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Erntedank!

Vorzüglich vorgezogen

Eigentlich feiert man Erntedank ja am letzten Septemberwochenende. Oder sogar erst am ersten Oktoberwochenende. Sagte auch Pfarrer Riethmüller, der heute in Herz Jesu Weimar ein Hochamt zelebrierte, das ganz im Zeichen des Erntedankfestes für Kinder stand. Mit Erntetanz um die vollen Körbe in der Vierung. Mit großen Weltkarten und Fürbitten lesenden GrundschülerInnen. Und mit ein wenig besonderem Musikprogramm: Einem Satz für Violine, zwei Flöten, Horn und Orgel des inzwischen auch im Gotteslob angekommenen „Morning has broken“ – einem Satz, der immer wieder Touristen, die in Herz Jesu die Messe mitfeiern, aus der Reserve lockt und kleine Gespräche anregt. (Heute war dies z.B. ein Berliner Organist, im vergangenen Jahr Kantoren aus Stralsund, die sich sogar die Noten haben zusenden lassen und den Satz demnächst bei sich zuhause zu Gehör bringen werden.) Ein damals 13jähriger Schüler aus Erfurt, Lorenz Mittag, hat das Stück gesetzt und seine ehemalige Lehrerin, Frau Mende bringt dieses wie andere Lieder unermüdlich unter die Leute.

Das alles also haben wir heute ein bis zwei Wochen vorgezogen, denn am kommenden Wochenende feiert Herz Jesu Weimar Kirchweih – und dann sind schon Herbstferien und viele Kinder auf Reisen. Deshalb: Eins nach dem andern.

Wir möchten uns mit zwei Fotografien der vorgezogenen Feier anschließen und von einem Dörrautomaten erzählen, den mein Mann sich unlängst zugelegt hat. Heimisches Obst, insbesondere Äpfel, liest er grundsätzlich bei Spaziergängen auf oder pflückt am Wegesrand, was offenbar niemand haben will. Im Herbst ißt er die Äpfel frisch, im Winter getrocknet und im Frühjahr verzichtet er komplett, um sich um so mehr auf die neue Ernte und den ersten frischen Apfel im neuen Sommer zu freuen – eine klassische Fastenstrategie. Da er durch seine Sammlungen vor der Haustür der Überlegung enthoben ist, ob nun die hälbjährige Kühlhaus-Lagerung Südtiroler Erntegutes oder die Verschiffung Neuseeländischer Äpfel um die halbe Welt mehr CO2 verbraucht – und was folglich zu kaufen sei –, trägt er sich seit langem mit dem Gedanken, diese Trocknung der Früchte ein wenig zu professionalisieren. Durch einen Dörrautomaten nämlich.

Das ganze Ding ist schon rein ästhetisch eine Freude. Die entkernten, feingehobelten Apfelscheiben liegen etagenweise auf feinen Gittern sechs Stunden lang bei 60°C und schmecken nach der Trocknung so unglaublich viel süßer als das frische Stück. Es ist phänomenal! Wirklich vorzüglich! Eine Geschmacksprobe können wir Ihnen auf PuLa leider nicht liefern, aber zwei vorher – nachher Fotos habe ich gemacht:

Die Apfelringe im kleinen heimischen Dörrautomaten vor und nach ihrer Trocknung (eigene Bilder)

PuLa wünscht allen, die ihre Umzüge und Feierlichkeiten noch vor sich haben, frohe Erntedankfeste!

Cornelie Becker-Lamers

PS: Na, das ist ja so gerade nochmal gutgegangen, mit dem OCC (dem obligatory catholic content), bei diesem sehr typischen Blog-Posting im Sinne des Tagebuchs 😉 Ich weiß nicht, ob ich so ausführlich über das kleine Gerätchen, und das, was damit zusammen hängt, hier geschrieben hätte, aber es stimmt alles und macht wirklich Spaß!
Über das Stichwort „Tanz“ im Rahmen einer Hl. Messe will ich jetzt mal nichts gesagt haben 🤨, außer der Bemerkung, daß es sich mir nicht erschließt, warum man Kinder an etwas gewöhnen, bzw. sie auch nur gedanklich mit etwas vertraut machen sollte, das der christlichen Liturgie einfach fremd ist. Ich kann das nicht sinnvoll finden und rege an, auch Kindertänze künftig nicht mehr in diesem Rahmen stattfinden zu lassen!

Gereon Lamers

Ein Trackback/Pingback

  1. Pulchra ut Luna › Die Allerheiligenfeier on Samstag, 2. November 2019 um 21:42

    […] einfachen Bevölkerung gewesen ist. Honig gab es und Dörrobst (gekauft, da wir unseren eigenen Dörrapparat ja noch nicht besaßen 😉), dazu Äpfel, Weintrauben und selbstgebackene kleine […]

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