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Die – heiligen? – drei? – Könige? (1/3)

Notizen zur Darstellungsgeschichte der
„Weisen aus dem Morgenland“

Wenn ich als Kind vor einer Darstellung der „Anbetung der Könige“ stand, hat mich eine Sache immer verstört: Daß da auf dem Bild mindestens ein halb Dutzend Erwachsener in prächtigen mehrlagigen Gewändern um ein Baby herumstanden oder -knieten, das splitternackt an der Erde lag. Und daß die Erwachsenen, die um mich herum standen, manchmal auch noch darauf hinwiesen, daß das arme Jesuskind frieren muß, guck mal!

Aber wenn das Jesuskind doch friert, warum legt denn dann keiner der Erwachsenen einen Umhang ab und wickelt das Kind darin ein?

Also das fand ich wirklich merkwürdig.

Über die Hautfarbe der dargestellten Personen habe ich mir hingegen nie Gedanken gemacht. Weder über die schlohweiße Mutter mit ihrem ebenso hellhäutigen, wohl gar blondgelockten Kind, noch über die individuelle Ausgestaltung der einzelnen Könige. Da haben es Betrachter ja immer leicht: Das Retabel sieht halt aus, wie es aussieht. Um die Art der Darstellung müssen sich die Künstler Gedanken machen; und ikonographische Traditionen mit den Sonderwünschen der Auftraggeber und – insbesondere seit der Renaissance – dem eigenen Interesse am neuartigen Blickfang vermitteln.

Wenn es um die Veranschaulichung von etwas so Neuem wie den Begleitumständen der Geburt des Messias geht, müssen die ikonographischen Traditionen freilich erst herausgebildet werden. Und da ist es angesichts dürrer Angaben im Text („da kamen Weise aus dem Morgenland“ Mt 2,1) sehr hilfreich, wenn Autoren wie Origines schon um das Jahr 200 herum aus der Dreizahl der Geschenke von Gold, Weihrauch und Myrrhe (Mt 2,11) auf drei Gäste schließen. Da die Herren sich ja offensichtlich auf Astrologie verstanden und diese (nach Nebra 😉 ) auch in Babylon zur Blüte gelangt war, erschienen die Besucher Christi auch als medische Priester.

Die Leserichtung ist schon von links nach rechts: Die Magier aus dem Osten mit phrygischen Mützen (Detail aus dem Mosaik „Maria col Bambino attorniata da angeli“, Basilika Sant‘Apollinare Nuovo, Ravenna; datiert auf 526; Quelle: wikimedia commons, User nina-no)

Die Namen freilich variieren noch lange. Während die zweiten Besucher Christi (nach den Hirten) auf obigem Mosaik in Ravenna bereits als Balthasar, Melchior und Gaspar benannt werden, kennt Jacobus de Voragine in seiner „Legenda aurea“ (13. Jh.) zusätzlich eine hebräische und eine griechische Version und hält für uns die Namen Appellius, Amerius und Damascus bzw. Galgalat, Magalat und Sarathin fest. 

Zugleich blieb nicht unbemerkt, daß sich ja auch in der Huldigung durch die Sterndeuter nur erfüllte, was geschrieben stand; hatte doch Jesaja bereits die Könige prophezeit, die kommen würden, um vor dem Herrscher der Welten das Knie zu beugen (Jes 60,3-6), und der Psalmist weiß sogar, wo diese Könige zu Hause sind: In Tarschisch und in Saba (Ps 72,10). Caesarius von Arles (469-542) soll, wie Manfred Becker-Huberti schreibt, diese Lesart festgeklopft haben – und mit den Stichwörtern Tarschisch und Saba haben wir mithin schon im 6. Jahrhundert die Idee, daß einer der Besucher ‚vom anderen Ende der Welt‘ kommt: Das Königreich Saba siedelt man an der Südspitze der arabischen, Tarschisch hingegen im Südwesten der iberischen Halbinsel an: Was rund ums mare nostrum wohnt, heißt das, huldigt dem Friedensfürsten.

Den nächsten wichtigen Hinweis zur Darstellung der drei Magier liefert Beda Venerabilis (674-735), der den drei Herrschern drei Menschenalter zuordnet: 20, 40 und 60 Jahre. Und er lanciert die Idee, tatsächlich alle drei damals bekannten Kontinente rund um das Mittelmeer in den Königen zu repräsentieren. Der jüngste König wird Afrikaner.

Drei Kontinente – drei Altersstufen – drei Geschlechter … oh, wait … wir wollen es ja nicht übertreiben mit der Repräsentation … 😉 Krippenfiguren aus der Marolin-Manufaktur der Richard-Mahr GmbH Steinach/ Thür. Wald (eigenes Bild)

Repräsentanz oder Markierung?

Als in den 80er Jahren die ersten Barbiepuppen aus dunkelbraunem statt rosafarbenem Kunststoff in den Spielwarenläden auftauchten, begriffen wir, daß alle, die sich von diesen Puppen angesprochen fühlen sollten, sich auch in ihnen müßten widerspiegeln können.

Repräsentanz und Exotismus: Seit 40 Jahren stellen Barbiepuppen in Körperfarbe und Kleidung gezielt die unterschiedlichsten Völker und Kulturen dar (Quelle wikicommons, Screenshot zur Ausschnittsvergrößerung; User: Librarygurl)

Dunkelbraune Babypuppen und dunkelbraune Schaufensterpuppen folgten, und im Jahr 2001 überraschte uns der hochpreisige Trachtenladen Stassny in Salzburg mit schwarzen Kindermodels:

„Stassny Trachtenkinder“, Salzburg Getreidegasse, Werbekatalog 2001: „Die Welt ist bunt“ (hieraus die folgenden Bilder)

„Aufrecht Zukunft weisen“ und „Stark Ideen zeigen“: Der Trachtenmodenspezialist – Markenkonnotation: konservativ – bürstet sein Image durch die Einbeziehung schwarzer Kinder in seinen Katalogen auf (eigene Bilder).

Also: Schwarze Figuren – weiße Weste?

Nein!

Es kommt auf die Geschichten an, die die Figuren transportieren. Und da gibt es eben Gestalten wie den Zwarte Piet, den Begleiter des niederländischen Nikolaus, dessen Tradition und heutige Beurteilung die Schafe schon vor gut sechs Jahren einmal von allen Seiten beleuchtet haben. Seit dem 19. Jahrhundert erscheint die eigentlich viel viel ältere Figur als schwarzer Diener des weißen Nikolaus, mit dem er aus dem spanischen Mutterland übers Meer nach Holland segelt. Kritikern dieses alljährlichen Schauspiels wird er zu einem Sinnbild der Unterdrückung dunkelhäutiger Bevölkerung, das die Rollenverteilung zwischen „schwarz“ und „weiß“ zementiert und regelmäßig dazu beiträgt, die Diskriminierung als quasi-natürlich, durch den Diener gutmütig und fröhlich akzeptiert darzustellen.

Hinzu kommt die Verkleidung eines Weißen als Schwarzer, das „black-facing“. Auch dies geht auf Bühnenshows des 19. Jahrhunderts aus den Vereinigten Staaten zurück – Bühnenshows, in denen weiße Schauspieler sich das Gesicht schwärzten und die dunkelhäutige Bevölkerung in der Überzeichnung der ihr angedichteten Stereotype karikierte. Wirklich übel, seit 100 Jahren als rassistisch erkannt, aber erst nach und nach aus der Mode gekommen und inzwischen allgemein verpönt.

Und so ändern derzeit Firmen ihre lange eingeführten Signets, wenn diese als Ausdruck des Alltagsrassismus Kritik geweckt haben. Ein bekannter Hersteller von parboiled Reis etwa will seinen Markennamen modifizieren und die Identifikationsfigur aus dem Firmenlogo nehmen:

In Zukunft ohne „Ben‘s“ Lächeln (Screenshot am 7. Januar 2021 von der Website des Unternehmens)

Auch eine 1852 in Berlin gegründete Schokoladenmarke erfindet ihr Signet neu – und die alte Werbung an Gebäuden wird verhüllt.

Braune Schokolade, weiße Identifikationsfigur: Der neue Sarotti-Magier ersetzt nach 150 Jahren den Sarotti-Mohren, der das Bedienen auch noch im Kindchen-Schema eines übergroßen Turbans verniedlichte (Screenshot am 10. Januar 2021 von der Website des Unternehmens)

 

Fortsetzung folgt morgen

 

Cornelie Becker-Lamers

 

„Gut! Ich singe selber!“

*20+C+M+B+21*

Erinnern Sie sich? Das „Gut! Ich singe selber!“ stammt von unserem Pfarrsekretär und war irgendwann einmal sein Kommentar zur Absage einer Cäcilini-Probe. Diese lebenspraktische Maxime haben wir uns – und vermutlich nicht nur wir, sondern gar viele Menschen im Land – heute zu Herzen genommen, da sich die Sternsinger ja aus lauter Angst vor etwaigen Aerosolen in den Treppenhäusern ihr segensreiches Werk für 2021 selbst untersagt haben. Aber: ein Stück geweihter Kreide hatten wir noch liegen, die Lieder können wir auch (waren schließlich lange genug aktiv mit von der Partie) – und so wußten wir uns zu helfen. Voilà:

„Christus mansionem benedicat“ – oder vielmehr wohl doch eher „Caspar Melchior Balthasar“. Hausgemachter Segen für das begonnene Jahr (eigenes Bild)

 

Cornelie Becker-Lamers

Der Esaias/LXX-Post-Adventskalender, Epiphanias

Und Könige werden zu deinem Licht ziehen und Völkerschaften zu deinem Glanz. Erhebe deine Augen ringsum und sieh: Versammelt sind deine Kinder! Siehe, es kommen alle deine Söhne von weit her, und deine Töchter werden auf Schultern getragen werden.
Dann wirst du sehen und dich fürchten und außer dir sein in deinem Herzen, weil der Reichtum des Meeres und  der Völkerschaften und Völker dir zufließen wird. Und es werden zu dir kommen Herden von Kamelen, und die Kamele von Madiam und Gaiphar werden dich überziehen; sie alle werden von Saba kommen mit Gold und werden Weihrauch bringen und das Heil des Herrn froh verkünden.
(Jes 60,3-6)

Et ambulabunt gentes in lumine tuo, et reges in splendore ortus tui.
Leva in circuitu oculos tuos, et vide: omnes isti congregati sunt, venerunt tibi; filii tui de longe venient et filiæ tuæ de latere surgent.
Tunc videbis, et afflues; mirabitur et dilatabitur cor tuum: quando conversa fuerit ad te multitudo maris; fortitudo gentium venerit tibi.
Inundatio camelorum operiet te, dromedarii Madian et Epha; omnes de Saba venient, aurum et thus deferentes, et laudem Domino annuntiantes.

 

Als aber Jesus geboren war in Bethlehem der Judaia in Tagen Herodes, des Königs, siehe, Magier von Osten kamen nach Hierosolyma, sagend: Wo ist der neugeborene König der Judaier? Denn wir sahen seinen Stern im Osten, und wir kamen, ihm zu huldigen.
Die aber, hörend den König, gingen weg; und siehe, der Stern, den sie sahen im Osten, ging ihnen voran, bis kommend er darüber stand, wo das Kind war.
Sehend aber den Stern, freuen sie sich mit großer Freude sehr. Und kommend in das Haus, sahen sie das Kind mit Maria, seiner Mutter, und (nieder)fal lend huldigten sie ihm, und öffnend ihre Schatzbehälter, darbrachten sie ihm Geschenke, Gold und Weihrauch und Myrrhe.
(Mt 2,1f.-9-11)

Der Prophet Jesaja in der Sixtinischen Kapelle (abfotografierte Karte eines lieben Freundes)

 

Gerne würde ich Sie auf eine von mir besonders geliebte Formulierung im lateinischen Text aufmerksam machen, die “inundatio camelorum”. In-undatio leitet sich von unda, der Woge/Welle, bzw. dem Wasser ab und heißt also eigentlich “Einwogung/Überwellung”, bzw. etwas freier “Überschwemmung”. Das finde ich ein wunderbares Sprachbild, das obendrein auf Latein auch noch eine tolle Sprachmelodie ergibt.
Wir haben ja auf PuLa schon so einige Kommentare zum Latein im kirchlichen Gebrauch erhalten, “herausragend” die Bemerkung, “dadurch wird es nicht heiliger”…
Diesen Leuten sei gesagt, doch, wird es (und warum, das werden wir auch noch einmal schreiben) und schön ist es außerdem. Wer das nicht spürt, sollte schlicht an sich arbeiten und denjenigen dankbar sein, die ihm das Kennenlernen erleichtern. 

 

Gereon Lamers

Candle with hair

…oder candles with hair? Oder sollte es eigentlich Candle with hare heißen? Aber wo wäre er dann? Ach, es ist nicht einfach, mit den Schüttelreimen… 😉

Allen PuLa-Leserinnen und -lesern wünschen wir von Herzen (und mit nur minimaler Verspätung) eine

Frohe und gesegnete Weihnachtszeit!

(die schließlich noch lang genug dauert!)

 

Wachsgewordener Schüttelreim (eigenes Bild)

Gereon Lamers

Der Esaias/LXX-Post-Adventskalender, Tag 2

Und Könige werden zu deinem Licht ziehen und Völkerschaften zu deinem Glanz. Erhebe deine Augen ringsum und sieh: Versammelt sind deine Kinder! Siehe, es kommen alle deine Söhne von weit her, und deine Töchter werden auf Schultern getragen werden. Dann wirst du sehen und dich fürchten und außer dir sein in deinem Herzen, weil der Reichtum des Meeres und der Völkerschaften und Völker dir zufließen wird. Und es werden zu dir kommen Herden von Kamelen, und die Kamele von Madiam und Gaiphar werden dich überziehen; sie alle werden von Saba kommen mit Gold und werden Weihrauch bringen und das Heil des Herrn froh verkünden.
(Jes 60,3-6)

Et ambulabunt gentes in lumine tuo, et reges in splendore ortus tui.
Leva in circuitu oculos tuos, et vide: omnes isti congregati sunt, venerunt tibi; filii tui de longe venient et filiæ tuæ de latere surgent.
Tunc videbis, et afflues; mirabitur et dilatabitur cor tuum: quando conversa fuerit ad te multitudo maris; fortitudo gentium venerit tibi.
Inundatio camelorum operiet te, dromedarii Madian et Epha; omnes de Saba venient, aurum et thus deferentes, et laudem Domino annuntiantes.

Der Esaias/LXX-Post-Adventskalender, Tag 1

Ein Rind erkennt den Erwerber und ein Esel die Krippe seines Herrn; Israel aber hat mich nicht erkannt, und das Volk hat mich nicht verstanden.
(Jes 1,3)

Cognovit bos possessorem suum, et asinus præsepe domini sui; Israël autem me non cognovit, et populus meus non intellexit.

Der Esaias/LXX-Adventskalender, Tag 24

Denn ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns sogar geschenkt, auf dessen Schulter die Herrschaft gelegt wurde und dessen Name lautet “Erstaunlicher Ratgeber, starker Gott, Fürst des Friedens, Vater der kommenden Welt”.
(Jes 9,6)

Parvulus enim natus est nobis, et filius datus est nobis, et factus est principatus super humerum ejus: et vocabitur nomen eius, Admirabilis, Consiliarius, Deus, Fortis, Pater futuri sæculi, Princeps pacis.

 

Und sie gebar ihren Sohn, den erstgeborenen, und sie wickelte ihn und legte ihn nieder in einer Krippe, weil nicht war für sie ein Platz in der Unterkunft.
(Lk 2,7)

Der Esaias/LXX-Adventskalender, Tag 23

Leuchte, leuchte, Jerusalem, denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des Herrn ist über dir aufgegangen!
Siehe, Finsternis und Dunkel werden die Erde verhüllen über die Völkerschaften hin; über dir aber wird der Herr erscheinen, und seine Herrlichkeit wird über dir sichtbar sein.
(Jes 60,1f.)

Surge, illuminare, Jerusalem, quia venit lumen tuum, et gloria Domini super te orta est.
Quia ecce tenebræ operient terram, et caligo populos; super te autem orietur Dominus, et gloria eius in te videbitur.

 

Wieder nun redete zu ihnen Jesus, sagend: Ich bin das Licht der Welt; der mir Folgende geht gewiß nicht umher in der Finsternis, sondern er wird haben das Licht des Lebens.
(Joh 8,12)

Der Esaias/LXX-Adventskalender, Tag 22

Dieser trägt unsere Sünden und leidet um unsertwillen. Und wir urteilten über ihn, daß er in Not, unter einem Unglücksschlag und im Elend sei.
Er aber wurde verwundet um unserer  Gesetzlosigkeiten willen und ist gebrechlich gemacht um unserer Sünden willen: Unsere Erziehung zum Frieden ruht auf ihm, durch seine Strieme wurden wir geheilt. Wir alle gingen wie Schafe in die Irre, jeder Mensch ging auf seinem Weg in die Irre; und der Herr übergab ihn für unsere Sünden.
(Jes 53, 4-6)

Vere languores nostros ipse tulit, et dolores nostros ipse portavit; et nos putavimus eum quasi leprosum, et percussum a Deo, et humiliatum.
Ipse autem vulneratus est propter iniquitates nostras; attritus est propter scelera nostra: disciplina pacis nostræ super eum, et livore ejus sanati sumus.
Omnes nos quasi oves erravimus, unusquisque in viam suam declinavit: et posuit Dominus in eo iniquitatem omnium nostrum.

 

Der unsere Sünden selbst hinauftrug an seinem Leib auf das Holz, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben, durch dessen Striemen ihr geheilt wurdet. Denn ihr wart wie irrende Schafe, aber ihr wandtet euch jetzt hin zum Hirten und Aufseher eurer Seelen.
(1 Petr 2,24f.)

Der Esaias/LXX-Adventskalender, Tag 21

Jakob, mein Knecht, ich werde an ihm festhalten, Israel, mein Erwählter, angenommen hat ihn meine Seele. Ich habe meinen Geist auf ihn gegeben, Recht wird er den Völkerschaften hinausbringen.
Er wird nicht schreien und nicht seine Stimme erheben, und seine Stimme wird draußen nicht gehört werden.
Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen, und einen qualmenden Docht wird er nicht auslöschen, sondern in Wahrheit wird er Recht hinaus bringen.
Er wird aufleuchten und nicht zerbrochen werden, bis er auf Erden Recht eingesetzt hat; und auf sein Gesetz werden Völkerschaften hoffen.
(Jes 42,1-4)

Ecce servus meus, suscipiam eum; electus meus, complacuit sibi in illo anima mea:
dedi spiritum meum super eum: judicium gentibus proferet.
Non clamabit, neque accipiet personam, nec audietur vox ejus foris.
Calamum quassatum non conteret, et linum fumigans non extinguet: in veritate educet judicium.
Non erit tristis, neque turbulentus, donec ponat in terra judicium; et legem ejus insulæ exspectabunt.

 

Und siehe, eine Stimme aus den Himmeln, sagend: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen fand.
(Mt 3,17)