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Der Adventskalender mit den Cäcilini, Tag 1: Atta unsar

9 Sic ergo vos orabitis : Pater noster, qui es in cælis, sanctificetur nomen tuum.
10 Adveniat regnum tuum ; fiat voluntas tua, sicut in cælo et in terra.
11 Panem nostrum cotidianum da nobis hodie,
12 et dimitte nobis debita nostra, sicut et nos dimittimus debitoribus nostris.
13 Et ne nos inducas in tentationem, sed libera nos a malo.
Quia tuum est regnum et potestas et gloria in saecula. Amen.
Mt 6, 9-13

Ihr sollet daher also beten: Vater unser, der du bist im Himmel! Geheiliget werde dein Name!
Zukomme uns dein Reich! Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden!
Gib uns heute unser tägliches Brod.
Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Uebel.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit. Amen

Die, wie ich finde, herrlich durchgeknallte Idee, das Vaterunser in Gotisch zu vertonen, konnte mich, als es soweit war, nicht mehr wirklich überraschen, hatte mein liebes Ehegesponst doch schon seit unseren frühesten gemeinsamen Tagen immer mal wieder mit so einem gewissen Leuchten in den Augen von Bischof Wulfila geredet… Als Historiker sage ich nur: Die (Alt-) Philologen sind einfach die Härtesten, da können wir uns nur verstecken… 😉

Nun, wie dem auch sei, der Erfolg gibt ihr recht! Seit ein sympathischer amerikanischer Mensch aus dieser Kategorie mit der treffenden Selbstbezeichnung: „Ancient Literature Dude“ (also etwa: „Der Kerl, der auf alte Literatur abgeht“) das Video sehr früh entdeckte (er muß also wohl danach gesucht haben…) und ihm einen Daumen nach oben und einen netten Kommentar spendierte, geht die Klickzahl auf YouTube stetig nach oben.
Wie viele Krypto-Gothen gibt es eigentlich da draußen?! 😯
Bloß mal gut, daß es sich jedenfalls um christliche Gothen handelt, wie? 🙂

PuLa wünscht einen gesegneten ersten Advent!

Gereon Lamers

PS: Kenner werden es bemerkt haben, da ist zum Ende des Gebets die Doxologie unmittelbar angeschlossen entsprechend der unserem Übersetzer-Bischof vertrauten Textgrundlage und Praxis. Es dürfte hier auf PuLa wohl höchst überflüssig sein, erneut darauf hinzuweisen, daß dies selbstverständlich keine Rechtfertigung sein kann, den Embolismus wegzulassen! Leider geschieht dies auch in Herz-Jesu-Weimar doch trotz insgesamt seit Ende 2015 eingetretener Verbesserung, nach wie vor immer mal wieder. Es ist und bleibt unerlaubt und falsch!

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