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Ein Sonntagvormittag voller Entsetzen

Iste pauper clamavit, et Dominus exaudivit eum * et de omnibus tribulationibus eius salvavit eum.
Immittet angelus Domini in circuitu timentium eum* et eripiet eos.

(Ps 33 7 f. Vg.)

(Dieser Arme schrie und der HErr hörte ihn und aus all seinem Kummer rettete er ihn.
Ein Engel des HErrn wird sich rings um die lagern, die ihn fürchten und er wird sie erretten.)

Zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich auf das fürchterliche Erlebnis des heutigen Vormittags („Vormittags“, denn „Morgen“ kann man 10.30 Uhr ja beim besten Willen nicht mehr nennen!) nicht näher eingehen, das diesen ganzen Sonntag schwer beeinträchtigt.
Zu frisch ist noch die bis ins unmittelbar Körperliche hinein wirkende Erschütterung (auf deutsch: Meiner Frau wurde physisch übel, so daß sie an die frische Luft mußte) und das ist kein Zustand für das ausgewogene Formulieren, das Sie von PuLa kennen.

Daher bis auf weiteres „nur“ dies.

Aus gegebenem Anlaß weist Pulchra ut Luna in Bezug auf aktuelle liturgische Vorkommnisse in Herz-Jesu-Weimar auf folgendes hin:

51. Nur jene eucharistischen Hochgebete dürfen verwendet werden, die im Römischen Meßbuch stehen oder rechtmäßig vom Apostolischen Stuhl approbiert worden sind, und zwar gemäß den Möglichkeiten und Grenzen, die der Apostolische Stuhl festgelegt hat. «Man kann es nicht hinnehmen, daß einige Priester sich das Recht anmaßen, eucharistische Hochgebete zusammenzustellen» oder die von der Kirche approbierten Texte zu ändern […]

53. Während der zelebrierende Priester das eucharistische Hochgebet spricht, «soll gleichzeitig nichts anderes gebetet oder gesungen werden; auch Orgel und andere Musikinstrumente sollen schweigen», außer zu den pflichtgemäß approbierten Akklamationen des Volkes […]

186. […] Jeder geistliche Amtsträger prüfe sich auch ernsthaft, ob er die Rechte der christgläubigen Laien beachtet hat, die sich selbst und ihre Kinder ihm mit Zuversicht anvertrauen in der Überzeugung, daß jene Aufgaben, welche die Kirche im Auftrag Christi in der Feier der heiligen Liturgie erfüllen möchte, von allen in rechter Weise für die Gläubigen erfüllt werden.[…]

173. […] sind zu den schwerwiegenden Angelegenheiten objektiv immer jene zu rechnen, die die Gültigkeit und die Würde der heiligsten Eucharistie in Gefahr bringen, die also gegen die Regelungen verstoßen, die oben in den Nummern 48-52, […] erläutert worden sind. […]

174. Darüber hinaus sind jene Handlungen, […] die an anderen Stellen dieser Instruktion […] behandelt werden, nicht als geringfügig einzustufen, sondern zu den anderen Mißbräuchen zu rechnen, die gewissenhaft vermieden und korrigiert werden müssen.

Die Ziffern beziehen sich auf die Römische Instruktion ‚Redemptionis Sacramentum‘, die im Jahr 2004 gültig und verbindlich zusammengestellt hat, was in der Feier der Hl. Eucharistie zu beachten ist. Hervorhebungen und Auslassungen von mir. Sie finden den Text incl. der Anmerkungen, welche die Zitate nachweisen und auf die zugrundeliegenden Vorschriften verweisen, hier.

 

[…] ita vitium falsitatis incurrit qui ex parte Ecclesiae cultum exhibet Deo contra modum divina auctoritate ab Ecclesia constitutum et in Ecclesia consuetum.

(Hl. Thomas von Aquin, Summa Theol. II, 2, q. 93, a. 1.)

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  1. […] hängt auch mit der permanenten Varianz des gottesdienstlichen Geschehens zusammen (vgl. auch hier); Sie haben keine Sicherheit wenn Sie irgendwo in die Messe gehen was Sie erwartet; das war mal, […]

  2. […] die gewichtigere, die erneute (!, vgl. hier)) Begleitung des eucharistischen Hochgebets durch Musikinstrumente komme ich zu gegebener Zeit […]

  3. […] Diaspora genutzt, an denen ich, ungeachtet einiger bedenklicher Tendenzen aus jüngster Zeit (vgl. hier und hier) nach wie vor festhalte und die ich daher nach wie vor Ihrer Aufmerksamkeit empfehle […]

  4. […] Weimar gefeiert wurde, das Eucharistische Hochgebet durch Musikinstrumente begleitet wurde (PuLa berichtete). Dieser Vorgang wiederholte sich dann noch einmal am 14. September 2014 im Hochamt um 10.30 Uhr […]

  5. […] hängt auch mit der permanenten Varianz des gottesdienstlichen Geschehens zusammen (vgl. auch hier); Sie haben keine Sicherheit wenn Sie irgendwo in die Messe gehen was Sie erwartet; das war mal, […]

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