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Dank-Gedanken

Pünktlich zum achten PuLa-Geburtstag flatterte der Redaktion am letzten Dienstag, 26. März, doch tatsächlich ein kleines Geschenk ins Haus! Wer hätte das gedacht! In Form nämlich eines Briefes, der sich wortlos, aber zeichenreich mit dem unlängst erschienenen Text „Museum. Konjunktiv“ auseinandersetzt. Das hatte ja – allerdings sehr wortreich und dafür zeichenarm – eine Bloggerkollegin schon sehr schön getan, gleich am Folgetag des Erscheinens, und hatte unseren Text weitergedacht (vgl. den Kommentarbereich des Beitrags):

Es gibt ja auch eine lange Nacht der Kirchen, oder? Wenn der Pfarrer darauf hingewiesen hätte und versprochen hätte, daß dann die Chöre zum Einsatz kämen, und wenn er ihnen außerdem für diese Idee gedankt hätte und gesagt hätte, sie haben seine ganze Unterstützung, und wenn er dann vielleicht noch die Idee gehabt hätte, zu sagen: Ach was, machen wir beides – und bei der Museumsnacht machen wir ein Schild an die Kirchentür: „Kein Museum – trotzdem offen“, ja dann wäre das richtig gut geworden und hätten alle was davon.

Der neue Brief nun reproduzierte unseren Originaltext und enthielt weitere PuLa-Bezüge, nutzte nämlich exzessiv das im November 2015 erfundene und am 10. September 2016 im Beitrag „Platz da!“ erstmals – aber inzwischen seit langem schon nicht mehr – vergebene „Timoticon“. Ja – der Brief denkt das kleine Grinsgesicht sogar weiter und erfindet ein „Antimoticon“ mit Schmollmund. (Aus Emoticon wurde „Timoticon“ und nun das „Antimoticon“. Vielleicht kann man die Wortkette weiterspinnen und demnächst ein „Sieh-an!-Timoticon“ vergeben 😉 ?) Zu Beginn des Briefes, der den Anfang unseres Textes wiedergibt:

Zur Langen Nacht der Museen singen wir geistliche Lieder
und machen Musik, sagen zwei Gruppen der Pfarrei.
Das gibt’s nicht, sagt der Pfarrer: Die Kirche ist kein Museum.
Sie bleibt in dieser Nacht geschlossen und ist nicht auf.

Was für eine vielversprechende Positionierung.

Denn das kann ja nur heißen, unser Pfarrer will sich
nun verstärkt um die Kinder- und Jugendseelsorge kümmern.

werden ganze 20 Timoticons abgedruckt. Waschechte, quittegelbe Timoticons. Fragen Sie mich nicht, wie das gegangen ist – ich weiß es nicht: Mit Farbdrucker und Kopierer, Schere und Klebestift? Oder mit trickreicher digitaler Bildbearbeitung? Irre aufwendig jedenfalls! Vielen lieben Dank für den lustigen Anblick!

Der Inhalt des zweiten Teils unseres Textes:

Denn wenn einer nicht für Nachwuchs sorgte bei den Kinderchören,
weil er meinte, wenn der Kinderchor eingeht, sei das kein Beinbruch,
und wenn er den Jugendchor eingehen ließe,
weil ihm egal wäre, wo die Jugendlichen Musik machen
und wenn er die Pfarrjugend einschlafen ließe, so daß
wenn man Glück hat, drei bis fünf Teilnehmer sich einfänden,
weil er den Mädchen, die ihm zum Amtsantritt
40 statt 4 Jugendliche zusammengetrommelt haben,
jegliche Unterstützung für die wöchentlichen Treffen versagte,

wenn einer so die Kinder- und Jugendseelsorge vernachlässigte,
dann wäre ja in zwanzig Jahren ein Museum
das beste, was man aus seiner Kirche noch machen könnte.

wird mit 20 neu erfundenen „Antimoticons“ kommentiert. Wie die „Antimoticons“ – in Farbe und Anlage (kleiner Hut, Collarkragen) identisch, aber eben mit umgedrehtem Mund – aufs Papier kommen, ist mir vollends unvorstellbar. Aber egal – sie sind drauf!

Wir freuen uns über unsere so treue Leserschaft, die offenbar mit Kopf und Herz, Witz und Verstand liest, mit- und weiterdenkt. Deshalb wüßten wir auch zu gern, bei wem wir uns für dieses schöne Geschenk bedanken dürfen. Daher unsere Bitte: Wenn Sie sich schon so viel Mühe geben und einen so aufwendigen Brief anfertigen, frankieren und zur Post bringen – dann vergessen Sie bitte nicht Ihre Unterschrift. Lassen Sie uns wissen, wer Sie sind und mit wem wir vielleicht nach der nächsten Messe ein Gespräch zum Thema anknüpfen können.

Herzlichen Dank!

Cornelie Becker-Lamers & Gereon Lamers

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