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Keine Sorge!

Keine Sorge!

Madonna verschwunden – Erklärung gefunden

Wer wie ich unsere Marienfigur besonders gern hat und sie allsonntäglich und zuweilen auch unter der Woche einmal aufsucht, um ein kurzes Gebet zu sprechen, dem könnte der Schreck in die Glieder fahren, wenn er in dieser Weihnachtszeit erstmals unsere Pfarrkirche betritt.

Denn die Madonna, kaum daß sie ihren Platz mit Wirkung vom 19. November 2017 der restaurierten Elisabeth geräumt hat und milde lächelnd (o clemens, o pia!) auf ihren angestammten, wenn auch derzeit noch etwas luftigen Platz im linken (bei uns: südlichen) Seitenschiff zurückgekehrt ist, ist von dort wieder verschwunden.

Herz-Jesu-Weimar, südliches Seitenschiff, Zustand ab 19.XI.2017 (eigenes Bild)

Ja, wirklich, sie ist weg. Ich habe es auch gesehen. Man schaut noch etwas unsicher auf den dichten Tann (Anm. der Redaktion: Eigentlich eher ‘Ficht’), der, wo sie sonst stand, nun die Kulisse zu Krippe und Stall abgibt, ob die Zweige die Figur vielleicht nur verdecken, Madonna-im-Rosenhag-mäßig. Aber nein. Sie ist nicht mehr da. Und nachdem ich an sachkundigster Stelle nachgehört hatte, ob ich etwa eine Notiz darüber in den Vermeldungen überlesen hätte (was nicht der Fall ist), dachte ich, ich will doch ganz knapp auf PuLa darüber schreiben. Denn die Sache geht ja alle diejenigen an, die diese Figur lieben.

Herz-Jesu-Weimar, südliches Seitenschiff, Zustand am 24.XII.2017 (eigenes Bild)

Die Reihenfolge der Entscheidungen war nicht ohne weiteres zu rekonstruieren – ob nun die Madonna weichen mußte, weil die Krippe aufgebaut wurde und man dann entschied, sie in die Restaurierung zu geben, oder ob sie ohnehin in die Restaurierung sollte und man deshalb in aller Ruhe die Krippe aufbaute, als sei das Seitenschiff noch kahl. Das klang bei jedem der vier Befragten ein wenig anders. Fest zu stehen scheint mir, daß unsere Marienfigur der Elisabeth und dem Bonifatius in eine Erfurter Restaurierungswerkstatt nachfolgen (soweit ich gehört habe, Anfang Januar) und von dort einen Monat später zurückzuerwarten sein wird.

Heißt: Zu Ende der Weihnachtszeit ist die Madonna wieder da. Und wieder im Seitenschiff. Nur noch schöner. (Wer die Elisabeth verstaubt vom Treppenabsatz des Kindergartens her kennt und sich nun an ihrem blendend weißen Schultertuch nicht sattsehen kann, darf sich schon mal ausmalen, wie die Maria im Februar aussehen wird.)

Ob das bedeutet, daß nun alle Figuren des Seitenaltars, die ja, wie wir seit der Ausstellung zum 125jährigen Kirchweihjubiläum Ende September 2016 wissen, sämtlich noch vorhanden und in gutem Zustand sind, konnten mir leider auch diejenigen nicht beantworten, die es eigentlich wissen müßten.

Wie auch immer: Keine Sorge, die Maria kommt zurück – und bis nächstes Jahr haben sich die Verantwortlichen sicherlich überlegt, wo und wie sie die Krippe aufbauen, ohne die Madonna jedes Mal verräumen zu müssen. Und vielleicht hat ja sogar die Gemeinde bis dahin erfahren, was mit ihren Heiligenfiguren geplant ist. Denn das geht schließlich alle an, die diese Figuren lieben.

Cornelie Becker-Lamers, Weimar

Fürwahr, das tut es! Immerhin, so möchte ich hinzufügen, mit der Krippe ist ja “eine Maria da”, aber so ein Hin und Her kann natürlich keine dauerhafte Lösung darstellen. Aber auf der Grundlage ganz frischer Erfahrung glaube ich, wir müssen uns keine Gedanken machen! Diese ‚frische Erfahrung‘, das ist die Messe zum vierten Advent, heute um 10.00 Uhr, die das Thema Menschwerdung und damit notwendigerweise die MutterGottes vor allem aber nicht nur im Rahmen der sehr guten Predigt von Hw. Pfr. Gothe so schön und gedankenreich gewürdigt hat, wie es sich gehört. Da kann es an dem Bewußtsein für die Notwendigkeit fester Orte gerade für Maria doch nicht fehlen!

Gereon Lamers

PS: Wir befanden uns gerade mitten im Prozeß der Veröffentlichung dieses kleinen Postings, da ließ das CMS uns wissen, dies würde der 750. veröffentlichte Beitrag auf PuLa werden, am Heiligen Abend, wie schön! 🙂
Wir sind gewiß, viele Kolleginnen und Kollegen aus der Blogozoese freuen sich mit uns und noch viel mehr, die für die wir das ja eigentlich machen: Die Pfarrkinder in Herz-Jesu-Weimar!

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