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Summer-Special-Sketchlet: Das Franchise-Modell

Lange haben wir nichts gehört von unseren tapferen chinesischen Freunden aus Qíjī cūn, nahe Tianshui in der zentralchinesischen Provinz Gansu. Aber chinesische Studenten sind bekanntlich sehr fleißig und arbeitsam. Doch im Sommer entspannen auch sie etwas und widmen sich Dingen, die ein wenig außerhalb ihres alltäglichen Gesichtskreises liegen…

 

Das Franchise-Modell

Ein Sketchlet für zwei Personen

 

Qíjī cūn, Studentenwohnheim. Im uns bereits bekannten Zimmer des angehenden Informatikers Shi Fu und seines Medienwissenschaften studierenden Zimmergenossen Wang Peng. Shi Fu kommt reichlich angetrunken von einer Semester-Abschluß-Fete nach Hause und findet seinen Zimmergenossen am Laptop sitzend vor.

Shi Fu (haut Wang Peng kräftig auf die Schulter): Wang Peng – hup! – altel Schwede – hup! – was – hup! – wasmachssu?

Wang Peng: Hallo Shi Fu, da bist du ja endlich! Gelade lese ich ein bißchen übel Thülingen.

Shi Fu: Thü – Thü – Thülingen? – hup! – Wo diese Ministelpläsidentin gelade hiel wal?

Wang Peng: Genau.

Shi Fu (schwärmerisch): Ihl Bild wal liiiiiiiiiiiiesengloß auf del Außenwand unseles Hölsaalgebäudes zu sehen (er beschreibt mit beiden Armen einen großen Kreis). Also ich fand sie unglaublich sympathisch!

Wang Peng: Hm. Ich fülchte, ihle Landeskindel finden sie gloßenteils nul noch unglaublich.

Shi Fu: Wie – hup! – wie kommssu dalauf? (Er liest über die Schulter von Wang Peng auf dem Bildschirm) „Das Bild des Plofessols zeigt „die Hiltin“ in dem Moment, als sie elfählt, daß del Vatel von Jesus nicht del Zimmelmann wal.“ – Hm!

Wang Peng: Ich glaube, sie hat gelade einen velmeidbalen Fehlel gemacht. – Abel das kliegt sie bestimmt wiedel hin! Eigentlich sitze ich gelade an unselem Blog …

Shi Fu: Oh nein! Ich gehe – hup! – ich geh ins Bett! (Er wendet sich ab.)

Wang Peng: Shi Fu! Walte! Schau kulz! (Er dreht seinem Freund voller Stolz den Bildschirm zu.)

Shi Fu (liest): „Die Glundvollzüge del Kilche – Leitulgia, Diakonia und Maltylia (Gottesdienst, Dienst an den Menschen und Zeugnis)“ … (er stöhnt) Das ist mil jetzt zu anstlengend.

Wang Peng: Was denn? Kanntest du die Glundvollzüge del Kilche?

Shi Fu (geht ins Bett): Natüllich! Aber vol allem kenne ich Leute, die ohne Glund volle Bezüge elhalten; hiel und andelswo… (Er zieht sein Hemd über den Kopf.)

Wang Peng: Abel guck doch mal hiel – es ging mil jetzt gal nicht um den Inhalt …

Shi Fu (tritt noch einmal an den Tisch) „Pulchla ut Luna. Katholisch in Qíjī cūn“ … (Er schaut Wang Peng verdutzt an) Was soll das denn?

Wang Peng (begeistert): Del Machel von PuLa hat sein Konzept als Flanchisemodell zul Velfügung gestellt. Übelall auf del Welt kann man jetzt Blogs wie PuLa einlichten.

Shi Fu (begreift): Nach dem PuLa-Motto: „Kosmisch glauben – lokal was tun“?

Wang Peng: „Kosmisch glauben – lokal was tun“ – genau! (Er strahlt.)

Shi Fu: Das ist natüllich eine sehl sehl gute Nachlicht! Abel schlafen muß ich jetzt tlotzdem.

 

ENDE

 

Cornelie Becker-Lamers, Weimar

 

Ja, so geht’s zu in Qíjī cūn!

Bald werden wir hier ein wesel-tlich wesentlich näherliegendes Beispiel kennenlernen (müssen), wo ein „Franchise-PuLa“ dringend vonnöten wäre, aber das soll heute nicht die gute (Urlaubs-)Stimmung verderben!

 

Ein Trackback/Pingback

  1. […] gesagt: „Pula ist ein Franchise-Modell“ (vgl. hier aber auch hier) es gibt Phänomene, denen gehört überall auf die Finger geschaut/geklopft […]

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