Zurüruck zum Inhalt

Fundstück

Wenn man so still (wenn auch nicht immer still-vergnügt…) vor sich hinblogt und sich gelegentlich aufgrund eigenen Erlebens und folgenden Nachdenkens auch als theologisch Fachfremder zu verallgemeinernden Sätzen aufschwingt, dann kann es ja passieren, daß man sich hinterher die bange Frage stellt, ob das denn auch wirklich alles seinen guten Sinn hatte?

Wieviel einfacher sind da doch die eher „journalistischen“ Beiträge, wo es bloß um sorgfältige Recherche und ordentliches Hinschreiben geht! (wie vor kurzem hier, z.B.) 🙂

Um so mehr freut man sich dann, wenn man aus berühmtem Munde Gedanken liest, die einem sozusagen vertraut vorkommen. Aber folgendes Zitat hat auch ganz unabhängig von meiner Beruhigung jede Verbreitung verdient:

„Konkrete Kirche als solche kann sich nicht als einen Teil verstehen, der in ein umfassendes Ganzes synthetisiert werden müßte. Die Catholica kann gewiß in ihren empirischen Gliedern gewisse ihrer Aspekte halb vergessen, stark vernachlässigt haben, sie kann aber nicht von außen her einen Zuwachs ihrer inneren Fülle erwarten oder erhoffen. Sie kann sich nur daran erinnern lassen, daß sie das, was man ihr scheinbar von außen anbietet, immer schon gewußt hat. (1 Joh 2, 21 und 27; Jud 5)“

Hans Urs v. Balthasar, Anspruch auf Katholizität, in: Ders., Pneuma und Institution, Skizzen zur Theologie IV, Einsiedeln 1974, 61 – 116; 67

Tja, wenn wir stärker erfüllt von diesem Bewußtsein aufträten, manche Probleme erledigten sich ganz von selbst!

Hier die Bibelstellen, auf die v. Balthasar Bezug nimmt:

Zwar wißt ihr alles ein für alle Mal; aber ich will euch dennoch daran erinnern: Obwohl der Herr das Volk aus Ägypten gerettet hatte, hat er später alle vernichtet, die nicht glaubten. (Jud 1, 5)

Ich schreibe euch nicht, daß ihr die Wahrheit nicht wißt, sondern ich schreibe euch, daß ihr sie wißt und daß keine Lüge von der Wahrheit stammt. (1 Joh 2, 21)

Für euch aber gilt: Die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch und ihr braucht euch von niemand belehren zu lassen. Alles, was seine Salbung euch lehrt, ist wahr und keine Lüge. Bleibt in ihm, wie es euch seine Salbung gelehrt hat. (1 Joh 2, 27)

Bezeichnenderweise alles Abschnitte, die sich mit dem Auftreten von Irrlehrern befassen.

(Wer sich unwahrscheinlicherweise die Mühe machen will nachzuvollziehen, welche eigenen Texte ich oben meinte: hier und hier)

 

Einen Kommentar schreiben

Ihre Email wird NIE veröffentlicht oder weitergegeben. Benötigte Felder sind markiert *
*
*

*