLZ (Thüringische Landeszeitung) erschienen heute früh allein drei Beiträge, darunter ein Kommentar. Leider sind diese Beiträge nicht alle (vollständig) online, aber Sie erhalten hier einen guten Eindruck davon, wie die Sache behandelt wird.
Demgegenüber hatte die TA (Thüringer Allgemeine) in ihrer Eichsfeld-Ausgabe nur eine recht knappe Notiz, die aber mit den Fragen, die sie aufwirft, dennoch nicht uninteressant ist, hier.

Wir hatten Anfang der vergangenen Woche bereits Gerüchte gehört, daß dies bevorstehe, aber so etwas hatte es schon oft gegeben und außerdem gehört das Verbreiten von Gerüchten nicht zu unserer Arbeitsweise.

PuLa behält sich eine Reaktion auf Inhalt und Tenor der Zeitungsartikel zum geeigneten Zeitpunkt vor.

Was die Sache selbst angeht, so nehmen wir dankbar und voller großem Respekt Kenntnis davon, zu welch frühem Zeitpunkt sich unser Bischof trotz der vielen Dinge, die seit seiner Amtsübernahme auf ihn einstürmen, den Belangen unserer Pfarrei angenommen und eine Entscheidung gefällt hat.
Öffentliche Kommentare dazu überlassen wir anderen.

Prost Mahlzeit! Eine Scherzfrage zum Osterlachen 2015. Teil 2/2: Auflösung

Prost Mahlzeit!

Eine Scherzfrage zum Osterlachen 2015: Auflösung

In unserem gestrigen Rätsel suchten wir die Antwort auf die Scherzfrage:

Warum kann unser Kaplan nicht nach Ichtershausen wechseln?

 

Die Lösung lautet:

Weil die Leute dort dann mit Messer und Gabel zur Kommunion gehen würden. 😆

Ihre

Cornelie Becker-Lamers

 

 

Prost Mahlzeit! Eine Scherzfrage zum Osterlachen 2015. Teil 1/2: Die Frage

Prost Mahlzeit!

Eine Scherzfrage zum Osterlachen 2015: Die Frage

 

Wie sich mittlerweile herumgesprochen hat, hat es unser Kaplan durch wiederholtes beherztes Auftreten auch in heiklen Situationen geschafft, unserer Pfarrei den Rücken kehren zu dürfen. Er hinterläßt… – aber das wollen wir uns für ein andermal aufbewahren! Wir wünschen ihm jedenfalls in seiner neuen Verwendung alles Gute!

Wie sich ebenfalls herumgesprochen hat, wechselt er nach Bickenriede.

Und nun kommt die Scherzfrage:

Warum kann unser Kaplan nicht nach Ichtershausen wechseln?

Natürlich ist es für Insider leichter, die Antwort zu erraten. Ehrlich gesagt ist die Frage konkret auf unsere Freundin Amei zugeschnitten 😀 . Mit ein bißchen Recherche und dem richtigen Ansatz (es ist eine Scherzfrage!) ist das Rätsel aber auch für unsere Leser im restlichen deutschen Sprachraum ohne weiteres lösbar. Viel Spaß beim Raten und weiter eine frohe Osterzeit!

Ihre Cornelie Becker-Lamers.

Osterlachen 2015, Teil 1: Genuß in Verantwortung

Wer Wein liebt und (deswegen) in der Fastenzeit auf ihn (und allen anderen Alkohol natürlich auch!) verzichtet, der ist vielleicht, wenn die 40 (bzw. 47) Tage zu Ende gehen, noch aufmerksamer, wenn er eine Weinflasche anschaut.

K1024_Geniessen ganz

Obwohl, ich gucke eigentlich immer gern genau hin auf die Rückenetikette, das war, von der Information abgesehen, schon häufig auch richtig amüsant vor allem so manche Übersetzung.
Aber dieses Beispiel finde ich besonders schön:

Weißwein aus Portugal, Rückenetikett (eigenes Bild)

Weißwein aus Portugal, Rückenetikett (eigenes Bild)

Hier noch einmal zur Verdeutlichung im Ausschnitt:

K1024_Geniessen Ausschnitt

Ist das nicht wunderbar?  „Seien Sie verantwortlich und geniessen Sie diesen Wein in Massen“

Vermutlich, weil bei so einem „Trinken in größerer Runde“ weniger für den Einzelnen bleibt, ja? 😉

Nein, wirklich: „Was Sie schon immer über die (sog.!) ‚Neue deutsche Rechtschreibung‘ wissen wollten, aber sich nie zu fragen getraut haben.“
Zum Piepen, oder?

Und in Teil 2 kommen wir nach dem Wein dann zum Brot… 😀

Es ist schon wieder soweit…

Eigentlich sollte man es ja nicht für möglich halten, aber es ist wohl dennoch an dem: Es geht schon wieder die üble Fama um, „böse Menschen“ täten ja alles, um „den Pfarrer loszuwerden“.

Daher nochmals:

Offenkundig kann ich nicht wissen, ob vielleicht irgend jemand in dieser Pfarrei solche Absichten hegt, für PuLa und alle, die sich PuLa verbunden fühlen, kann ich das aber zuverlässig ausschließen. Wir lehnen derartige Umtriebe entschieden ab wie ich bereits vor ca. drei Jahren geschrieben habe:

„Ich habe schon in dem Beitrag „Abschiede“ vom 31. März [sc. 2012, hier] alles Notwendige dazu geschrieben: ‚So etwas (sc. Unterschriftensammlungen gegen oder für einen Pfarrer) hat in der Hl. Mutter Kirche einfach keinen Platz! Bei uns weist der Bischof der Pfarrei ihren Hirten zu und zwar regelmäßig auf Dauer (vgl. CIC can. 522 und can. 538, bes. §1). Und dann haben die beiden eben miteinander auszukommen, der Pfarrer mit seiner Gemeinde und all ihren Mitgliedern – und sie mit ihm. Letztlich ist das ein Ausfluß der hierarchischen Verfaßtheit der Kirche, die ihrerseits auf ihrer apostolischen Legitimation beruht, und darauf, daß der geweihte Priester eben „etwas Besonderes“ ist.‘
Und deswegen kann eine Unterschriftensammlung eben der Legitimität eines rechtmäßig vom Bischof eingesetzten Pfarrers weder etwas hinzufügen, noch kann sie etwas von ihr wegnehmen. Und deswegen würde ich mich an solchen Aktionen auch nicht beteiligen, gleich welche Ausrichtung, pro oder contra, sie haben.

Das Problem, an solchen Aktionen, selbst wenn sie gut gemeint sind, ist, daß sie die Gefahr bergen, verschiedene Modelle der Legitimation zu vermischen, hier eben das katholische, institutionell-hierarchische (vgl. oben) mit dem plebiszitär-mehrheitlichen. Letzteres hat an dieser Stelle in unserer Kirche keinen Raum, anders als im evangelischen Bereich, zu dem insoweit der bestehende Unterschied gerade in unserer Diaspora-Situation auch nicht verwischt werden sollte.

Damit sollte nun aber auch jede Möglichkeit des Mißverstehens beseitigt sein.

GL“

Geschrieben, Samstag, 5. Mai 2012 um 17:16, zu finden hier.

Manchmal denke ich, manche Beiträge müßte man in einer Art Endlosschleife laufen lassen 🙁 ; schade, daß sowas in der Osteroktav notwendig ist…

Aber wir haben auch noch, Moment, drei glaube ich, lustigere Beiträge, Stichwort „Osterlachen“!
Morgen früh geht’s los! 🙂