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Gold-Kehlchen

Der Kinder- und Jugendchor am Erfurter Domberg gastiert in Weimar

Das war es also: Das „O salutaris Hostia“ von Ēriks Ešenvalds (*1977) brachten die Erfurter Kinder und Jugendlichen im letzten thematischen Abschnitt ihres gut 70minütigen Konzerts

„Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt“

am heutigen Sonntag nachmittag in der Weimarer Herz Jesu Kirche zu Gehör. Meine Tochter hatte es gehofft – hatte sie das Stück doch schon beim pueri-cantores-Chorfest

„Ist sonst noch ein Chor aus unserem Bistum?“ Katholisch in Weimar

kennengelernt, als die Erfurter über das damalige Programmheft hinaus an jenem 5. Mai genau dieses Lied gesungen hatten – und sie hatte es sofort ins Herz geschlossen.

Kein Wunder – hören Sie mal:

Schon beim Auftritt beeindruckten die (wenn ich richtig gezählt habe) 32 Mädchen und 4 Knaben des mehrstimmigen Chors für gleiche Stimmen durch ihre Chordisziplin und die unaufgeregte einheitliche Kleidung, die sie als Gruppe wiedererkennbar identifizierbar macht. Diese Disziplin war auch Grundlage für Auftrittsformationen, in denen die Zuhörenden überraschend im Laufe des „Da pacem domine“ von Martina van Lengerich (*1964) von den Jugendlichen umrundet wurden und sich plötzlich inmitten der Musik wiederfanden. Von diesem Stück habe ich sogar ein Video des Dombergkinderchores gefunden, aufgenommen im Achteckhaus Sondershausen. (Da es sich also vermutlich um einen Beitrag zur Teilnahme am Wettbewerb Jugend musiziert handelt, konnten die Jugendlichen das mit dem Rumlaufen damals natürlich nicht machen.)

Intonatorisch sicher zeigten sich die Sängerinnen und Sänger bei sekundreibungsreichen Stücken wie „My Lord! I cry“ von Kurt Bikkemberg (*1963). Ein recht flott angestimmtes „Hebe Deine Augen auf“ von Mendelssohn rundete als Zugabe das Programm ab.

PuLa wünscht dem Chor alles Gute auf seiner bevorstehenden Sommerreise.

Cornelie Becker-Lamers

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