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Blattsalat …

Blattsalat …

… soll laut „Frag Caesar“ die Übersetzung von „Cäcilia“ sein. Caecilia, caeciliae, caeciliae, caeciliam, caecilia (Vocativ, also: Oh, Blattsalat! 😉 ) und nicht zu vergessen caeciliae (Lokativ: Blattsalat als Ortsangabe). Am besten, wir fragen Caesar in diesem Falle nicht – es sei denn, die Assoziation zu Rapunzel stimmt uns hier milde. Nein! Ich neige entschieden eher der Deutung des Namens als „Die Blinde“ (von caecus, blind) zu, wie sie das Heiligenlexikon angibt. Wer nicht sieht, hört bekanntlich meist umso besser, und Cäcilia ist schließlich die Heilige der Kirchenmusik. Unseren ersten von mittlerweile sage und schreibe einhundertneun mitunter mehrteiligen publizierten Sketchen (die unveröffentlichten nicht mitgezählt) haben wir eingedenk der Heiligen Cäcilia verfaßt

Heilige Cäcilia, oder: Der Haushalt und die Kirchenmusik (Sketch des Monats)

– das ist jetzt fünfeinhalb Jahre her. Zeit, ihr zu ihrem heutigen Gedenktag einmal wieder einen inhaltlichen Beitrag zu widmen.

Wir freuen uns, daß die Homepage von Herz-Jesu Weimar  jetzt täglich auf eine(n) Tagesheilige(n) verweist, die heute natürlich Cäcilia hieß. Eine Fülle schöner Musik ist ihr gewidmet worden und auf die Ode von Henry Purcell (1659-95) möchten wir heute verlinken. Sie ist mehrere Male auf YouTube zu finden, ich habe mich für folgende Einspielung unter Marc Minkowski entschieden.

Enjoy:

Die Ode ist hier vollständig wiedergegeben, im Gegensatz zu etlichen Teileinspielungen. Folgende Wiedergabe lediglich der ersten beiden Teilstücke allerdings ist mit einer Fülle schöner Gemälde der Heiligen unterlegt und unter diesem Aspekt lohnend:

Unverzichtbar bei alledem ist der Text mit einer Fülle von Links, die die reichen mythologischen Hintergründe des Gedichtes von Nicholas Brady ein wenig zu erhellen hilft.

Woran erinnert uns der Tag noch? Natürlich daran, daß heute vor zwei Jahren die Amtseinführung von Bischof Ulrich die zweijährige Sedisvakanz im Bistum Erfurt beendete. Da der neue Bischof in seiner Antrittsrede anläßlich des Gedenktages ausdrücklich und mehrfach auf die Heilige der Kirchenmusik abhob, haben die Cäcilini sich wenige Tage später erlaubt, ihn mit einem kleinen musikalischen Gruß willkommen zu heißen, was wiederum der Bischof sehr freundlich mit einem handgeschriebenen Satz auf dem standardisierten Dankesschreiben erwiderte. Ein guter Bischof sucht nach dem ganzen Bild, nach Ausgleich und gerechtem Urteil. „Die Kirchenmusik ist eine ganz besondere Sprache des Glaubens, weil sie unmittelbar das Herz anspricht. Lassen wir uns von all diesem großartigen Bemühen, den Glauben zur Sprache zu bringen, ermutigen, Salz der Erde und Licht der Welt zu sein“, endete die Antrittsrede.
Danke, Herr Bischof!

 

Cornelie Becker-Lamers

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